Seite wird geladen
{{ menuItem.title }} {{ menuItem.title }} {{ menuItem.title }}
Suche Suche schließen

Sr. M. Martha Scheffold

Sr. M. Martha Scheffold  wurde am 22. Oktober 1929 in Olzreute – Schussenried geboren. Sie trat am 15. September 1953 in die Gemeinschaft der Franziskanerinnen von Heiligenbronn ein. Dort legte sie am 11. April 1956 ihre Profess ab. Sie ging heim zu ihrem Schöpfer und Herrn am 06. Februar, dem Herz-Jesu-Freitag, im 97. Lebensjahr und im 70. Jahr ihrer Ordensprofess.

Sr. Martha wurde schon kurz nach ihrer Profess in den Konvent St. Elisabeth, Freudenstadt versetzt. Dort tat sie 38 Jahre ihren Dienst im Speisesaal des Kurhauses bei den Gästen. Diese Aufgabe erfüllte sie mit großer Freude. Im Erzählen aus dieser Zeit betonte sie oft das gute Zusammenleben im Konvent sowie die Unterstützung der älteren Schwestern.

Als das Kurhaus St. Elisabeth und der Konvent 1995 aufgelöst wurden, nahm sie schweren Herzens Abschied. Im Mutterhaus in Heiligenbronn versah sie einige Jahre Dienst an der Pforte. Diese Aufgabe brachte sie in Kontakt mit vielen Menschen. Sie liebte die Begegnungen mit den Einzelnen, nahm Anteil an den Sorgen und Nöten der Menschen. In ihren letzten Tagen erzählte sie, wie froh sie um diesen Auftrag war nach dem schweren Abschied von Freudenstadt.
Auch nach ihrer Pensionierung bis zur Coronapandemie 2020 war sie oft an der Pforte zu finden. Sie half aus, wenn nötig, sie war für besondere Dienste zu haben – ob es Gäste waren, die abends noch etwas zum Essen brauchten oder ob es die Rufbereitschaft am Wochenende war.

Für viele Mitarbeitende der Stiftung St. Franziskus hatte sie ein offenes Ohr, brachte deren Anliegen ins Gebet vor den Herrn und pflegte die Kontakte bis in ihre letzten Tage.
Besonders die Anliegen der Altenhilfe der Stiftung nahm sie mit in ihr Beten.

Eine weitere Aufgabe neben dem Dienst an der Pforte war die Mitarbeit im Wallfahrtsteam. Auch da freute sie sich über die Begegnungen, über das Interesse der Menschen am Wallfahrtsort Heiligenbronn und an der Ausstellung zum „Leben Jesu“ im Haus Lebensquell. Immer wieder half sie im Wallfahrtsladen aus.

Sr. Martha konnte deutlich ihre Haltung zu bestimmten Themen oder Entscheidungen zum Ausdruck bringen – besonders wenn sie es nicht nachvollziehen konnte. Immer wieder kam dann die Aussage: Auch wenn ich nicht einverstanden bin, ich habe den Gehorsam versprochen.

Im Zugehen auf ihr Sterben hat sie auf ihr Leben zurückgeschaut. Sie brachte all die Situationen, in denen sie sich schuldig und mangelhaft erlebte, ins Gespräch und legte sie in die Barmherzigkeit Gottes.

Sr. Martha erzählte, dass sie jeden Morgen nach dem Aufstehen die Herz-Jesu-Litanei betet und so ist es kein Zufall, dass sie an einem Herz-Jesu-Freitag heimgehen durfte.
Dieses Gebet findet sich im Gotteslob unter der Nr. 564.

Bis in ihre letzten Tage war sie wach dabei, nahm bewusst Abschied und erlebte sich zunehmend getragen von der Liebe Gottes. Der Herr ist mein Fels, meine Stärke, mein Trost betete sie ein paar Tage vor ihrem Sterben.

Wir danken Sr. Martha für ihren Einsatz in über 70 Jahren im Kloster. Möge ihre Sehnsucht, ihre Freude und ihr Schmerz aufgehoben sein in der Fülle des Lebens bei Gott.

Cookie-Einwilligung mit Real Cookie Banner