Bild für das Kloster Heiligenbronn

Der in der Fotogilde Schramberg aktive Amateurfotograf Hans Haaser überreichte jetzt im Kloster Heiligenbronn die großformatige Leinwandreproduktion seines Porträtbildes aus dem Garten der Sinne an die beiden Fotomodels, Generaloberin Schwester Agnes Löber und den sehbehinderten Bewohner Matthias Kempinger aus der Stiftung St. Franziskus.

Als Beitrag zum 150-jährigen Stadtjubiläum Schrambergs veranstaltete die Fotogilde bis November im Stadtmuseum die Fotoausstellung "Schramberg 2017", in der auch die Stadtteile repräsentiert waren.
In Heiligenbronn hatte Hans Haaser dafür eine Aufnahme mit der Generaloberin und dem Bewohner der Gruppe Fridolin im Garten der Sinne vor der Wallfahrtskirche St. Gallus gemacht, die auch in der Ausstellung auf positive Resonanz gestoßen ist. Das Foto fand inzwischen auch Eingang in das neu erschienene Buch "Schramberg - 150 Jahre Stadtgeschichte".

Die großformatige Reproduktion des Bildes, das den beiden Porträtierten sehr gut gefiel, schenkte Hans Haaser nun nach dem Abbau der Ausstellung dem Kloster.
Zur Übergabe trafen sich die Beteiligten wieder und erzählten, dass der Fototermin in entspannter Atmosphäre vor sich gegangen sei und Spaß gemacht habe.
Schwester Agnes und Matthias Kempinger fanden sich sehr gut getroffen.

Die beiden kennen sich seit 37 Jahren, als Schwester Agnes ins Kloster Heiligenbronn trat, wo Matthias Kempinger damals noch zur Schule ging. Inzwischen arbeitet er in der Werkstatt für behinderte Menschen und lebt in der Gruppe Fridolin.

Hans Haaser freute sich, dass sein Bild auf Begeisterung stieß und nun ein schönes Plätzchen in den Klosterräumen erhalten wird, wo es auch noch neue Betrachter finden wird.

Ewald Graf


Dezember: Sr. M. Solana Vees

Am Vorabend des 1. Advent - am Samstag, den 02. Dezember 2017 - verstarb unsere liebe Mitschwester Maria Solana Vees.
Sie wurde am 14. Dezember 1930 in Ahldorf (Kreis Horb am Neckar) geboren und auf den Namen Johanna getauft.
Im April 1948 trat sie in unsere Gemeinschaft ein und legte am 24. April 1951 ihre Profess ab.

Das Requiem ist am Mittwoch, den 06. Dezember um 14 Uhr in der Wallfahrtskirche. Anschließend wird sie auf dem Schwesternfriedhof beigesetzt.

Viele Jahre arbeitete sie als Kinderschwester in St. Antonius, Waldachtal und in Baindt. Einige Jahre war sie bei erwachsenen blinden Bewohnern tätig.

Den Menschen in Heiligenbronn begegnete Sr. Solana stets mit einem Lachen und einem freundlichen Gruß.
Auf die Frage, was sie so macht, erklärte sie: Ich arbeite im Kraftwerk Gottes! Das hieß für sie, die BewohnerInnen, die MitarbeiterInnen der Stiftung, sowie die Gäste im Haus Lebensquell im Gebet vor Gott zu tragen. Ihr Beten war von dem Gebetsruf getragen: Jesus Du mein Leben, meine Kraft und meine Freude!

Das Leben in Gemeinschaft schätzte sie hoch ein. Dabei sein, sich mitfreuen, aber auch mitleiden war bei ihr immer spürbar. Die letzten Jahre ihres Lebens strahlte sie eine große Dankbarkeit aus.

Wir danken Sr. M. Solana für ihren Dienst, ihr Beten und Mittragen. Wir sind überzeugt, dass Gott, der Herr, durch ihr Leben, Beten und Ringen viel Heil und Segen in unsere Gemeinschaft und in die Welt hinein fließen lassen konnte. Möge der Herr ihr Leben vollenden und sie das Wort hören: Nimm teil an der Freude Deines Herrn!


Oktober 2017: Sr. M. Casilda Müller

Am Sonntag, den 08. Oktober 2017 vollendete Gott, der Vater, das Leben unserer
Schwester M. Casilda Müller.

Am Donnerstag, den 12. Oktober feiern wir das Requiem um 14 Uhr in der Wallfahrtskirche. Anschließend ist die Beerdigung auf dem Friedhof der Schwestern.

Sr. M. Casilda wurde am 07. Juli 1927 in Schramberg-Sulgen geboren.
Sie trat am 15. Februar 1957 ins Kloster Heiligenbronn ein und feierte am 21. April 1959 ihre Profess. Im Kloster war Sr. M. Casilda bis zu ihrem Umzug auf die Pflegestation 2013 als Schneiderin tätig.
In dieser Zeit lebte sie 14 Jahre (von 1990-2004) im Konvent St. Antonius, Rottweil.

Für viele Generationen von Schwestern nähte sie die Kleider - die schwarzen Festtagskleider ebenso wie die grauen Kleider für den Arbeitsalltag. Auch wenn das für sie sicher nicht immer einfach war, tat sie es stets mit großer Sorgfalt.

Für die Ausstellung zu Erfahrungen der Nachkriegszeit im vergangenen Jahr in Schramberg wurde sie als Zeitzeugin interviewt. Durch das Gespräch wurde in ihr die Erinnerung wach an diese schwere Zeit. Dabei wurde ihre Verbundenheit mit Schramberg-Sulgen einmal mehr deutlich.
Sie hatte immer Interesse an den Entwicklungen und Vorgängen in der Stadt Schramberg. Sie hatte Freude am Gespräch mit den Menschen, ein offenes Ohr für ihre Freuden, Sorgen und Nöte.
Ihr Interesse galt aber auch dem Geschehen in der Welt. Was sie in der Tageszeitung las oder in Gesprächen erfuhr, nahm sie mit ins Gebet.

Sie lebte uns vor, in Treue die kleinen Dinge zuverlässig zu tun.

Wir danken Sr. M. Casilda für Ihr JA, den Weg der Nachfolge Jesu in unserer Gemeinschaft zu gehen.
Wir sind dankbar für ihr Zeugnis des Glaubens.

Wir wünschen ihr in der Begegnung mit Jesus Christus, dem Auferstandenen, dass sie hören darf:
Du bist im Kleinen eine treue Verwalterin gewesen, komm nimm teil an der Freude Deines Herrn. Mt 25,23


Oktober 2017: Transitusfeier

Wie jedes Jahr versammelten sich Freunde und Freundinnen des hl. Franziskus zum Transitus am 03. Oktober. An diesem Abend gedenkt die franziskanische Familie ihres Patrons, feiert seinen Hinübergang in die Herrlichkeit Gottes.

Dieses Jahr stand die Berufung des hl. Franz von Assisi im Mittelpunkt des Gottesdienstes - aus welchen Quellen hat er gelebt? Wie hat er das Evangelium in sein Leben hinein buchstabiert? Wie hat sich sein Auftrag, die Kirche aufzubauen in seinem Leben entfaltet?

Die Einmaligkeit eines jeden Menschen würdigen, die Beziehung zu Jesus Christus leben, die konkrete Hinwendung zum Nächsten - das kennzeichnet Franziskus aus.

Musikalisch wurde diese stimmungsvolle Feier umrahmt vom Familienkreis Heiligenbronn.

Anschließend gab es die Möglichkeit zu Austausch und gemeinsamen Mahl im Elisabetha-Glöckler-Saal der stiftung st. franziskus heiligenbronn.


September 2017: Friedenswallfahrt

Die Jubilarin Sr. M. Irene
das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz

So ein Schwesternjubiläum - siehe Mai 2017 - hat seinen Nachklang...

Jede Jubilarin darf sich eine Wallfahrt wünschen. Und so ging es dieses Jahr nach Flüeli zu Br. Klaus und seine Frau Dorothea.

13 Schwestern machten sich zusammen mit Pfr. Schitterer am 11. September auf den Weg.
Statt dem angekündigten Regen begleitete uns zumeist strahlender Sonnenschein.
Ein Höhepunkt der Wallfahrt war die stimmungsvolle Eucharistiefeier in der oberen Ranftkapelle, die wir miteinander feiern durften.
Die Bitte um Frieden stand dabei im Mittelpunkt - Friede in der Welt, in der Gemeinschaft und der Friede in ganz persönlichen Anliegen.

Zum Abschluss gestalteten wir in der alten Grabkapelle in Sachseln ein Abendlob, bevor es nach einer Stärkung im Cafe nebenan wieder auf die Heimfahrt ging - inklusive Regenbogen.


Juli 2017: Mitarbeiterehrung

Generaloberin Sr. M. Agnes begrüßt die Mitarbeiterinnen
Fr. Nachtsheim ehrt die Jubilarinnen
Fr. Denner-König (ganz rechts im Bild)
Sr. M. Christiane und Fr. Müller
Fr. Nachtsheim und Fr. Müller
beim gemeinsamen Abendessen

Seit 10 Jahren arbeiten Frau Manuela Müller und Frau Dorotea Denner-König im hauswirtschaftlichen Bereich des Klosters mit.
Anlaß genug, sie im Rahmen der alljährlichen Mitarbeiterfeier zu ehren.

Jedes Jahr lädt die Generalleitung alle "KlostermitarbeiterInnen" zu einem gemeinsamen Abendessen ein. Dieses Jahr ins "Paradies" bei Schramberg-Sulgen.

Generaloberin Sr. M. Agnes begrüßte die Mitarbeiterinnen und bedankte sich für ihren zuverlässigen und treuen Dienst für das Kloster im vergangenen Jahr.
Sie dankte Frau Nachtsheim - die als Leiterin der Hauswirtschaft in der stiftung st. franziskus heiligenbronn auch für die Hauswirtschaft im Kloster zuständig ist.

Fr. Nachtsheim würdigte anschließend den Dienst der beiden Jubilarinnen.

Frau Dorotea Denner-König wurde in diesen 10 Jahren als gelernte Floristin vor allem im Bereich Blumenschmuck in der Hauskapelle, bei Festen eingesetzt. Jedes Jahr versorgt sie auf den 1. Advent hin das Kloster mit Adventskränzen und Adventsgestecken!

Frau Manuela Müller war in den 10 Jahren in allen Bereichen der Hauswirtschaft des Klosters tätig. Neben so manchen Sonderaufgaben war sie bei Engpässen eine verlässliche Adresse.

Beiden Jubilarinnen sprach Sr. M. Christiane einen persönlichen Segen zu.

Anschließend überreichten Sr. M. Agnes, Fr. Nachtsheim und Sr. M. Christiane die Geschenke.

In gemütlicher Runde klang dieser Abend beim gemeinsamen Mahl aus.


beim festlichen Gottesdienst
Fürbitten
Auszug
Sr. Irene, Sr. Agnes, Sr. Mathilde, Pfr. Schitterer (v.li)
Gratulanten im Haus Lebensquell
Professkerzen
Gnadenbild von Heiligenbronn

Mai 2017: Schwesternjubiläum

Am 18. Mai feierten Sr. M. Irene und Sr. M. Mathilde ihr 60-jähriges Ordensjubiläum im Kreise ihrer Mitschwestern.
Es war vor 60 Jahren der 15. Mai, als die beiden zum ersten Mal ihr Versprechen gaben, in der Gemeinschaft der Franziskanerinnen von Heiligenbronn ihren Weg in Jungfräulichkeit, Gehorsam und Armut  zu gehen.

Über diesem Tag stand das Bild vom Weinstock und den Reben aus dem Johannesevangelium. So wie die Reben ganz selbstverständlich am Weinstock sind und bleiben, so gehören wir ganz selbstverständlich zu Gott!
Diese Erfahrung durften die Schwesten in den vergangenen 60 Jahren immer wieder machen.
In schönen wie in schweren Tagen blieb die Zusage Jesu: Bleib in mir - ich bleibe in Dir!

Dankbarkeit und Freude standen im Mittelpunkt.
Dankbarkeit und Freude
...über das Wirken Gottes im Leben der beiden Jubilarinnen
...über so viele Menschen, die sie auf ihrem Weg begleitet haben und noch begleiten
...über all die Menschen, die ihnen anvertraut waren
...über das berufliche Wirken durch all die Jahre
...über das Getragensein jetzt im älter werden
...über die Erinnerung an so viele schöne Erlebnisse
....

Erinnerung ist so nicht ein Schwelgen im Vergangenen, wo alles noch besser war als heute. Erinnerung wird so zur Quelle der Hoffnung und des Vertrauens, dass der weitere Weg gesegnet ist.
Dieses Vertrauen blendet die Realität, wie sie ist nicht aus, vertraut aber auf das Reich Gottes, das mitten in dieser Welt wirksam ist.

Dieser Dank und diese Freude kam zunächst im festlichen Gottesdienst zum Ausdruck.

Im Haus Lebensquell war die Möglichkeit, den Schwestern persönlich zu gratulieren.

Ein Professjubiläum ist immer ein Fest der Gemeinschaft.
Das Miteinander prägt und verbindet.
Da gibt es stärkende und fördernde Erfahrunen, da gibt es auch Verletzungen, Zumutungen, Überforderungen.
Durch alles hindurch gibt es die Begegnung mit Jesus Christus - dem Auferstandenen. Diese Beziehung der Einzelnen zu Christus verbindet untereinander.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde in einer Feierstunde dieser Beziehung zu Christus im Bild des Weinstocks weiter nachgegangen mit Liedern, Texten, Impulsen.

