Sr. M. Christiane Keil feiert ihr 50-jähriges Jubiläum.
Nach der Profess 1976 absolvierte sie eine Ausbildung als Jugend- und Heimerzieherin. Danach arbeitete bis 1990 im Internat der Gehörlosenschule.
Nach einer Fortbildung war sie von 1992 bis 2020 in der Verwaltung des Klosters tätig und versah zwischen 2008 und 2020 das Amt der Generalökonomin. In diesem Dienst war sie zuständig für das Personal der Hauswirtschaft (bis 2015). Mit ihrem Eintritt in den Ruhestand übernahm sie das Klosterarchiv.
Sie unterstützte den Prozess der Übernahme des Klosterarchivs in das Stiftungsarchiv in Zusammenarbeit mit Ewald Graf, dem damaligen Archivar der Stiftung St. Franziskus.
In dem Zusammenhang übernahm sie die Transkription verschiedener Schriften für die Ausstellung
Eine Quelle, die bewegt.
Seit 2021 lebt sie im Konvent La Verna.
In Grenzsituationen wie dem Brand in der Gehörlosenschule (1980), nach einer schweren Operation und ihrem Herzinfarkt (2015) gab es im Anschluss einschneidende Veränderungen, die sie als Zumutung erlebte. Gleichzeitig spürte sie, dass „der Herr“ da war, dass der Glaube sie trägt und die Berufung auch in den Veränderungen bleibt.
Auf die Frage nach ihrem Wunsch für den weiteren Weg sagt sie:
Der Frieden in der Welt ist sehr fragil. Die Schöpfung bewahren und unsere Mutter Erde nicht auszubeuten – das wird wichtig sein. Denn die Generationen die nach uns kommen möchten auch einen guten Lebensraum vorfinden.
Weiter wünscht sie sich:
Ich wünsche mir, dass in der Kirche der Synodale Prozess weiter geht, dass Seelsorge trotz größer werdenden Seelsorgeeinheiten gut möglich bleibt und dass Kirche im „Kleinen“ auch bei uns immer lebt.
Ich wünsche mir, dass wir als Gemeinschaft zusammenhalten, dass wir füreinander da sind, einander wahrnehmen, uns gegenseitig unterstützen, so wie es jeder möglich ist, dass wir uns gegenseitig Freiräume lassen, dass wir Veränderungen nicht blockieren, sondern mittragen.
Im Blick auf die Stiftung ist sie dankbar für Informationen zu Prozessen in der Stiftung – damit sie es ins Gebet nehmen kann.
Worte, die sie tragen:
Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst. Ich habe dich beim Namen gerufen. Du gehörst mir. Jes, 43,1b
Seid gewiss, ich bin bei Euch alle Tage bis zum Ende der Welt Mt 28,20
