Am Abend des 03.Oktober feiern die franziskanischen Gemeinschaften weltweit den Hinübergang ihres Ordensgründers von dieser Welt in die Ewigkeit Gottes. Kurz gesagt, laden sie ein zum Transitus des hl. Franziskus. Das Wort selbst meint „Hinübergang“. In diesem Jahr sind es 800 Jahre Transitus.
Viele Gäste aus nah und fern fanden sich in der Wallfahrtskirche St. Gallus ein zur gottesdienstlichen Feier des Transitus. Dieser war wie in jedem Jahr besonders festlich gestaltet. Generaloberin Sr. Dorothea lud zu Beginn ein, in den Fußspuren des hl. Franziskus den eigenen Weg zu Gott zu gehen. So konnten sich die Teilnehmenden hineinversetzen in vier wichtige Stationen seines Lebens – San Damiano, Portiuncula, die Einsiedeleien und Schwester Tod. An jeder Station ging es um eigene Erfahrungen, die in die Feier eingebracht werden konnten. So konnten „Lebensworte“ aufgeschrieben werden, es konnte ein Licht entzündet werden für ein persönliches Anliegen…
Nach der intensiven Gottesdienstfeier waren alle Besucherinnen und Besucher eingeladen ins Refektorium der Schwestern zum gemeinsamen Mahl, zu Austausch und Begegnung.

Am Sonntag, den 04. Oktober ging die Feier weiter mit einem Festgottesdienst – vorbereitet von einer Projektgruppe aus Schwestern und Mitarbeitenden der Stiftung St. Franziskus. Dem Gottesdienst stand Pfr. Christian Albrecht vor. Pfr. i.R. Richard Schitterer übernahm die Ansprache. Ein Chor mit Band aus Kloster, Mitarbeitenden der Stiftung und dem Heiligenbronner Kirchenchor unter der Leitung von Sr. Magdalena Dilger gestaltete den Gottesdienst musikalisch. An der Orgel spielte die Dekanatskirchenmusikerin Berenice Nuss aus Schramberg.
Die Generaloberin Sr. M. Dorothea Thomalla erinnerte in der vollbesetzten Kirche daran, dass es schon vor David Fuchs – dem Gründer von Kloster und sozialer Einrichtung franziskanisches Leben am Wallfahrtsort Heiligenbronn gab.
Franziska Glatthaar führte in den Gottesdienst ein. Fünf Grundhaltungen des hl. Franziskus als Bausteine für ein gelingendes Leben und als Einladung und Herausforderung die eigenen Gewohnheiten zu überprüfen.
Einfachheit – franziskanische Demut – Armut – Schöpfung – Friede
Diese Bausteine wurden innerhalb der Eucharistiefeier an verschiedenen Stellen eingeführt sichtbar gemacht.
In der Ansprache ging Pfr. Schitterer auf den Weg des Heiligen ein, seine Radikalität und Entschiedenheit.
Berührend war die Gestaltung des Friedensgrußes. Der Chor und die Gottesdienstbesucher und -besucherinnen bildeten eine Menschenkette in der Kirche mit dem Liedruf „Herr, gib uns Deinen Frieden“.
Am Ende des Gottesdienstes lud Stefan Guhl, Vorstand der Stiftung St. Franziskus zu einem Sektempfang ein.
In froher Runde und mit viel Sonne außen und innen klang die Feier nach bei Sekt, alkoholfreien Getränken und Hefezopf nach. Eigens für diesen Tag kamen von der Bäckerei der Stiftung St. Franziskus das Lieblingsgebäck des hl. Franziskus – Cantuccinis!