Das Vespergebet zum Abschluss des Tages bündelte die Erfahrungen des Tages und brachte alles vor Gott.
Zum Ende dieser Feier versammelten sich die Schwestern in der Gnadenkapelle.
Dort am Ursprung des Ortes Heiligenbronn - an der Quelle und bei der Gnadenmutter von Heiligenbronn - stellten sie sich in die lange Reihe ihrer Mitschwestern (immerhin gibt es die Gemeinschaft seit 160 Jahren) und stimmten in das Wallfahrtslied ein.

Beim gemeinsamen Abendessen klang dieser Tag aus.

Impressionen vom Tag


Sr. M. Mathilde Weber

Mai 2017: Schwesternjubiläum

Sr. M. Mathilde Weber wurde 1922 in Bösingen geboren und trat 1954 ins Kloster Heiligenbronn ein.
Nach ihrer Profess 1957 arbeitete sie im Mädchenheim im Mutterhaus und lernte dann von 1958 bis 1959 Kinderpflege. Danach war sie bis 1963 in Baindt im Kinderheim tätig, anschließend in St. Antonius, Waldachtal. Dort leitete sie bis 1988 ein Gruppe mit Jugendlichen. Bis 2001 war sie in St. Antonius in Haus und Garten tätig, bevor sie zurück ins Mutterhaus kam. Im Ruhestand pflegte sie ihre Hobbys wie Handarbeiten, Kunststricken und Häkeln. Für Sr. Mathilde ist die Sorge für das Wohl der Andern immer zentral gewesen. Diese Sorge lebt sie jetzt im Gebet und Dasein im Pflegekonvent St. Franziskus.

Sr. M. Irene Beez

Sr. M. Irene Beez, geboren 1931 in Jagstberg, trat am 15. Oktober 1955 ins Kloster Heiligenbronn ein und legte am 15. Mai 1957 ihre Erstprofess ab.
Nach einer Ausbildung als Erzieherin war sie zunächst in der Blindenschule als Schulassistentin tätig, später im im Kindergarten in Salzstetten.
Von 1970 bis 1977 war sie im Gruppendienst bei blinden Mädchen.
Fast 20 Jahre lang war sie in Baindt im Gruppendienst und später als Heimleiterin für Kleinkinder und Sozialwaisen im Einsatz. 1996 kehrte sie ins Mutterhaus zurück. Dort half sie 15 Jahre auf der Pflegestation des Klosters mit. Seit 2011 gestaltet sie ihren Ruhestand im Konvent Portiuncula.
Sr. Irene formuliert, was ihr in all den Jahren immer wichtig war:
Bei der Arbeit war mir wichtig, allen mit Respekt offen und vertrauensvoll zu begegnen, sie nach Möglichkeit in allen Bereichen zu fördern. Weiter wollte ich christliche Werte vermitteln und leben.
Jetzt begleite ich mit Interesse und im Gebet die Arbeit der Stiftung, die so gewachsen ist und Großes leistet.

In ihrem Ordensleben belgeitet sie ein Wort Jesu aus dem Johannesevangelium (Joh 14,6):
Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Wegweiser auf ihrem Weg waren ihr die Eltern, Geschwister, Mitschwestern, sowie die Begegnung mit erfahrenen, guten Menschen.

Gefragt nach ihrem Wunsch für ihren weiteren Lebensweg, sagt sie:
Ich habe die Hoffnung und den Wunsch, dass unsere kleine Gemeinschaft weiterhin segensreich durch Gebet und Leben in Stiftung, Umgebung, Welt hineinwirken möge.
Für mich selber lebe ich dankbar und froh in Erwartung auf die verheißene "Fülle des Lebens", die am Ende geschenkt wird.

Diese Hoffnung und Lebensfreude strahlt sie spürbar für uns alle aus.
Wir freuen uns mit beiden Jubilarinnen an ihrem Festtag.


Oktober 2016: Transitus

Wie jedes Jahr feierte die Schwesterngemeinschaft mit vielen Gästen den Transitus (Heimgang) des hl. Franz von Assisi.
Beginn war um 18 Uhr in der Wallfahrtskirche mit einem stimmungsvollen Gottesdienst.
Anschließend waren alle eingeladen zum weiter feiern im Refektorium der Schwestern.

Zu Beginn der Feier erinnerten wir uns an das Sterben des hl. Franz im Jahre 1226. Dieses Sterben hat Franziskus ganz bewusst gefeiert und gestaltet. Die Lebensbeschreibung nach Thomas von Celano führte uns in dieses Geschehen hinein.

Im Mittelpunkt der Feier stand danach ein Herzensanliegen des hl. Franziskus: der Friede!
Der Friede unter den Menschen, der Friede zwischen den Religionen. Der Friede, der auch in unserem ganz alltäglichen Miteinander Gestalt gewinnen will.

In einer persönlichen Stillen Zeit konnte jede und jeder um diese Gabe für das ganz konkrete Leben bitten.

Am Ausgang bekamen alle ein Kärtchen mit auf dem Weg. Auf dem Kärtchen stand der Name eines Gottesdienstbesuchers. Für diese Person in der kommenden Zeit zu beten, war die Bitte.

Beim gemeinsamen Mahl und Gespräch klang der Abend in aller Ruhe aus.


September 2016: Stiftungsrat verabschiedete zwei langjährige Mitglieder

Schramberg-Heiligenbronn.

Im Jubiläumsjahr der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn verabschiedete jetzt deren Aufsichts- und Kontrollorgan, der Stiftungsrat unter Leitung von Georg Dlugosch, seine zwei langjährigsten Mitglieder: den stellvertretenden Vorsitzenden Paul Müller und Schriftführerin Schwester Judith Kaupp.
Beide trugen seit der Gründung von Stiftung und Stiftungsrat 1991 Mitverantwortung für den Aufbau und die Entwicklung der Stiftung.
Ihre Verdienste wurden in kleinen Feierstunden gewürdigt. Mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Paul Müller (71) wurde das letzte Gründungsmitglied des Stiftungsrates verabschiedet. Der Finanzfachmann, lanjähriger Leiter des Finanzamts Rottweil, wirkte seit der Konstituierung vor 25 Jahren im Heiligenbronner Stiftungsrat mit. Erste große Aufgabe war damals die Vorbereitung der Zustiftung der Behinderteneinrichtungen des Klosters an die Stiftung und die finanzielle Absicherung der Stiftung.
Ratsvorsitzender Dlugosch stellte das wertvolle Mitwirken Müllers als "Zahlen-Jongleur" gerade in den Anfangsjahren heraus. Er habe sich den kühlen Kopf bewahrt und Verhandlungsgeschick bewiesen. Die Zahlen dienten dabei "der Kultur des Lebens und der Würde des Menschen". Als das erfahrenste Mitglied des Gremiums, "unseren Abraham", bezeichnete Dlugosch seinen scheidenden Stellvertreter. Er habe sich 25 Jahre für die Stiftung eingesetzt, Neues aufgebaut, Zustiftungen geprüft, Immobilien gekauft oder veräußert und vieles mehr, immer im engen Kontakt mit ihm und den Vorständen. Auch Vorstand Hubert Bernhard würdigte Paul Müller als "Pfeiler" des Stiftungsrates, der stets auf rechtliche und wirtschaftliche Absicherung achtete. Er habe dazu beigetragen, dass die Stiftung sich gut und dynamisch entwickeln konnte. Paul Müller selbst bezeichnete bei der Verabschiedung sein Verhältnis zur Stiftung als "von Beginn an emotional geprägt jenseits der Zahlen durch persönliche Begegnungen". Er dankte für die intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Arbeit für die Stiftung bringe die Menschen zusammen.
Zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Stiftungsrates ab November wurde Dr. Frohmut Jacob aus Villingen-Schwenningen gewählt.

Schwester Judith Kaupp (70) schied bereits im April aus dem Heiligenbronner Stiftungsrat aus. Vorsitzender Georg Dlugosch bedankte sich für ihre 25-jährige Mitwirkung "mit der erforderlichen Tatkraft und Überzeugungskraft" und für ihren Dienst als Schriftführerin.
Stiftungsvorstand Hubert Bernhard bedankte sich ebenfalls auch im Namen seiner Vorstandskollegen für ihre wertvolle Mitarbeit und ihr Wissen insbesondere in den Anfangsjahren.
Stellvertretender Vorsitzender Paul Müller bezeichnete die scheidende Schwester Judith als "Seele des Stiftungsrats" mit ihrer Ausstrahlung.
Schwester Judith war 1992 vom Kloster Heiligenbronn nach dem überraschenden Tod der damaligen Generaloberin Schwester Bonaventura Hauser ins Gremium berufen worden. Auch in den elf Jahren als Generaloberin des Klosters von 2002 bis 2013 arbeitete sie im Stiftungsrat mit.

Zu ihrer Nachfolgerin im Gremium wurde Schwester Dorothea Thomalla (52) bestellt, Generalvikarin des Klosters Heiligenbronn.
Neue Schriftführerin ist Schwester Agnes Löber, Generaloberin des Klosters.

Ewald Graf


Juni 2016: 125 Jahre St. Antonius-Waldachtal

Das Gnadenbild der Wallfahrtskirche
Am Grab von Pfr. Knoblauch
versammelte sich die Gottesdienstgemeinde
bei der Begegnung

Am 23. Juni wurde in der Wallfahrtskirche Heiligenbronn (Waldachtal) das 125-jährige Jubiläum gefeiert. Auf den Tag genau vor 125 Jahren kamen Schwestern aus dem Mutterhaus in Heiligenbronn bei Schramberg nach Waldachtal. Sie übernahmen die Betreuung von 52 Kindern.

Sr. M. Agnes Löber, die Generaloberin der Franziskanerinnen, begrüßte zu Beginn des Gottesdienstes die Wallfahrer. Sie bedankte sich für deren Einsatz an diesem Ort und für ihre Treue. In den 125 Jahren wechselten die Aufgaben der Schwestern. Im Mittelpunkt stand aber immer die Wallfahrt. An dieser Stelle dankte sie den beiden Schwestern Irmentrudis und Reinholda für ihren Dienst, gedachte aber auch den vielen Schwestern, die in diesen Jahren in St. Antonius lebten und arbeiteten. Zeitweise waren das bis zu 50 Schwestern.
Sie dankte ebenfalls Pfr. Romer für seinen Einsatz an diesem Wallfahrtsort.
Sie lud ein, in der Danksagung der Eucharistie diese 125 Jahre in Gottes Hand zu geben und für Sein Wirken zu danken.

Nach dem Gottesdienst ging es in einer Prozession an das Grab von Pfr. Knoblauch, der vor 125 Jahren die Schwestern aus Heiligenbronn geholt hattte.

Anschließend bestand bei sommerlichen Temperaturen die Möglichkeit zum weiter Feiern bei einem kleinen Stehempfang.


Juni 2016: 14 Schwestern feiern Professjubiläum

beim Gottesdienst
Sr. Agnes und Pfr. Schitterer
P. Pius, Pfr. Keil, Pfr. Schitterer, Pfr. Schmid (v.l.)
jede Schwester bekam eine Kerze
Sr. M. Solana
Sr. M. Amalia
Sr. M. Franziska
Sr. M. Martha
Sr. Maria Goretti
Sr. Maria Gratia
Sr. M. Judith
Sr. M. Notburga und Sr. M. Daniela (v.l.)
Sr. M. Reinhildis
Sr. M. Christiane
Sr. M. Angela
Sr. M. Norberta

14 Schwestern feierten am 22.Juni ihr Professjubiläum.
Um 10 Uhr begann der Festtag mit einer Eucharistiefeier in der Hauskapelle.
Viele Freunde der Jubilarinnen feierten mit. So war der ehemalige Superior der Gemeinschaft Peter Schmid mit dabei, P. Pius Kirchgessner feierte mit, sowie der Bruder von Sr. Christiane Pfr. Franz Keil. Pfr. Schitterer wies in seiner Predigt darauf hin, dass uns das Eigentliche geschenkt ist - jeden Tag neu - und wir es nicht erarbeiten müssen. Gottes Liebe und Sein Erbarmen schenkt er umsonst.  "Barmherzigkeit" war auch die Überschrift über dieses Fest
Schon am Vortag des Jubiläums betrachteten in einem Einkehrtag die Schwestern das Evangelium vom "Barmherzigen Samariter". Auf dieser Folie konnte jede dankbar dem eigenen Leben und Gewordensein nachspüren.
Jede Schwester bekam als äußeres Zeichen eine Rose angesteckt.

Nach dem feierlichen Gottesdienst gab es die Möglichkeit zur Gratulation, anschließend das Mittagessen.
Danach machten sich die Jubilarinnen auf den Weg zum Friedhof, um sich an ihre verstorbenen Kursschwestern zu erinnern. Jede bekam eine Rose auf ihr Grab.

Nachmittags um 15 Uhr war die Feierstunde. Diese schloß mit der Gratulation der Generaloberin Sr. M. Agnes Löber ab.

Der Ausklang dieses Tages bildete die Vesper um 17.15 Uhr. Ganz bewusst zogen die Schwestern durch die Pforte der Barmherzigkeit in der Wallfahrtskirche ein. So stellten sie sich, ihr Leben, die Menschen an ihrem Weg unter dieses Erbarmen Gottes.
Mit viel Raum für Stille konnte jede dem nachspüren, was der Tag, die Eindrücke und Begegnungen an Echo in ihr hinterlassen hat.

