
In diesen Tagen und Wochen steht für viele Menschen der Urlaub an.
Was ist so faszinierend am Urlaub?
Von der Wortbedeutung her aus dem althochdeutschen meint Urlaub (urloup) die Erlaubnis, sich zu entfernen.
Urlaub hat also mit Erlaubnis zu tun. Eine Erlaubnis, die mir gegeben wird, mich aus den alltäglichen Zusammenhängen und Aufgaben herauszunehmen.
Warum ist das so wichtig?
Ich habe bei meinen Mitschwestern und in meiner Umgebung nachgefragt. Hier einige Rückmeldungen:
Urlaub ist wichtig, weil…
…man dort die Freiheit hat, andere Länder zu bereisen, Eindrücke zu sammeln und damit seinen Horizont zu bereichern oder die Neugierde zu stillen.
… Urlaub kein Luxus ist, sondern notwendig, um Körper und Geist zu regenerieren. „Menschen machen keine Reisen, Reisen machen Menschen.“ Urlaub schenkt neue Energie, frische Perspektiven
… dies eine Zeit ist, in der das Gewohnte „verrückt“ wird. Ich sehe manches aus dem Abstand heraus mit anderen Augen, ich kann meine Seele baumeln lassen, mal am Stück ein ganzes Buch lesen…
… weil es eine Auszeit ist und ich dann wieder Zeit für meine Bedürfnisse habe- ganz ohne Kalender und to-do’s… und ich darf mal ohne Verantwortung für andere mich ganz um mich selbst sorgen.
Was möchten Sie ergänzen oder unterstreichen?
Im Urlaub entferne ich mich z.b. vom Terminkalender, von Verpflichtungen anderen gegenüber, vom Leisten und funktionieren müssen, von dem alltäglichen Druck, von schwierigen und komplexen Fragen und Problemen, von…
Und es gibt das innere Entfernen – von Meinungen anderer, von Einstellungen, von Denkmustern…
Auch außerhalb des Urlaubs braucht es die Erlaubnis, etwas zu tun, was ich sonst nicht tue.
Was, wenn ich nicht auf die Erlaubnis von außen warte, sondern mir selbst die Erlaubnis gebe…
z.b. mir im Alltag mehrmals täglich 5 Minuten Zeit zu nehmen, zu schauen, zu hören, da zu sein, nichts zu müssen und zu wollen… oder bewusste Begegnungen mit lieben Menschen einzuplanen…?
Was erlaube ich mir im Alltag und was verbiete ich mir, ohne es zu hinterfragen?
Könnte es nicht eine Einladung sein, dass Sie sich am Ende des Urlaubs fragen, wie Sie in Ihrem Alltag konkret weitergehen wollen?
Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne eine erholsame und fruchtbare Urlaubszeit.
Sr. M. Dorothea Thomalla