Am Freitag, 16. Januar war es soweit. Die Historische Ausstellung Eine Quelle, die bewegt – alles im Fluss und weitere Klostergeschichten wurde eröffnet.
Über 120 Gäste waren der Einladung gefolgt und kamen im Elisabetha-Glöckler-Saal zusammen. Nach einem Stehempfang begrüßte Generaloberin Sr. Dorothea Thomalla die Gäste, die Schwestern, die Mitarbeitenden der Stiftung St. Franziskus und alle Möglichmacherinnen und Möglichmacher. Darunter die Oberbürgermeisterin der Stadt Schramberg Dorothee Eisenlohr sowie Frau Julia Kiefer von der Geschäftsstelle LEADER Mittlerer Schwarzwald. Die Stadt Schramberg und LEADER hatten mit ihrer Förderung die Ausstellung erst möglich gemacht.
Sr. Dorothea erinnerte an den Weg bis zur Eröffnung:
Am 28. April 2015 traf sich die Projektgruppe zum ersten Mal mit dem Auftrag, die Geschichte des Ortes, des Klosters mit ihrer Rettungsanstalt für Kinder aufzuarbeiten und zugänglich zu machen. Grundlage dafür war die Ausstellung aus dem 150-jährigen Jubiläum des Klosters und der Einrichtung. Diese wurde 2007 von Ulrich Windhab konzipiert. Im Verlauf der Jahre wurde das Oratorium (der erste Gebetsraum der Schwestern) umgestaltet. Es entstand ein historischer Rundgang mit Audioguide in Zusammenarbeit mit Audiotextour. 2022 legte Arkas Förstner erste Entwürfe für die Umsetzung der Ausstellung in den vorgegebenen Räumlichkeiten vor. Diese wurden aufgrund der berechneten Kosten auf Eis gelegt. 2024 wurde der Antrag an LEADER eingereicht, die dieses Projekt als förderwürdig und förderfähig einstufte. So konnte es in die Umsetzung gehen.
Sie führte weiter aus: Diese Ausstellung ist Ausdruck des Wunsches, die eigene Geschichte nicht nur zu bewahren, sondern sie lebendig, zugänglich und verstehbar zu machen – für heutige und kommende Generationen.
Dabei dankte sie den einzelnen Firmen, die an der Umsetzung beteiligt waren. Sie dankte im Besonderen der internen Projektgruppe, die sich mit viel Herzblut an der Umsetzung beteiligten: Ein solches Projekt entsteht nicht nebenbei. Es braucht Ideen, Ausdauer, Fachwissen – und vor allem Menschen, die gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Sie dankte Ewald Graf, der – ehrenamtlich – die inhaltliche Umsetzung verantwortete.
In ihrem Grußwort lobte die Oberbürgermeisterin der Stadt Schramberg die neue Ausstellung. Sie sei zugänglich für alle, barrierefrei und inklusiv und eine gute Ergänzung für die Museumslandschaft in Schramberg.
Frau Julia Kiefer von der Geschäftsstelle LEADER Mittlerer Schwarzwald betonte in ihrem Grußwort, dass der Antrag von einem Auswahlgremium geprüft wird. Folgende Punkte sind dabei wichtig: Es soll den ländlichen Raum stärken, Identität sichtbar machen, nachhaltig sein, innovativ und neue Perspektiven eröffnen. Die Historische Ausstellung erfülle diese Kriterien.
Der Vorstand der Stiftung St. Franziskus, Stefan Guhl, hob die gemeinschaftliche Leistung der Projektgruppe hervor und dankte den einzelnen Mitgliedern. Die Ausstellung sei persönlich, spirituell und menschlich. Die Stiftung profitiere von dieser Ausstellung, da sie die Wurzeln zugänglich und erfahrbar mache.
Bevor es dann in kleinen Gruppen zur Besichtigung in die Ausstellung ging, erläuterte Ewald Graf die inhaltlichen Themen der Ausstellung. Arkas Förstner von Fön Design schilderte die Hintergründe und Herausforderungen in der Gestaltung der Ausstellung.
Die Firmen Wenzler und Widmann übergaben dem Kloster ein Geschenk – eine Tafel mit dem Logo des Klosters gemacht mittels einer alten Putztechnik.



Ehrenamtliche Mitarbeitende standen bei der Besichtigung Rede und Antwort in den einzelnen Räumen der Ausstellung. Im Elisabetha-Glöckler-Saal konnten die Gäste sich verweilen, Bilder von der Umsetzung der Ausstellung anschauen, ins Gespräch kommen und sich stärken.
Insgesamt – so die Rückmeldung vieler Besucher und Besucherinnen – eine gelungene Veranstaltung und eine Ausstellung, die überzeugt und neugierig macht.



Die Ausstellung ist grundsätzlich den Kirchenöffnungszeiten angepasst. Momentan ist sie täglich geöffnet von 8.30 – 16.30 Uhr.
Die Ausstellung ist selbsterklärend. Der Audioguide kann über den QR-Code aufgerufen werden.
Führungen können angefragt werden über das Koordinationsbüro des Klosters 07422 569 3402 oder info@kloster-heiligenbronn.de