Impressionen vom Festtag

Sr. Solana und Sr. Norberta (v.l.) mit Sr. Agnes (Mitte)
Sr. Amalia, Sr. Martha, Sr. Agnes, Sr. Brigitta, Sr. Franziska (v.l.)
Sr. Reinhildis. Sr. Maria Goretti, Sr. Judith, Sr. Maria Gratia, Sr. Notburga, Sr. Agnes, Sr. Angela (v.l.)
Sr. Daniela, Sr. Agnes, Sr. Christiane (v.l.)
Sr. Brigitta, Sr. Agnes, Sr. Maria Goretti (v.l.)
Blumenschmuck
Handschmeichler für die Jubilarinnen
bei der Feierstunde nachmittags
bei der Feierstunde
an der "Pforte der Barmherzigkeit"
Einzug
Pfarrer mit Hund sind dabei
in der Gnadenkapelle
am klalten Buffet
die Jubilarinnen mit Sr. Agnes und Pfr. Schitterer

125 Jahre Franziskanerinnen in St. Antonius

Zwei Franziskanerinnen halten noch die Stellung im Apostolatsort Heiligenbronn Waldachtal: Schwester Reinholda (links) und Schwester Irmentrudis. Foto: Maier, Schwarzwälder-Bote

Waldachtal/Schramberg-Heiligenbronn. Das Kloster in St. Antonius, Waldachtal und das Kinderheim haben Geschichte geschrieben. Als katholischer Wallfahrtsort ist Heiligenbronn im Dekanat Freudenstadt überregional bekannt.

Um 9 Uhr am Donnerstag, 23. Juni, feiert Pfarrer Anton Romer ein Wallfahrts-Hochamt in der Wallfahrtskirche. Nach dem Gedenkgottesdienst führt eine Prozession zum Friedhof Heiligenbronn, wo eine Station zum Totengedenken für die verstorbenen Schwestern und Pfarrer gehalten wird. Anschließend wird zu einem Stehempfang vor der Kirche eingeladen. Vom Mutterhaus des Klosters Heiligenbronn (bei Schramberg) wird eine Delegation von neun Schwestern um Generaloberin Sr. M. Agnes Löber zum Jubiläum erwartet.

Der Apostolatsort am "Heiligen Bronnen" hat seinen Ursprung im Schindelhaus bei der Kirche, das früher als Gästehaus diente und eine Pilgergaststätte beherbergte. Schwester Reinholda erzählt: "Hirten und Fronarbeiter, die dort übernachteten, haben die Kunde mit heilendem Wasser für Leib und Seele als Erste verbreitet."

Geburtsstunde 1891

Erstmals urkundlich erwähnt wird der "Heilige Bronnen" 1357 in den Bebenhauser Lagerbüchern. Die Geburtsstunde der Schwesternschaft in Heiligenbronn bei Salzstetten schlug am 24. Juni 1891, als fünf Franziskanerinnen mit dem Pferdewagen die 40 Kilometer vom Mutterhaus Heiligenbronn/Schramberg hergefahren kamen. Schwester Irmentrudis: "Sie waren damals bettelarm, mussten mit dem Leiterwägele und den Kindern in den umliegenden Ortschaften sogar betteln." Die eigene Landwirtschaft mit Gemüseanbau, eigener Milch und Bäckerei hätten nicht ausgereicht, um als Selbstversorger über die Runden zu kommen.

Maßgeblich an der Aufwärtsentwicklung beteiligt war Pfarrer Alfons Knoblauch (1853 bis 1929) und auch Bernhard Diekmann, von 1886 bis 1895 Pfarrer in Salzstetten. Dem Geistlichen Knoblauch missfiel es, dass nur die Frauen in die Kirche gingen und die Männer derweil in der Wirtschaft einkehrten. Pfarrer Knoblauch kaufte dann die Pilgerstätte und gründete ein Kleinkinder-Asyl mit anfänglich 30 Waisenkindern. Im Jahr 1903 ist deren Zahl auf 172 Pfleglinge gewachsen. Rund 30 Franziskanerinnen betreuten die Kinder, das Kloster und arbeiteten in der Landwirtschaft. Die Zahl der Schwestern wuchs auf 50 an. Knoblauch ließ sich nach Lützenhardt versetzen und baute dort 1905 die Herz-Jesu-Kirche. Dank der Spende eines Stuttgarter Getränkehändlers über 100 000 Reichsmark konnte schon 1897/98 das große St. Antonius-Kloster in Heiligenbronn gebaut worden, das sich heute nicht mehr im Besitz der Stiftung St. Franziskus befindet. Auch eine private Schule konnte eröffnet werden. Reinholda: "Die Schwestern haben sehr viel geleistet hier." Irmentrudis: "Unsere Franziskanerinnen haben sehr viel arbeiten müssen." 1973 wurde mit dem Bau von vier Gruppenhäusern ein Kinder- und Jugendhaus verwirklicht. Aus- und Übersiedler aus Russland sowie Flüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien – es waren zeitweise bis zu 120 Asylbewerber – fanden in Heiligenbronn in den 1990er-Jahren Aufnahme.

Zwei Verbliebene

Das Gesicht des Franziskaner-Apostolatsorts im Kreis Freudenstadt sind im 21. Jahrhundert noch zwei verbliebene Schwestern, die im Mutterhaus früher in leitender Stellung tätig gewesen sind: Der Gnadenort lebt seit vielen Jahren vom Spirit der Schwestern Irmentrudis und Reinholda. Sie pflegen die Kirche, die Gottesdienste und den Kräutergarten und wirken bis in die umliegenden Kirchengemeinden hinein. Sie gelten als die "Hüterinnen der Wallfahrt". Im Mittelpunkt ihrer seelsorgerlichen Aufgaben stehen Gespräche mit Menschen, die nach Heiligenbronn pilgern, um eine Gesundung an Leib und Seele zu erlangen. Schwester Irmentrudis (80) ist seit 56 Jahren Franziskanerin. Bevor sie im Jahr 2000 nach Heiligenbronn kam, leitete sie als Direktorin die Gehörlosenschule im Mutterhaus. Schwester Reinholda (78) ist seit 57 Jahren Ordensfrau. Bevor sie 1990 hierher kam, leitete sie das Internat der Blindenschule im Mutterhaus. Im Mutterhaus Schramberg wirken heute noch 41 Schwestern. "Als ich 1959 eingetreten bin, waren es noch 314 Schwestern", blickt Irmentrudis auf die goldenen Jahre zurück.

Walter Maier, Schwarzwälder Bote


Juni 2016: Schwesternjubiläum

Am 22. Juni feiern 14 Schwestern ihre Ordensprofess.

Auf 65  Jahre dürfen Sr. M. Norberta und Sr. M. Solana zurückschauen.

Auf 60 Jahre schauen zurück:
Sr. M. Amalia, Sr. M. Brigitta, Sr. M. Franziska und Sr. M. Martha.

50 Jahre feiern:
Sr. M. Angela, Sr. Maria Goretti, Sr. Maria Gratia, Sr. M. Judith, Sr. M. Notburga und Sr. M. Reinhildis.

40-jähriges Jubiläum feiern Sr. M. Christiane und Sr. M. Daniela.

Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr in der Hauskapelle der Schwestern. Anschließend besteht die Möglichkeit, den Schwestern zu gratulieren.

Juni 2016: 65 Jahre Ordensprofess

 

Sr. M. Norberta Peter, Jahrgang 1928 wurde in Adrazhofen bei Leutkirch geboren. Viele Jahre war sie in der Arbeit mit gehörlosen bzw. erziehungsschwierigen Kindern in Kindergarten, Schule und Heim engagiert. Von 1986 bis 2001 war sie bei Senioren im Gehörlosenbereich und im Kloster tätig.
In den 65 Jahren war ihr Hauptanliegen, ihren Dienst gut tun zu können: dass die Arbeit mir gefällt und durchführbar ist im Leben. So hat sie das Wort begleitet Dein Wille, Herr, soll auch meiner sein
Unter Barmherzigkeit versteht sie Dankbar gegen Gott, tolerant zum Nächsten
Zentral für Sr. Norberta ist ihr künstlerisches Schaffen. Dadurch ist sie weit über Heiligenbronn hinaus bekannt.

Sr. Solana Vees wurde im Jahr 1930 in Ahldorf (Kreis Horb am Neckar) geboren. 
Sr. Solana arbeitete viele Jahre als Kinderschwester in St. Antonius, Waldachtal und in Baindt. Einige Jahre war sie bei erwachsenen blinden Bewohnern tätig. In diesen 65 Jahren ist es ihr ein Anliegen, so gut wie möglich, Jesus, seine Gegenwart in mir wahrnehmen. Sie prägte das Wort im Kraftwerk Gottes arbeiten in der Gemeinschaft. Das heißt für sie, die Menschen, die nach Heiligenbronn kommen, die hier leben und arbeiten im Gebet vor Gott zu bringen. Dabei wird sie von dem Gebetsruf getragen: Jesus Du mein Leben, meine Kraft und meine Freude!
Im Jahr der Barmherzigkeit ist für sie wichtig: liebende Geduld im Umgang mit mir selbst und den Mitmenschen üben. Sie sagt über ihr Leben auf der Pflegestation: Ja, ich bin so dankbar, dass ich hier im Kloster mitwirken darf im Gebet und in der Hausarbeit.

Juni 2016: 60 Jahre Ordensprofess

 Sr. M. Brigitta Klomann geboren 1921 in Schiltach
Nach Einsätzen in St. Antonius, Waldachtal, sowie in Baindt, lebte Sr. Brigitta 25 Jahre auf Burg Roseck. Dort arbeitete sie als Mesnerin und in der Waschküche.
Heute lebt sie auf der Pflegestation. Von ihrer marianischen Prägung her ist ihr besonders der Rosenkranz wichtig. So trägt sie die Anliegen der Gemeinschaft und die Bitten der Menschen vor Gott.

 

Sr. M. Amalia Schwab, geboren 1933 in Steinach im Kinzigtal kam nach der Profess  zur Ausbildung als Kindergärtnerin nach Schwäbisch Gmünd. Für sieben Jahre war sie anschließend in der Gemeinde Balgheim eingesetzt. Von 1968 bis 1985 leitete sie in Freudenstadt den Kindergarten, bevor sie im Heiligenbronner Kindergarten ihren Dienst versah. Sechs Jahre in der Pflege bei ihren alten Mitschwestern schlossen sich an.
Heute lebt sie im Konvent Bonaventura. Im Blick auf ihr Jubiläum begleitet sie der Liedruf In Dir, Herr, ruht mein ganz Gemüte. Dankbar schaut sie auf ihr Leben zurück. So wie es geworden ist, kann sie es aus der Hand Gottes annehmen. Immer wieder hat sie erfahren, dass sie getragen wird von der Gemeinschaft. Den evangelischen Rat des Gehorsams hat sie als Kraftquelle in ihren verschiedenen Arbeitsbereichen erlebt.

Sr. Martha Scheffold geb 1929 in Olzreute, Kreis Biberach
Sr. Martha war ein Leben lang im Kontakt mit Gästen. So kam sie einen Tag nach ihrer Profess ins Kurhaus St. Elisabeth nach Freudenstadt. Dort lebte und arbeitete sie fast 40 Jahre. Nach der Auflösung dieser Filiale kam sie ins Mutterhaus zurück und versah den Dienst an der Pforte. Sie setzte sich im Wallfahrtsteam ein und war immer wieder im Wallfahrtsladen zu finden. Seit ihrer "Pensionierung" sorgt sie sich um das leibliche Wohl der Gäste von Schwestern. Diese Begegnungen mit Gästen macht ihr viel Freude. Sie wollte immer zur Ehre Gottes arbeiten. Als tragend in ihrem Ordensleben benennt sie die Eucharistie und das Gebet. Dabei ist ihr die Herz-Jesu-Verehrung wichtig. Aus der Begegnung mit Jesus schöpft sie Kraft für ihren Alltag. Im Jahr der Barmherzigkeit liegt ihr die Versöhnung und der innere Frieden sehr am Herzen.

Sr. Franziska Teufel geboren 1937 in Bittelbronn Kreis Horb am Neckar. 
Sr. Franziska trat schon mit 16 Jahren ins Kloster Heiligenbronn ein. Viele Jahre arbeitete sie in der Verwaltung. Sie trug 18 Jahre lang die Verantwortung in der Kandidatur und später im Noviziat für die Ausbildung junger Frauen.
Von 1991 bis 2002 war sie Generaloberin der Gemeinschaft. In ihre Amtszeit fiel 1993 die Übergabe der Einrichtung an die stiftung st. franziskus heiligenbronn. Von 1991 bis 2006 war sie darüber hinaus im Stiftungsrat, davon 5 Jahre Vorsitzende. Jetzt in ihrem Ruhestand ist sie ansprechbar für Aufgaben aller Art. Sie sagt: Wichtig ist mir das Apostolat der Gemeinschaft in den sich mit dem Älterwerden verändernden Möglichkeiten. Ich wusste immer, das was ich tue, egal in welcher Aufgabe, ist Teilhabe am Charisma der Gemeinschaft. Erste Priorität war für mich: Mein Leben Gott zur Verfügung zu stellen. Das bedeutet auch, verfügbar sein, da wo ich gebraucht werde. Der Glaube an Gottes Liebe und Treue und das Vertrauen auf Jesus Christus hat mich in allen Situationen gestärkt und auch in schwierigen Zeiten getragen. Inspiriert hat mich auch das Vorbild und die Begleitung vieler Mitschwestern.
Als Schriftwort begleitet sie: Es genügt dir meine Gnade, denn die Kraft kommt in der Schwachheit zur Vollendung. 2 Kor 12,9 
Im Jahr der Barmherzigkeit schaue ich auf das Beispiel Jesu im Evangelium, seine Liebe zu den Armen und Sündern, die ER ins Heil führte. Wichtig ist mir, meine eigene Bedürftigkeit annehmen, Andern mit Liebe begegnen, nicht urteilen, sondern segnen und die Nöte der Welt ins Gebet nehmen.

 

 

 

Sr. M. Notburga
Sr.Maria Gratia
Sr. Maria Goretti
Sr. M. Reinhildis
Sr. M. Angela
Sr. M. Judith

Juni 2016: 50 Jahre Ordensprofess

 

Sr. M. Notburga Mager geboren 1940 aus Villingendorf
Sie war 10 Jahre in der Bürstenmacherei tätig.
20 Jahre arbeitet sie anschließend in der Schwesternküche.
Heute lebt sie im Konvent Elisabeth und hilft im Konvent St. Franziskus mit.
Ihr großes Hobby ist die Pflege von Blumen und Garten.

Sr. Maria Gratia Horn geboren 1942, aufgewachsen in Memmingen.
Ihre Hauptaufgabe in diesen 50 Ordensjahren war die Arbeit an der Gehörlosenschule im Fach Bildende Kunst. Ihre weiteren Stationen waren:  Ansprechpartnerin im Koordinationsbüro des Klosters, Konventoberin im Konvent Betanien und später im Konvent St. Josef. Heute ist sie für den Gästebereich des Klosters zuständig, in der Wallfahrt aktiv und EMAS Beauftragte für das Kloster.
Sie sagt: Jetzt oder nie, dieser starke innere Impuls bewegte mich so heftig, dass ich meine Arbeitsstelle und mein geliebtes Elternhaus verließ, um in die Gemeinschaft der Franziskanerinnen von Heiligenbronn einzutreten. Mein neuer Ordensname "Maria Gratia" wurde mir immer mehr zum Programm. Diese Bereitschaft Marias, ihr bedingungsloses JA zum Auftrag Gottes, ist bis heute für mich die Kraftquelle, mein 1965 gegebenes Ja in den verschiedensten Lebenssituationen zu erneuern. Letztlich war auch die Bedeutung des Namens "Gratia" eine tägliche Erinnerung, Dank zu sagen für die Gnade der Berufung, aber auch all jenen zu danken, die mich auf dem diesem Weg der Nachfolge begleitet haben. So wird ein Vers aus Psalm 16 Wirklichkeit: Du zeigst mir den Weg zum Leben. Vor Deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle.

Sr. Maria Goretti Heß geboren 1940 in Reinstetten, Kreis Biberach.
In den 50 Jahren war sie vor allem in der Verwaltung tätig, drei Jahre in der Bürstenmacherei und sechs Jahre im Refektor.

Sr. M. Reinhildis Haag geboren 1946 in Schmalegg bei Ravensburg
Sie absolvierte nach ihrer Profess eine Ausbildung zur Heimerzieherin in Düsseldorf. Anschließend arbeitete sie im Blindeninternat und von 1970-1979 im Gruppendienst in St. Antonius Waldachtal Eine Zusatzausbildung zur Heilpädagogin folgte. In dieser Zeit nahm sie Klavier- und Orgelunterreicht und gehört seither zu den Organistinnen im Kloster und in der Seelsorgeeinheit. Einige Jahre war sie in Baindt und arbeitete im Gruppendienst bei mehrfach behinderten Menschen. Von 1992- 2008 hatte sie die Gruppenleitung bei erwachsenen gehörlosen Menschen im Mutterhaus. Seit ihrer "Pensionierung" 2011 ist sie im Wallfahrtsladen beschäftigt. Zwischen 2008 und 2015 war sie Konventoberin im Konvent St. Josef. Sie lebt seit 2015 im Mitlebekonvent Elisabeth, wo Frauen sich eine Auszeit nehmen können. Sie sagt: In all meinen Aufgaben steht für mich der Mensch im Mittelpunkt. Bei den Kindern und den behinderten Menschen war es mir ein Anliegen, sie zu beheimaten. Im Wallfahrtsladen jetzt ist mir ein gutes Klima im Team ein Anliegen, sowie ein guter Umgang mit den Kunden. In allen Lebenslagen erlebt sie sich getragen von Gottes Liebe Gottes Barmherzigkeit: seine Liebe und Güte hört nie auf, er kommt mir immer entgegen und hält mich in Seiner Hand. Im Jahr der Barmherzigkeit werden wir daran erinnert, barmherzig zu den Menschen zu sein.

Sr. M. Angela Kordeuter aus Berg bei Ravensburg trat 1964 ins Kloster Heiligenbronn ein. Sr. Angela absolvierte 1967 eine Ausbildung zur Wirtschafterin in Paderborn. Viele Jahre war sie eingesetzt in der Schwesternküche und in der Kinderküche. 1990-91 schloss sie eine Ausbildung zur Altenpflegehelferin ab und tat bis 2002 ihren Dienst auf der Pflegestation des Klosters. Von 2002 bis zu ihrer Pensionierung 2014 lebte sie im Konvent St. Antonius Rottweil und arbeitete im Gruppendienst bei gehörlosen Senioren. Heute im Ruhestand sind ihr die Begegnung und das Gespräch mit den Flüchtlingsfamilien wichtig. Bekannt ist Sr. Angela inzwischen in Rottweil und darüber hinaus mit ihren Ziegen, die sie betreut. Im Gehörlosenzentrum St. Antonius Rottweil ist sie ansprechbar für Aushilfen und begleitet sonntags die Bewohner und Bewohnerinnen in den Gottesdienst. Es ist ihr ein Anliegen, dass Menschen - so wie sie sind - sich angenommen erleben. Sie will offen sein für die konkreten Nöte der Menschen In diesen 50 Jahren ist ihr der Psalm 100 Lebensprogramm. Als Tochter des himmlischen Vaters ihn preisen, ihn erkennen. Die Lebensfreude ist in der Begegnung mit ihr spürbar Eine große Not ist für sie die Flüchtlingssituation. Zäune zu bauen, wo wir hier im Überfluss leben ist keine Lösung ihrer Ansicht nach. Vielmehr gilt es als Christ niemanden auszuschließen

Sr. M. Judith Kaupp  geboren 1945 in Bittelbronn war nach ihrer Profess 1966 viele Jahre in der Verwaltung tätig. Sie war in der Leitungsverantwortung als Generalrätin, Generalvikarin, Ökonomin und von 2002 bis 2013 als Generaloberin der Gemeinschaft. Zuvor war sie sieben Jahre für die Ausbildung der Novizinnen verantwortlich. Seit 2013 ist sie als Konventoberin für die Pflegestation St. Franziskus zuständig. Sie schreibt: Beim Klostereintritt war mir wichtig, mich dort einzusetzen, wo ich gebraucht werde (ich dachte, vielleicht komme ich in den Stall). Ich wollte mein Leben ausschließlich für Gott und die Menschen verbringen. Zwei Worte aus der Schrift begleiten sie: Ich traue dich mir an auf ewig; ich traue dich mir an um den Brautpreis von Gerechtigkeit und Recht, von Liebe und Erbarmen. Ich traue dich mir an, um den Brautpreis meiner Treue: Dann wirst du den Herrn erkennen. Hos 2,21-22 
Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt, und dass eure Frucht bleibt. (Joh 15)
Im "Jahr der Barmherzigkeit" freut mich unsere "Pforte der Barmherzigkeit" an der Wallfahrtskirche. Mein Wunsch ist, dass viele Menschen die Gnade der Barmherzigkeit erfahren mögen in ganz konkreter Weise. Das Wort "Barmherzigkeit" rührt mich zutiefst an, weil das "Herz" in seiner Mitte steht. In meinem Leben wurde mir oft Barmherzigkeit zuteil von Gott und den Menschen, und es ist mein Wunsch, ebenfalls barmherzig zu sein. Nach Jahrzehnten in den Aufgaben der Verwaltung und Leitungs-verantwortung freut es mich, im Konvent der alten und pflegebedürftigen Schwestern mitleben zu dürfen, dort im stellvertretenden Gebet für die Menschen eine besondere Aufgabe wahrzunehmen.

 

 

Juni 2016: 40 Jahre Ordensprofess

Sr. M. Daniela Stöhr, geboren 1948 in Munderkingen.
Sie arbeitete einige Zeit in verschiedenen Gruppen bei blinden und gehörlosen Menschen.
Nach einer Ausbildung zur Wirtschafterin für den Küchenbereich war sie in der Küche tätig - im Mutterhaus, im Kurhaus St. Elisabeth Freudenstadt, in St. Antonius Waldachtal und in St. Antonius Rottweil. Ihr war immer wichtig: Gott loben und danken für seine Gaben in den vielen Lebensjahren. Verfügbar sein, helfen, wo meine Hilfe gebraucht wird. Meine Arbeit zur Ehre Gottes tun in Dankbarkeit für meine Fähigkeiten. Ein tragendes Wort ist für sie: Macht euch keine Sorgen, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke Barmherzigkeit heißt für sie: Güte, Nachsicht, Liebe, Frieden, Gnade von Gott, Vergebung und Versöhnung mit Gott, den Menschen und mit mir selber. Ich will an Gottes Barmherzigkeit glauben, sie annehmen und an Andere weiter geben.

Sr. M. Christiane Keil, geboren 1948 in Sigmaringen. Vor ihrem Eintritt machte sie eine Ausbildung als Drogistin. Nach ihrer Profess folgten Ausbildungen zur Kinderpflegerin und später zur Jugend- und Heimerzieherin. Bis 1991 war sie in verschiedenen Gruppen bei gehörlosen Kindern und Jugendlichen eingesetzt. Nach einem kurzen Abstecher in der Pflege ihrer alten Mitschwesten ist sie seit 1992 in der Verwaltung tätig. Sie sagt: Mit meiner Arbeit oder den mir übertragenen Aufgaben habe ich mich immer identifiziert. Mitunter habe ich mich "hineingekniet" und mir die Fähigkeiten angeeignet die ich gebraucht habe. Es ist mir ein Anliegen dem Evangelium ein " Gesicht" zu geben. Den Kindern versuchte ich  zu vermitteln, dass Jesus sie liebt, so wie sie sind und dass sie mit allem was sie bewegt zu ihm kommen dürfen. Dies war im Alltag auch für mich selbst oft eine Herausforderung wenn ich mit meinen eigenen Grenzen konfrontiert wurde.Lange hat mich das Wort begleitet aus dem Psalm 16 "Behüte mich Gott denn ich vertraue Dir, mein ganzes Glück bist Du allein." Ich habe vielfach in meinem Leben die Erfahrung gemacht, dass Gott mich nicht allein lässt, dass ER mein Leben behütet, meinen Weg mitgeht. Dabei fällt mir der Brand der Gehörlosenschule im Jahr 1980 ein, eine nicht einfache OP, oder auch die Begleitung meiner alten Eltern. Ein anderes Wort das mich auch geprägt hatte war: "Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf." Ich hatte ein schwieriges Kind in der Gruppe, das mich immer wieder an meine Grenzen brachte. Aber ich hatte es aufgenommen nach diesem Wort aus dem Evangelium. Und so holte mich dieses Wort auch persönlich immer wieder ein. Und wir "Beide" fingen halt immer wieder neu an.Das Wort "Barmherzigkeit" heißt für mich auch mit den Fehlern meiner Mitmenschen barmherzig umgehen, nicht zu urteilen oder zu verurteilen. Es heißt aber auch, mit mir selbst barmherzig umgehen. Das fällt mir sehr viel schwerer. Im Jahr der Barmherzigkeit heißt dies für mich besonders darauf zu achten.Ich hoffe, dass das Jahr der Barmherzigkeit nicht nach einem Jahr aufhört!!!

 


Mai 2016: 25-jähriges Priesterjubiläum von Thomas Fürst

Am 20. Mai feierte die Schwesterngemeinschaft mit Thomas Fürst dessen 25-jähriges Priesterjubiläum. Geweiht wurde Thomas Fürst am 11. Mai 1991 im Konstanzer Münster.

Seit 2003 begleitet er im Haus Lebensquell regelmäßig ignatianische Exerzitien. 2011 wurde er als ein Vertreter des Klosters in den Stiftungsrat der stiftung st. franziskus heiligenbronn berufen.

So war es der Klostergemeinschaft ein Anliegen, dieses Jubiläum mit Thomas Fürst zu feiern - zusammen mit den Vorständen der stiftung st. franziskus heiligenbron Herr Wollek und Herr Bernhard, sowie Freunden des Jubilars.

In einem festlichen Gottesdienst hatte der Dank für das Wirken Gottes in diesen 25 Jahren Raum und Platz.
Vor dem anschließenden Mittagessen dankte die Generaloberin Sr. M. Agnes Löber für die treue Verbundenheit mit Heiligenbronn.

Beim gemeinsamen Kaffee klang der Festtag aus.

Pfr. Thomas Fürst ist zurzeit als pastoraler Mitarbeiter in Engen tätig.


April 2016: 40-jähriges Priesterjubiläum von Pfr. Peter Schmid

 

Am 03. April 1976 wurde Peter Schmid von Bischof Dr. Georg Moser zum Priester geweiht.
Am 19. April 1976 feierte er die Primiz in seiner Heimatgemeinde Ingoldingen.
Dieses 40-jährige Priesterjubiläum feierte Peter Schmidnun mit der Schwesterngemeinschaft am 19. April. Im festlichen Gottesdienst kam der Dank an Gott für Seine Führung auf allen Wegen und Umwegen zum Ausdruck. Peter Schmid betonte, dass die Erfahrungen in Heiligenbronn mit den Bewohnern und den Schwestern seinen weiteren Lebensweg entscheidend prägten.

Peter Schmid war zwei mal in Heiligenbronn tätig - zunächst als Lehrer bei den gehörlosen Schülern (ab 1964) und später von 1984 bis 1995 als Superior für die Schwesterngemeinschaft. In diese Zeit fiel die Errichtung der stiftung st. franziskus heiligenbronn. Von 1991 bis 1993 begleitete er den Prozess der Übergabe der Einrichtung an die Stiftung mit.

So feierten beim Gottesdienst und anschließend beim Mittagessen neben alten Weggefährten die beiden Vorstände der stiftung st. franziskus mit.


April 2016: St. Damian nach der Renovierung

St. Damian nach der Renovation
neuer "Chorraum"
beim der ersten Eucharistiefeier
der Architekt H.Wühr erklärt das neue Konzept
Pfr. Schitterer und Sr. Hildegardis
nach dem Gottesdienst
Sr. Franziska und Herr Wühr
auf dem Weg zum "Stehempfang"
beim gemütlichen Beisammensein

Am Mittwoch, den 06. April war es soweit: Nach 13 Wochen Renovierungsarbeiten wurde die Kapelle St. Damian wieder mit einem festlichen Gottesdienst eingeweiht.

Zu Beginn erklärte der Stiftungsarchitekt Michael Wühr den Schwestern das neue Konzept des Raumes, dessen sakraler Charakter jetzt mehr als zuvor sichtbar und spürbar wird.

Nach dem Gottesdienst waren alle nebenan zum Feiern und gemütlichen Beisammensein eingeladen.

Die Kapelle St. Damian liegt im Klausurbereich des Klosters (kein öffentlicher Zugang) und wird vor allem von den Schwestern der Pflegestation genutzt.

Jeden Tag wird hier während der Anbetung des eucharistischen Herrn in den Anliegen gebetet, die in der Gnadenkapelle der Wallfahrtskirche abgegeben werden.


Herr Kretschmer und Herr Gruber (v.l.) beim Pflanzen
Generaloberin Sr. M. Agnes in Aktion
Fr. Pflumm und Fr. Reith (v.l.) hatten sich an der Aktion beteiligt und bekamen als "Baumpaten" ein kleines Dankeschön überreicht.
im Klostergarten steht nun der Gingkobaum

April 2016: Baumpflanzaktion

 

Das Kloster Dillingen feiert 2016 ihr 775-jähriges Bestehen. Zu diesem Bestehen suchten sie weltweit "Baumpaten", um 775 Bäume zu pflanzen.

Auf der Einladung stand:
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt.
[Aleksej Andreevic Arakceev (1769 – 1834), russischer General und Staatsmann]

Mit dem Kloster Dillingen sind wir seit unserer Gründungszeit verbunden. Kam doch 1857 Sr. Seraphina Model aus Dillingen, um hier in Heiligenbronn die ersten Schwestern ins klösterliche Leben einzuführen. Sie durfte allerdings nicht im württembergischen Heiligenbronn bleiben, sondern musste nach der Profess der Schwestern zurück nach Dillingen. Ihre "Starthilfe" ist uns jedoch immer präsent.


So haben wir gerne auf diese Anfrage unsere Antwort gegeben.


Im Klostergarten wurde am Montag, 04. April von den Stiftungsgärtnern Herr Gruber und Herr Kretschmer ein Gingkobaum gepflanzt. Bei der Pflanzaktion legte Generaloberin Sr. M. Agnes Löber tatkräftig Hand an. Neben der Klostergemeinschaft beteiligten sich Fr. Pflumm und Fr. Reith als "Baumpaten".


Sr. Magdalena führte während der kleinen Feier aus, dass ein Jubiläum in die Vergangenheit schauen lässt. Einen Baum pflanzen heißt aber, in die Zukunft zu schauen, ja sagen zu Wachstum und Veränderung, mitgestalten an der Schöpfung.
Der Gingkobaum - ein "Lebensbaum" ist über 200 Mio Jahre alt und gilt als sehr widerstandsfähig. Der Gingkobaum, der nun im Klostergarten steht ist ca. 8-10 Jahre alt.

„Herr, sei gelobt durch Mutter Erde…“ – in dieses Loblied des Hl. Franziskus stimmen wir heute auf besondere Weise ein und wünschen dem Kloster Dillingen mit dem franziskanischen Gruß pace e bene – Friede und Heil – einen gesegneten Weg in die Zukunft.

Weitere Informationen zur Baumpflanzaktion des Klosters Dillingen


Januar 2016: Abschluss "Jahr der Orden"

Mit "Have a break" - die etwas andere Mittagspause beschloß die Schwesterngemeinschaft das "Jahr der Orden".

Seit Juni 2015 fand regelmäßig am Mittwoch um 12 Uhr ein Mittagsgebet in der Wallfahrtskirche statt. 15 Minuten Zeit zur Ruhe zu kommen, bei sich anzukommen, aufzutanken und in die Gegenwart Gottes eintauchen - dies das Angebot für Schwestern, MitarbeiterInnen der Stiftung und Gäste.

Anschließend an das Mittagsgebet gab es im Refektorium der Schwestern die Möglichkeit zum gemeinsamen Mittagessen. Rund 70 Gäste nahmen die Einladung zu Gebet und Mittagessen an.

Sr. Agnes blickte zu Beginn auf die Aktionen im "Jahr der Orden" zurück und dankte allen, die sich aus der Schwesterngemeinschaft engagiert hatten.


Viele Festgäste versammelten sich in der Hauskapelle zum Jubiläumsgottesdienst, links hinten die Schwesternschola. Foto: Edgar Kränzler
Hausgeistlicher Pfarrer i.R. Richard Schitterer mit Generaloberin Agnes Löber. Foto: Edgar Kränzler

Oktober 2015: 50 Jahre Hauskapelle

Einen Tag der Freude und des Dankes feierte die Schwesterngemeinschaft des Klosters Heiligenbronn am Mittwoch: 50 Jahre Hauskapelle des Klosters. Zum Festgottesdienst anlässlich des 50. Weihejubiläums strömten Schwestern, Bewohner und Mitarbeiter der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn, ehemalige Mitarbeiter des Klosters sowie Einwohner des Stadtteils Heiligenbronn in die Hauskapelle und gaben einen würdigen Rahmen zu der Feier ab.

Pfarrer i.R. Richard Schitterer, Hausgeistlicher des Klosters, führte bei seiner Begrüßung aus, dass 50 Jahre Hauskapelle ein kleiner Klacks in der großen Geschichte sei. Vor 50 Jahren sei das Haus gebaut worden. Es werde bewohnt, viele Emotionen seien hineingetragen worden. Aber auch viele Menschen hätten Dank und Trost bekommen. Deshalb soll dieser Weihetag ein Fest sein.

In seiner Predigt führte Pfarrer Schitterer aus, dass Gott mit dem Klostergründer David Fuchs und den Schwestern einen Bund geschlossen habe. Fuchs habe ein unerschütterliches Gottvertrauen gehabt, das Berge versetzten konnte. Jetzt sei die Zeit der Aussaat da und nicht zur Ernte. Dankbar sollte man auf die zurückschauen, die einst Weggefährten waren.

Das II. Vatikanische Konzil (1962 - 1965) habe während der anderthalbjährigen Bauzeit die liturgischen Vorgaben geändert. Das Gebäude mit der Hauskapelle sei wohl die erste Kirche in der Diözese gewesen, die nach dem Geist des II. Vatikanischen Konzils konzipiert und erstellt wurde. Im Haus werden Eucharistie und Agape (Tischgemeinschaft) gefeiert und gelebt. Im Obergeschoss befindet sich die Hauskapelle, der zentrale Ort der Liturgie und des Gebetes zum Lobe Gottes. Genau eine Treppe tiefer ist das Refektorium der Schwesterngemeinschaft. Es ist nicht nur der Speisesaal der Schwesterngemeinschaft, sondern auch ein besonderer Ort der Begegnung untereinander.

Hier in Heiligenbronn sei etwas anders, betonte Pfarrer Schitterer. Hier würden Erde und Himmel ineinander fließen. Hier lebe der hl. Franziskus. Er sei da und überall. Die Quelle des franziskanischen Geistes sei auf dem ganzen Gelände zu spüren.

Den Festgottesdienst umrahmte die Schwesternschola unter der Leitung von Schwester Magdalena Dilger.

Nach dem Jubiläumsgottesdienst fand ein Sektempfang im Refektorium statt, bei dem es genügend Möglichkeiten gab, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Edgar Kränzler


Oktober 2015: 50 Jahre Hauskapelle

Der Hochaltar der alten Hauskapelle der Schwesterngemeinschaft.
Foto: Photo-Kasenbacher
Superior Richard Selig (links) und der Rottenburger Generalvikar Dr. Karl Knaupp bei der Weihe der neuen Hauskapelle der Schwestern vor 50 Jahren.
Foto: Klosterarchiv
Der 1965 fertig gestellte Anbau an die Klostergebäude, in diesem Jahr nach dem Hagelschaden in Heiligenbronn neu verputzt, beherbergt das Refektorium und die Hauskapelle der Schwestern.
Foto: Graf
Die Tabernakel-Stele von Otto Habel in der Hauskapelle

Hauskapelle des Klosters 1965 geweiht
Franziskanerinnen erhielten vor 50 Jahren ein architektonisch modernes Zentrum

Heiligenbronn. 50 Jahre alt wird im Oktober die Hauskapelle der Franziskanerinnen von Heiligenbronn. Am 14. Oktober 1965 wurde sie durch Generalvikar Dr. Karl Knaupp geweiht - der Bischof Carl Josef Leiprecht weilte in Rom zum Konzil und sandte eine Grußbotschaft.

Geplant wurde diese neue Hauskapelle schon 1962. Sowohl die Kapelle wie das Refektorium des Mutterhauses waren zu eng geworden. 1965 betrug die Zahl der Schwestern nach einem Wiederanstieg nach dem Zweiten Weltkrieg 286 und 7 Novizinnen. 160 Schwestern lebten im Mutterhaus, die anderen in den Filialen. Die Hauskapelle war und ist die geistliche Mitte für die Schwestern, wo sich ihre Gemeinschaft täglich zur Eucharistiefeier und dreimal zum Stundengebet versammelt. Besonders bei festlichen Anlässen oder Exerzitien, wenn viele Schwestern aus den Filialen ins Mutterhaus kamen, war die alte Kapelle (heute durch Umbau des Hauptgebäudes nicht mehr zu erkennen) zu klein geworden.

Der Neubau als Anbau an die bestehenden Klostergebäude sollte ein gewisses Zentrum bilden für die Baulichkeiten des Mutterhauses, aber auch für das Blindenwohnheim St. Antonius und die Gehörlosenschule St. Klara (die jetzt nach dem Abriss als Berufsschule neu gebaut wird).

Die Anordnung der Kapelle über dem Speisesaal (Refektorium) sollte einen zentralen Ort der schwesterlichen Gemeinschaft "im natürlichen wie übernatürlichen Mahl" bilden. Zentralpunkt der Hauskapelle sollte wiederum der Altar werden - "so wie Christi Opfer und Christi Geist Zentralpunkt des Schwesternlebens und der klösterlichen Frömmigkeit sind".

Ein Künstlerwettbewerb sollte für moderne Akzente sorgen. Zum Altar, zu dem das Kloster zunächst klare Vorstellungen äußerte, änderte das II. Vatikanische Konzil während der anderthalbjährigen Bauzeit die liturgischen Vorgaben. So unterblieb nun die geplante Gestaltung der Altar-Rückwand, da der Priester künftig zum Volk hin zelebrierte. Auch die Kommunionbank entfiel von vornherein.

Die Planung von Kapelle und Refektorium übernahm Gerold Reutter aus Wernau. Beide Räume in Erdgeschoss und 1. Obergeschoss erhielten einen sechseckigen Grundriss. Der Übergang von den älteren Klostergebäuden zum Anbau sollte mehr als ein Durchgangsweg sein, vielmehr durch seine Weite und die Holzdecke nach oben und damit zur Kapelle ziehen.

Diese Vorhalle erhielt durch den Kreuzweg des Rottweiler Künstlers Siegfried Haas auch bereits eine religiöse Dimension. Haas gestaltete auch den bronzenen Türknauf der Hauskapelle mit Jona als Symbol der Auferstehung. Weihwasserbecken, Altar und Ambo gestaltete der Bildhauer Alfred Appenzeller aus Altheim. Die Tabernakel-Stele stammt von Professor Otto Habel aus Stuttgart-Leinfelden. Ihre quadratische Form weist auf das himmlische Jerusalem und steht für das Ebenmaß. Edelsteine auf den Seiten des Tabernakels lassen etwas vom Leuchten und Schimmern des himmlischen Jerusalem deutlich werden, wie es in der Offenbarung der Bibel. Der große Rosenquarz findet sich auch im Altarkreuz als Symbol für die Wunden Jesu. Auch Kreuz und die Leuchter der Heiligenbronner Hauskapelle sind von Otto Habel gestaltet.

Die Glasfenster der Hauskapelle wurden von der Kunstglasfirma Derix aus Rottweil nach Entwürfen von Siegfried Haas realisiert und tauchen die Hauskapelle bei entsprechendem Sonnenlicht in ein Farbenspiel.

Die Hauskapelle ist aber nicht nur nur Gebets- und Gottesdienstraum für die Schwesterngemeinschaft, sondern auch für Schüler, Bewohner und Mitarbeiter der Stiftung wie für die Kirchengemeinde, die hierhin während der Renovierung der Wallfahrtskirche St. Gallus ausweichen konnte. Schülergottesdienste des Förderzentrums Hören und Sprechen, Kindergottesdienste wie beim jährlichen Martinsumzug, der wöchentliche Blindengottesdienst oder Gehörlosengottesdienste werden ebenfalls in diesem Gottesraum gefeiert. Die Schwestern stellen ihn auch für die monatlichen stillen Stunden für Stiftungs-Mitarbeiter zur Verfügung und er ist auch der Ort für die Taizé-Abende, die junge Mitarbeiter begonnen haben.

Zum 50-jährigen Weihejubiläum lädt das Kloster zum Festgottesdienst um 10 Uhr am 14. Oktober ein. Das Mittagsgebet "Have a break" findet an dem Tag ausnahmsweise in der Hauskapelle statt. Am Abend um 18 Uhr gestalten Familienkreis und Weggemeinschaft eine geistliche Abendmusik. Anschließend ist die Möglichkeit zu Gespräch und Mahl im Refektor der Schwestern gegeben.

Die Hauskapelle soll auch weiterhin ein Ort der Andacht, des kontinuierlichen Gebetes und Gesangs als Zwiesprache mit Gott sein.

Ewald Graf

 

 


Oktober 2015: Transitus

Herr, sei gelobt...
...und für die Gaben Deiner Schöpfung
... die den Menschen nähren und stärken
versammelt
im Gespräch
und in der Freude

"Herr, sei gelobt für Deine Geschöpfe..."

Der Sonnengesang des hl. Franziskus stand über der Feier des Transitus am 3. Oktober.
In dieser Feier gedenken die franziskanischen Gemeinschaften ihres Ordensgründers - Franz von Assisi.
Mit der Geschichte über die Entstehung des Sonnengesanges begann diese Feier. Texte aus der Enzyklia "Laudato si" von Papst Franziskus aktualisierten die Botschaft des Sonnengesanges in unsere Zeit. So blieb Zeit zum Danken, zum Nachspüren des eigenen Auftrages angesichts der Nöte der Zeit und zum Singen und Beten.

Nach der festlichen Feier in der Kirche lud Sr. M. Agnes alle Besucher und Besucherinnen ein ins Refektor der Schwestern. Dort ging die Feier beim gemeinsamen Mahl weiter.


September 2015: Ausflug des Wallfahrtsteams Heiligenbronn

an der Höhle angekommen
die ersten kommen zurück...
Begrüßung zum Mittagessen
Aufbruch nach Zwiefalten
Beginn der Führung
im Chorraum
Wallfahrtsteam
auf dem Rückweg

Zu ihrem jährlichen Ausflug trafen sich die Mitglieder des Heiligenbronner Wallfahrtsteams am vergangenen Sonntag. Gemeinsam mit den Schwestern feierten sie zum Auftakt den Erntedankgottesdienst in der Hauskapelle des Klosters mit.

Danach brach die Gruppe in Richtung Ostalb auf, direkt nach Hayingen bei Zwiefalten. Der anfängliche Frühnebel wich bald, und die Sonne tauchte die herbstliche Landschaft in warmes Licht. Erstes Ziel war die Wimsener Höhle. In zwei Booten fuhren die Fährleute die Gruppe in die 1,5 Millionen Jahre alte Höhle. Sie ist Deutschlands einzige mit dem Boot befahrbare Schauhöhle. Siebzig Meter weit steuerten sie die Gäste in die Höhle hinein. Durch das kristallklare Wasser konnte man bis auf den Grund sehen. Bei der Rückkehr ans Tageslicht suchte jeder die wärmenden Sonnenstrahlen, beträgt die Höhlentemperatur doch ganzjährig nur gleichmäßige acht Grad.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Gasthof nebenan wanderte man auf dem herrlichen Weg entlang der Aach nach Zwiefalten, dem eigentlichen Ziel der Ausfahrt.
Dass das Juwel des schwäbischen Barock an diesem Sonntagmit viel Prominenz das zweihundertfünfzigste Weihejubiläum feierte war Zufall. So konnte die Wallfahrtsgruppe bei der Ankunft gerade die Abreise des gut gelaunten Ministerpräsidenten Kretschmann mitverfolgen.

Sie selbst wurde vom Münsterpfarrer Paul Zeller erwartet und begrüßt.
Die Führung durch das Münster übernahm ein exzellenter Kenner der Kirche, Herr Schäfer.
Seit über vier Jahrzehnte erläutert er kurzweilig und mit viel Sachverstand den Besuchern das im Barocken Stil einzigartig ausgeschmückte Gotteshaus. Auch die tausendjährige wechselvolle Geschichtet des Klosters Zwiefalten floss in seine Erklärungen ein.
Als Höhepunkt der Führung schloss er auch die Türen zum Chorraum der Kirche auf. Dort beeindruckt das kunstvoll aus Nussbaum geschnitzte Chorgestühl des Riedlingers Johann Josef Christian, der zusammen mit dem Villinger Meister Martin Herrmann dieses Kunstwerk geschafften hatte. Bei dem Kanon „Lobe den Herrn, meine Seele…“, den die Gruppe anstimmte, konnte man die wunderschöne Akustik des Kirchenraums erahnen.

Nach dem Besuch des Münsters wurden die Eindrücke bei Eis oder Kuchen und Kaffee verarbeitet. Zu Fuß ging es zurück nach Wimsen. Auf der Heimfahrt zeigte sich die Sonne noch einmal und begleitet von ihrem stimmungsvollen Untergang über dem Schwarzwald erreichten die Ausflügler Heiligenbronn in der Gewissheit, dass einen wunderschönen Tag miteinander erlebt zu haben.

Josef Fleig

Verstärkung für das Wallfahrtsteam im Juli 2015

Die Beauftragten mit Sr. Agnes
Beim gemütlichen Beisammensein
Wallfahrtsteam

Das Wallfahrtsteam im Kloster Heiligenbronn bekommt Verstärkung!
Am Freitag, den 03. Juli beauftragte Generaloberin Sr. M. Agnes Löber sieben Personen zu Führungen am Wallfahrtsort Heiligenbronn. Den Startschuss zu dieser Fortbildung gab sie am 14. November 2013. Seither traf sich die Gruppe insgesamt 14 Mal bis eben jetzt zur Beauftragung.

In Teil A erlebten die sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterschiedliche Führungen in der Wallfahrtskirche und im Haus Lebensquell in der Ausstellung zum "Leben Jesu" des peruanischen Künstlers Raul Castro. Das Reflektieren des eigenen Erlebens während einer solchen Führung konnte schon Impulse setzen für das eigene Führen später.

In Teil B konnte jede und jeder eine eigene Führung entwickeln und den andern vorstellen. Das gemeinsame Hinschauen und Rückmelden schärfte das Bewusstsein, was bei Führungen grundsätzlich wichtig ist und vermittelte Sicherheit für den eigenen Führungsstil.

Am 03. Juli war es nun soweit. Zu diesem feierlichen Akt war das ganze Wallfahrtsteam eingeladen. Josef Fleig - der mit Sr. Dorothea Thomalla diese Fortbildung begleitete - ließ die einzelnen Treffen nochmals lebendig werden.

Sr. M. Agnes erinnerte bei der Beauftragung daran, dass das Wallfahrtsteam den Grundauftrag der Schwestern mitträgt und mitgestaltet. Der Gründer der Schwesterngemeinschaft Vikar David Fuchs wurde ja nach Heiligenbronn geschickt, um die Wallfahrt zu beleben.
Dieser Grundauftrag ist in der Lebensordnung der Schwestern fest gehalten.

Sie freute sich, dass MitarbeiterInnen der Stiftung, eine Mitschwester, ein Mitglied der Weggemeinschaft, sowie der Hausgeistliche Pfr. i.R. Richard Schitterer sich für diesen Dienst bereiten ließen.
Unter dem Beifall der Anwesenden übergab sie den Einzelnen die Urkunde mit der Beauftragung, sowie eine Rose und ein Geschenk des Klosters.

Ihr Wunsch an alle, die sich in der Begleitung der Gäste und Besucher engagieren:
Ich wünsche Ihnen viel Freude in Ihrem Dienst in der Heiligenbronner Wallfahrt und dass Sie erleben dürfen, dass sich dieses Engagement lohnt auch für Sie selbst. Für mich ist es die Möglichkeit meine eigene Freude am diesem Gnadenort mit den Besuchern zu teilen.

Gemütlich klang der Abend aus beim gemeinsamen Abendessen.

Beauftragt wurden:
Ute Graf, Bianca Hock, Birgitt Maurer, Martina Pfundstein, Norbert Rapp, Sr. Christiane, Pfr. i.R. Richard Schitterer.

Das Wallfahrtsteam besteht inzwischen aus 21 Personen, darunter 11 Schwestern. 
Das Wallfahrtsteam bietet Führungen an in der Wallfahrtskirche, auf dem Gelände, in der Tonfigurenausstellung "Leben Jesu". Diese Führungen können erfragt werden für Kinder, Jugendliche, Erwachsene. Es werden nach Wunsch auch thematische Führungen angeboten.

Bianca Hock
Martina Pfundstein, Sr. Agnes, Josef Fleig
Pfr. Schitterer
Ute Graf
Sr. Christiane
Norbert Rapp
Birgitt Maurer
Sr. Dorothea und Sr. Agnes

Schwesternjubiläum 2015

In der Kapelle
Mitfeiernde
Jubilarinnen
Schwesternschola
Schwestern und Gäste
v.links: Sr. Karolina, Sr. Edelberta, Pfr. Schitterer, Sr. Euphemia, Sr. Bernarda, Sr. Agnes; im Rollstuhl: Sr. Ignatia; Sr. Sabina fehlt auf dem Bild

Am Freitag, den 17. April feierten sechs Schwestern ihr Professjubiläum. Drei Schwestern schauen auf 65 Jahre zurück: Sr. M. Ignatia Dorm, Sr. M. Euphemia Dennochweiler und Sr. M. Bernarda Neulinger. 
Drei Schwestern blicken auf 60 Jahre zurück: Sr. M. Edelberta Schrieder, Sr. M. Karolina Maier und Sr. M. Sabina Hauser.

Der Festtag begann mit einer Eucharistiefeier. Innerhalb dieser Feier erneuerten die sechs Schwestern ihre Ordensprofess, die sie vor 65 und 60 Jahren abgelegt hatten.

In der Predigt ging Pfr. Schitterer darauf ein, was Gott durch die Schwestern in unsere Welt hinein gesät und hinein gestiftet hat.
Die Zeit des aktiven Tuns sei nun vorbei, so Pfr. Schitterer. Dem Gebet Raum geben, der Weisheit Raum geben und in Gelassenheit leben sei die Einladung dieser Phase des Lebens. Im Zurückschauen erkennen, wie sehr der Herr in ihrem Leben präsent war und ist, was Er gewirkt hat und Ihn so dankbar im Hier und Jetzt bezeugen.

Zum Zeichen für Ihr Jubiläum bekam jede Schwester ein Kränzchen als Zeichen für die Treue des Herrn. 
Die Feier wurde festlich umrahmt von einer kleinen Schwesternschola.

Nach dem Gottesdienst hatten die Mitfeiernden Gelegenheit den Jubilarinnen persönlich zu gratulieren.

Die Feierstunde stand unter der Überschrift "Tür sein". Dabei wurde den Fragen nachgegangen, wo wir als Gemeinschaft, wo die Jubilarinnen "Tür" waren und wo wir es jetzt sind bzw. sein wollen. Dies geschah in drei Schritten: Dankbar auf die Vergangenheit schauen - die Gegenwart mit Leidenschaft leben - die Zukunft voll Hoffnung ergreifen. Mit Bildern und Texten wurden diese Etappen im Leben der Jubilarinnen betrachtet.

Generaloberin Sr. Agnes dankte anschließend den sechs Schwestern für Ihr Zeugnis in ihrem Dienst. Immer wieder haben sie die Tür geöffnet für die Anfragen aus der Gemeinschaft, für die Anfragen der Menschen, letztlich für die Anfrage des Herrn.
Sie wünschte ihnen die Leidenschaft in der Gegenwart, dem Herrn die Türen zu öffnen.

Mit einem festlich gestalteten Abendlob wurde der Dank und die Freude dieses Tages vor den Herrn gebracht. Zum Marienloab als Abschluss der Feier versammelten sich die Schwestern in der Gnadenkapelle - am Ursprung der Gemeinschaft.

Mit einem gemeinsamen Abendessen klang dieser stimmungsvolle Tag aus.


Schwesternjubiläum 2015: Gratulation nach dem Gottesdienst

Sr. Karolina
Sr. Euphemia
Sr. Bernarda
Sr. Edelberta
Sr. Ignatia (Mitte)
Sr. Sabina

Schwesternjubiläum 2015:Impressionen vom Nachmittag und Abend

Feierstunde am Nachmittag
Sr. Sabina (Mitte)
Sr. Bernarda
Sr. Karolina
Beim Mittagessen
Feierstunde
In der Gnadenkapelle
Beim Abendessen

Schwesternjubiläum 2015: Sr. M. Ignatia Dorm 65-jähriges Professjubiläum)

Auf 65 Professjahre kann Sr. M. Ignatia Dorm zurückblicken. Sie ist gebürtig aus Ingstetten im Kreis Ehingen. Von klein auf war für sie klar, dass sie ins Kloster will. Während der Kriegszeit war dies nicht möglich. Danach entschied sie sich auf Anraten einer guten Bekannten in Heiligenbronn einzutreten. Im Kloster sorgte Sr. Ignatia stets für das leibliche Wohl. Sie war im Mutterhaus und 38 Jahre in Freudenstadt in der Küche eingesetzt. Bei der Arbeit war ihr ganz wichtig, dass man "gut miteinander schafft und in Frieden miteinander ausgekommt".

Wohl aufgrund ihrer langjährigen Arbeit in der Küche war ein wichtiges Wort für sie, "die Hungrigen zu speisen" - was sie auch jeden Tag getan hat.

Seit sie nun im Konvent St. Franziskus (Pflegestation) lebt, sieht sie ihre Aufgabe im Gebet. So nimmt sie in die tägliche Anbetung die Anliegen der Wallfahrer, MitarbeiterInnen der Stiftung und der Gäste im Haus Lebensquell mit vor Gott.


Schwesternjubiläum 2015: Sr. M. Euphemia Dennochweiler 65-jähriges Professjubiläum)

65-jähriges Professjubiläum feiert Sr. M. Euphemia Dennochweiler, geboren in Unterböbingen (Kreis Schwäbisch Gmünd). Ein Jahr nach Ende des 2. Weltkrieges trat sie in Heiligenbronn ein mit dem Anliegen: "Gott und den Menschen dienen". Dies wurde konkret in verschiedenen Filialen wie Sulgen, Börstingen, Salzstetten und Baindt. Im Mutterhaus in Heiligenbronn arbeitete sie 13 Jahre lang bei den so genannten vollsinnigen Mädchen und ab 1982 für zwei Jahre in der Korbflechterei. Danach war sie über 25 Jahre Sakristanin in der Wallfahrtskirche St. Gallus. So wird das Wort Jesu in besonderer Weise Wirklichkeit, das sie ihr Leben lang begleitet und trägt: "Bleibt in meiner Liebe". In dieser Liebe weiterhin zu bleiben ist ihr Anliegen. Als Kraftquelle auf ihrem Weg durch die 65 Jahre nannte sie die gemeinsame Eucharistiefeier und das gemeinsame Beten.


Schwesternjubiläum 2015: Sr. M. Bernarda Neulinger 65-jähriges Professjubiläum

Sr. M. Bernarda Neulinger hatte einen weiten Weg hinter sich, bis sie nach Heiligenbronn kam. Einen Weg, den sie als Führung Gottes erlebt. Sie stammt aus Bodenkirchen, Kreis Vilsbiburg (Landshut) und trat 1947 hier im Kloster ein. Sie war in den 65 Jahren ihres Ordenslebens viel unterwegs. Als Kinderpflegerin im Kindergarten in Baindt (13 Jahre) und Sulgen, im Mädchenheim hier in Heiligenbronn und in St. Antonius, Waldachtal. Dort war sie auch 10 Jahre Konventoberin und begleitete die Auflösung des Konventes. Nach ihrer Rückkehr ins Mutterhaus betreute sie Menschen mit Behinderung, die in der Landwirtschaft tätig waren, lebte ein Jahr im Schwesternkonvent in Baindt und acht Jahre im Schwesternkonvent in Rottweil. 2001 kam sie nach Heiligenbronn zurück.

In diesen vielen Veränderungen hat sie Halt gefunden in der Zusage Jesu: Ich bin die Auferstehung und das Leben und in einem Wort aus dem Johannesbrief: Gott ist die Liebe. Eine tiefe Erfahrung war, dass sie in alle den Jahren aus der Kraft des Gehorsams von Gott die Kraft und den Segen bekam. In der Zeit ihres Ruhestandes will sie ganz besonders die Anliegen von Kloster und Stiftung mittragen. Ihr Gebet gilt vor allem den Menschen, die hier leben und arbeiten, aber auch den vielen Heimatlosen in aller Welt. Es geht nicht um das Große, sondern um den Frieden in jeder Begegnung – ist ihr jetzt für ihr Ordensleben Leitfaden.


Schwesternjubiläum 2015: Sr. M. Edelberta Schrieder 60-jähriges Professjubiläum

Sr. M. Edelberta Schrieder kam 1931 in Niederwihl bei Waldshut zur Welt. Sie wurde in ein religiöses Umfeld hineingeboren. „Ein Leben mit Gott war selbstverständlich“, sagte sie. Nach ihrem Eintritt 1952 absolvierte sie eine Handarbeitskurs und war in der Mädchenschule und in der Gehörlosenschule als Handarbeitslehrerin tätig. Nach dem theologischen Fernstudium Würzburg war sie viele Jahre lang Religionslehrerin an der Grundschule in Waldmössingen, später an der Grundschule in Seedorf.

Beeindruckt beim Eintritt hat sie das Wort: Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!

Durch ihr Ordensleben begleitet sie das Wort des Paulus aus dem 1 Korintherbrief: Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe. 1 Kor 13,13  

Diese Liebe zu Gott war die Antriebskraft in ihrem Ordensleben und so wuchs und wächst in ihr das Verlangen in allem – gerade in den Fragen und Ängsten – Gott zu vertrauen.


Schwesternjubiläum 2015: Sr. M. Karolina Maier 60-jähriges Professjubiläum

hr 60-jähriges Jubiläum feiert Sr. M. Karolina Maier. Geboren wurde sie in Tomerdingen (Kreis Ulm). In jungen Jahren trat sie ins Kloster Heiligenbronn ein und machte dort zunächst eine Ausbildung zur Grund- und Hauptschullehrerin. Darauf folgte das Studium der Sonderpädagogik in Heidelberg, bevor sie am 21. April 1954 ihre Profess ablegte.

Bis zu ihrer Pensionierung 1993 war sie mit viel Herzblut an der Gehörlosenschule tätig – als Lehrerin, als Schulleiterin, als Fachschuldirektorin. Nach ihrer Pensionierung stieg sie in die Wallfahrtsbetreuung ein, leitete den Wallfahrtsladen und begleitete viele Wallfahrer in der Ausstellung und in der Wallfahrtskirche. Viele Jahre war sie mit in der Generalleitung. Hilfe und Trost in vielen schwierigen Fragen und Zeiten fand sie bei der „Gnadenmutter von Heiligenbronn“ und bei Gott. „Herrgott, Du hast mich hierher gerufen, jetzt hilf mir auch!“ war ein bevorzugter Gebetsruf. In dieser Beziehung zu Jesus Christus sein und bleiben ist ihr Wunsch für die letzte Lebensphase. Im Gebet will sie die Welt vor Gott bringen und ihm den weiteren Weg anvertrauen.


Schwesternjubiläum 2015: Sr. M. Sabina Hauser 60-jähriges Professjubiläum

Auf 60 Professjahre blickt Sr. M. Sabina Hauser zurück. In Gosheim (Kreis Tuttlingen) zur Welt gekommen trat sie ins Kloster Heiligenbronn ein. Nach einer Ausbildung als Damenschneiderei legte sie 1957 die Meisterprüfung ab. Von 1957 bis 1991 bildete sie gehörlose Mädchen zu Damenschneiderinnen aus. Von 1975 bis 1991 übernahm sie die praktische Anleitung für die hauswirtschaftstechnischen Helferinnen. Herstellen und instandsetzen der Schwesternkleidung war danach ihre Aufgabe. Seit 2010 lebt sie auf der Pflegestation St. Franziskus.

Komm, heiliger Geist war und ist über all die Jahre ihre dringende Bitte. Vor allem in den letzten Jahren war ihr das Gebet für die Stiftung, die Gemeinschaft (um Nachwuchs), sowie für die vielen Frauen, die sie ein Stück ihres Weges begleitet hat.


Januar 2015: Neue Konventoberinnen und Konventumgestaltung

Sr. M. Agnes dankt Sr. M. Reinhildis
Sr. M. Agnes dankt ihrer Vorgängerin Sr. M. Judith für ihren Dienst der Konventoberin im Pflegekonvent St. Franziskus

Am Freitag, den 09. Januar ernannte Generaloberin Sr. M. Agnes vier neue Konventoberinnen. Zwei weitere Konventoberinnen wurden in ihrem Amt bestätigt.

Dieser Beauftragung der Konventoberinnen für die sechs Konvente ging eine Umstrukturierung der bisherigen Konvente voraus.

So verändert sich für jede Schwester im Mutterhaus die Konventszugehörigkeit.

In der Feierstunde dankte Sr. M. Agnes den bisherigen Konventoberinnen, die aus dem Amt scheiden - Sr. M. Christiane, Sr. M. Reinhildis, Sr. M. Magdalena - für ihren treuen Dienst und die Unterstützung im Leitungsamt. Wichtig war ihr der Dank an jede einzelne Schwester, die mit ihren Stärken und Grenzen die Gestalt der Gemeinschaft mitprägt - in besonderer Weise in den Konventen.

Nach einer Zeit der Besinnung und des Betens wurden dann die neuen Konventoberinnen beauftragt: Sr. Maria Gratia für den Konvent St. Josef, Sr. M. Johanna für den Formationskonvent Bonaventura, Sr. M. Daniela für den Konvent Portiunkula, Sr. M. Bernadette für den neuen Gäste- und Mitlebekonvent. Dieseer Konvent wurde neu errichtet. Er soll Raum bieten für Menschen zum zeitweisen Mitleben. Die konkreten Bedingungen für Gäste wird der Konvent gemeinsam gestalten.

Bestätigt in ihrem Amt wurde Sr. M. Judith für den Konvent St. Franziskus und Sr. M. Hildegardis für den Konvent St. Klara.

Nach der Feierstunde mit der Beauftragung versammelte sich die Gemeinschaft zur Eucharistiefeier. 
In der Ansprache führte Pfr. Schitterer aus, dass jeder Konvent sakramentalen Charakter hat, weil durch alle Schwächen und Grenzen hindurch Christus in der anderen erfahrbar wird - ER selbst gegenwärtig ist.
Zum Abschluss der Eucharistiefeier wurde jeder Konvent eigens gesegnet und gesandt.

Dieser Umstrukturierung ging ein langer Prozess voraus, beginnend mit gemeinsamen Exerzitien im Alltag. Es schloßen sich Gespräche der Leitung mit jeder einzelnen Schwester an, in der sie ihre Schwerpunkte und Wünsche darlegen konnte. Nach langen Beratungen und mit viel Gebet und dem Wirken des Heiligen Geistes entstand die neue Konventzusammenstellung.

Januar 2015: Neue Konvente

Beauftragung von Sr. M. Bernadette
Beauftragung von Sr. M. Bernadette
Sr. Agnes mit den Konventoberinnen v.l. Sr. Judith, Sr. Daniela, Sr. Johanna, Sr. Bernadette, Sr. Maria Gratia, Sr. Hildegardis
Sr. Agnes mit den scheidenden Konventoberinnen v.l. Sr. Christiane, Sr. Reinhildis, Sr. Magdalena

Oktober 2014: Transitus


Schwesternjubiläum 2014

Ein festlicher, bunter Tag
Ein festlicher, bunter Tag
Gratulation
Gratulation
Sr. Aurelia, Sr. Agnes, Sr. Rufina, Pfr. Schitterer
Sr. Aurelia, Sr. Agnes, Sr. Rufina, Pfr. Schitterer
Beim Mittagessen
Beim Mittagessen
In der Gnadenkapelle
In der Gnadenkapelle
Beim Abendessen
Beim Abendessen

Am Freitag, den 4. Juli feierte die Schwesterngemeinschaft der Franziskanerinnen in Heiligenbronn ihr diesjähriges Professjubiläum.

Sr. M. Aurelia Abeska feierte 60 Jahre Profess und Sr. M. Rufina Kreidler 50 Jahre.

Um 10 Uhr begann der feierliche Gottesdienst, in dem die beiden Jubilarinnen ihr Versprechen erneuerten. In der Ansprache faltete Pfr. Schitterer aus, dass Sr. Aurelia und Sr. Rufinader der Botschaft Jesu ihr Gesicht gegeben hatten in den 60 und 50 Jahren ihres Ordenslebens. Es geht im Leben nicht darum, jung zu bleiben, sondern wach zu bleiben für das Geschehen in der Welt und im eigenen Leben.

Nach dem Gottesdienst hatten die Gäste die Gelegenheit den beiden Schwestern zu gratulieren.

Nachmittags in der Feierstunde, stand der Sonnengesang des hl. Franziskus im Mittelpunkt in Bildern und Texten. Ein stimmungsvolles Abendgebet in der Kirche rundete den Tag ab.

Das Abendessen stand anschließend im Zeichen des WM Viertelfinales in Brasilien. Und so wurde die Feier recht zügig in den Elisabetha-Glöckler-Saal verlegt.


Schwesternjubiläum 2014: Sr. M. Aurelia Asbeska

Sr. M. Aurelia Abeska wurde im Jahr 1930 in Altlebe, Kreis Bärn (Tschecheslowakei).

Sie trat am 15. Februar 1950 im Kloster Heiligenbronn ein.
Ihre Profess feierte sie am 27. April 1954 und ihre Ewige Profess am 24. März 1960.

Sr. M. Aurelia arbeitete von 1954 bis 1970 im Mutterhaus bei blinden Mädchen mit. Nach einer kurzen Arbeitsphase in der Hauswirtschaft des Klosters war sie mit der Betreuung blinder Frauen betreut, später im Blindenheim.
10 Jahre war sie dort, bevor sie in den Konvent nach Maria Hilf zog und seither dort aushilft, wo sie gebraucht wird.


Schwesternjubiläum 2014: Sr. M. Rufina Kreidler

Sr. M. Rufina Kreidler wurde 1934 in Wiesenstetten bei Horb geboren.

Am 21. März 1963 feierte sie in Heiligenbronn ihre Einkleidung und legte am 13. April 1964 ihre Erstprofess ab. Am 09. April 1970 feierte sie ihre Ewige Profess.

Nach ihrem Eintritt machte sie zunächst einen Kinderpflegekurs in Schwäbisch Gmünd und arbeitete einige Zeit im Gehörlosenkindergarten, bevor sie ihr Noviziat begann. Nach der Profess war sie fünf Jahre bei gehörlosen Kindern, anschließend 9 Jahre im Kindergarten in Baindt. 1973 war sie wieder für weitere 9 Jahre in der Erziehungsarbeit bei gehörlosen Menschen tätig. 
Von 1982 bis 1991 war sie in einer Gruppe blinder Männer im Einsatz. Anschließend half sie in der Hausarbeit des Klosters mit. Seit 2013 lebt sie im Konvent St. Josef.


Juni 2014: Wochenende Familienkreis

Einstimmung ins Wochenende
Aktion der Kinder...
... und Jugendlichen
in Vorfreude...
... auf das Landestheater...
...Tübingen
beim Gottesdienst
Grillvorbereitungen
beim Mittagessen

Vom 27. bis zum 29. Juni traf sich der Heiligenbronner Familienkreis zu ihrem Wochende im Haus St. Antonius.

Eine Besonderheit war der Besuch des Landestheaters Tübingen, die im Elisabetha-Glöckler-Saal "Neues von den Nibelungen" zeigte. Die Aufführung begeisterte Alt und Jung.

Durch diese Veränderung wurde das obligatorische Treffen mit den Schwestern auf den Sonntagnachmittag verlegt. In den Wortgottesdienst zuvor konnten die Erfahrungen, Gespräche und Begegnungen Raum bekommen und vor Gott gebracht werden.

Mit viel Dankbarkeit für das gute und wohltuende Miteinander gingen die Familien zurück in ihren Alltag.


Mai 2014: Tag der offenen Klöster am 10. Mai

Letzte Vorbereitungen
Letzte Vorbereitungen
Willkommen
Willkommen
Im Refektor
Im Refektor
Die älteste und die jüngste Schwester
Die älteste und die jüngste Schwester
ganz kleine Besucher...
ganz kleine Besucher...
 

Das Kloster Heiligenbronn bei Schramberg hat heute seine Türen für Besucher geöffnet. Von 14.30-18.00h war die Möglichkeit zur Begegnung bei Kaffee und Hefezopf und an verschiedenen Orten im Kloster - . wie z. b dem Gästebereich oder an der Fotowand mit Bildern aus dem Alltag.
Die Hauskapelle lud zum Verweilen und Beten ein und der Wallfahrtsladen war zum Schmökern und Einkaufen geöffnet.

Über 50 Besucher folgten der Einladung. Die Zeit war gefüllt mit unterschiedlichen und frohen Gesichtern und vielen freudigen Begegnungen zwischen den Besuchern und den Schwestern.

Und so mündete ein herzlich froher Tag mit der Vesper in der Kirche.Wir haben uns über jeden Besucher sehr gefreut!


Februar 2014: Feierliche Vesper mit improvisierter Musik

Am Samstag, den 01. Februar, fand in der Wallfahrtskirche Heiligenbronn eine feierliche Vesper zum Vorabend von Mariä Lichtmess statt. Die geistlichen Gesänge und Musikstücke, die dabei erklangen, entstanden im Rahmen eines Kurses zu musikalischer Improvisation im geistlichen Zentrum „Haus Lebensquell“.

Zusammen mit Kirchenmusikdirektor Rudi Schäfer und Musiktherapeut Konrad Gießibl hatten die acht Kursteilnehmer einfache Elemente der Improvisation kennengelernt, mit denen eine spontane, nicht notierte Liedbegleitung umgesetzt werden kann.

So entstanden viele Melodiefragmente und Klanggebilde erst im Augenblick des gemeinsamen Spielens. Nach einer freien Interpretation von „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ zur Eröffnung sangen die anwesenden Schwestern und Besucher im Wechsel mit der Musikgruppe mit „Zion, öffne deine Pforten“ sowie „Das Licht leuchtet in der Finsternis“ und „Auf, werde Licht“ Gesänge aus dem neuen Gotteslob.

Wie im Kirchenraum spürbar wurde, bietet das freie Improvisieren die Möglichkeit, den Charakteren der einzelnen geistlichen Gesänge und Texte besondere Tiefe und Lebendigkeit zu verleihen, da neben gewissen musikalischen Techniken in erster Linie ein genaues Hinhören auf den Text und auf die Mitspieler ein Zusammenklingen ermöglichen, das – weil nicht geplant – erst dadurch seinen besonderen Reiz erhält.

Mit einer Improvisation aus einzelnen Melodiebausteinen zum rezitierten „Alma redemptoris Mater“ endete ein gelungenes Pilotprojekt, das in dieser Weise sicher nicht zum letzten Mal zum Klingen kam.


November 2013: Ein Konzert für die Seele

Licht in der Dunkelheit - Lied in der Finsternis

Ein Konzert für die Seele - so die Ausschreibung zur Geistlichen Abendmusik am 17. November in der Wallfahrtskirche St. Gallus.

Über 200 Besucher kamen und konnten in einer stimmungsvollen Atmosphäre ihre Seele baumeln lassen.Wir lassen Sie teilhaben an den Rückmeldungen der Kirchenbesucher:

Das Programm war stimmig - wie der Titel angekündigt hat, gingen auch die Texte der Lieder vom Dunkel ins Licht..

Sehr wertvoll, wenn Familien musizieren, die Kinder wachsen hinein...
die Atmosphäre des Raumes hat in die Stille geführt, ich bin ganz zur Ruhe gekommen und konnte einfach genießen ...
man hat sehr deutlich gespürt, dass alle hinter dem gestanden sind, was sie gesungen haben...
wohltuende Atmosphäre...
wunderschöne Musik...
schöne Texte...
das Umstellen verlief sehr ruhig...
hat einfach sehr gut getan...


Oktober 2013: Transitus

Franziskus und Symbole
Franziskus und Symbole
Sonnengesang
Sonnengesang
getanzt vom Familienkreis
getanzt vom Familienkreis
anschließende Stärkung
anschließende Stärkung
und Austausch
und Austausch
im Refektor der Schwestern
im Refektor der Schwestern

Am Vorabend des Franziskusfestes feierten die Schwesterngemeinschaft und die Weggemeinschaft mit vielen Gästen den Hinübergang des hl. Franziskus von diesem Leben ins ewige Leben bei Gott (Transitus genannt).

Diakon Reiner Lehmann aus Schenkenzell - Mitglied der Weggemeinschaft - stand der Feier vor. Der Familienkreis Heiligenbronn gestaltete die Feier musikalisch und tänzerisch mit.

Der Sonnengesang wurde gesungen und getanzt und kam so eindrücklich ins Bewusstsein.

Franziskus selbst ergriff dann das Wort und erzählte aus seinem Leben, seinen Weg zu Gott. Dazu wurden Symbole abgelegt wie z. B. Steine zum Aufbau der Kirche oder ein Rollstuhl für seine Solidarität mit den Armen.

Die Predigt hielt an diesem Abend Papst Franziskus. Es wurden Texte gelesen aus seinen Ansprachen. Sie alle ermutigen, sich auf das Evangelium in der Tiefe einzulassen und mit Jesus und Franziskus sich auf den Weg zu den Armen unserer Zeit zu machen, das eigene Leben zu überprüfen und zu bedenken.

Vertreterinnen aus der Klostergemeinschaft, Weggemeinschaft, Familienkreis, Stiftung legten Symbole ab als Zeichen ihrer Verbundenheit mit Franziskus und untereinander.

Auch der Impuls zur Anbetung kam von Papst Franziskus. 
Was ist das Gebet? Auf Gottes Angesicht schauen, aber vor allem sich angeschaut fühlen. Der Herr schaut uns an: Er schaut zuerst auf uns. Meine Erfahrung ist das, was ich vor dem Tabernakel erfahre, wenn ich gehe, um am Abend vor dem Herrn zu beten. Manchmal nicke ich ein wenig ein, das ist wahr, denn die Müdigkeit des Tages lässt dich einschlummern. Aber er versteht mich. Und ich empfinde so viel Trost, wenn ich daran denke, dass er mich anschaut. Wir meinen, wir müssten beten, sprechen, sprechen, sprechen: Nein! Lass dich vom Herrn anschauen. Wenn er uns anschaut, gibt er uns Kraft. (Pfingstvigil, 18.5.13)

Nach dieser intensiven Feier folgten viele der Einladung der Generaloberin Sr. Agnes zu Mahl und Austausch ins Refektor der Schwestern. In einer schönen Atmosphäre klang der Abend aus.


Oktober 2013: Ewige Profess von Sr. M. Johanna Konrad

Festlich versammelte Gemeinde
Festlich versammelte Gemeinde
mit den Schwestern
mit den Schwestern
den Priestern und Ministranten
den Priestern und Ministranten
Musikgruppe
Musikgruppe
Professversprechen
Professversprechen

Zu einem festlichen und freudigen Ereignis lud am 03. Oktober die Schwesterngemeinschaft der Franziskanerinnen nach Heiligenbronn ein. Um 10 Uhr begann in der Wallfahrtskirche St. Gallus die Eucharistiefeier mit der Ablegung der Ewigen Profess von Sr. M. Johanna Konrad.

Sr. M. Johanna gelobte öffentlich in die Hände der Generaloberin Sr. M. Agnes Löber arm, gehorsam, in eheloser Keuschheit und aus der Kraft des Evangeliums zu leben.
Sr. M. Agnes nahm ihr Versprechen im Namen der Gemeinschaft entgegen und übergab ihr Ring und Kreuz. 
Den Ring übergab sie als Zeichen der Treue Christi, verbunden mit der Einladung, aus der Kraft der Liebe Jesu zu leben.Das Kreuz soll sie erinnern, dass sie in allen Situationen - in Freude und Leid - sich verbunden wissen darf mit Jesus Christus, mit seinem Tod und seiner Auferstehung.

Viele Gäste waren gekommen, ihre Entscheidung zu bezeugen, darunter ihre Eltern, ihr Heimatpfarrer, der ehemalige Superior des Klosters Rolf Oster, P. Jesaja aus Münsterschwarzach, sowie Weggefährten aus unterschiedlichen Phasen ihres Lebens.

Pater Jesaja aus der Benediktinerabtei Münsterschwarzach ging in seiner Festpredigt darauf ein, was es heißt "Ich bin bereit".Es meint die Bereitschaft, dem Ruf des Lebens und des eigenen Herzens zu folgen. Es bedeutet in eine tiefe Auseinandersetzung zu gehen - mit sich selbst, mit Ängsten und Zweifeln, mit den Menschen, mit Gott selbst. 
"Der christliche Glaube ist das Vertrauen, dass nicht wir selbst unser Leben in der Hand haben, sondern dass eine unsichtbare, gütige Hand in jedem Moment hält und uns lenkt", so Pater Jesaja.

Er ging auf ihren Professpruch aus dem Buch Jesaja 61,10 ein:
Die Bibel sagt es etwas altertümlich: sie sagt, dass Gott uns in Gewänder des Heils kleidet und uns in den Mantel der Barmherzigkeit einhüllt. Das bedeutet einfach gesagt, dass man sich mit Licht umgibt im Leben, im Denken und im Fühlen und dass man jeden Lebensentwurf ablehnt, der hart und unbarmherzig ist. Es ist oft viel wichtiger, die unsichtbaren Kleider zu sehen, die wir tragen, welche Gedanken, Worte und Werke wir um uns herum legen, als die sichtbaren Gewänder oder Kleider zu sehen.Das Gewand der Barmherzigkeit anzulegen - und dafür steht die Ordenstracht - bedeutet, dass man Güte walten lässt und Freundlichkeit in jeder Situation, in jedem Moment, selbst da, wo einem das Gegenteil entgegenkommt.

Sein Wunsch: ein offenes Herz, das im alltäglichen Leben immer wieder erkennen darf: "Es ist der Herr" - in Dir, in Deinem Herzen, in einer Mitschwester, in einem anderen Menschen, in irgendeiner Situation.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Heiligenbronner Chor (in dem Sr. Johanna mitsingt) unter der Leitung von Sr. M. Magdalena Dilger.

Die Ministrantengruppe der Kirchengemeinde Heiligenbronn hatte sich fast vollzählig eingefunden, unterstützt durch die beiden Oberministranten aus Konstanz. Neben dem Hauptzelebranten Pfr. Schitterer konzelebrierten Pfr.  Stolle, Pfr. Rudiger, Vikar Schmid, Pfr. i.R. Rolf Oster, sowie P. Jesaja.

Nach dieser fast zweistündigen Feier ging das Fest auf dem Klosterhof mit einem Stehempfang weiter. Rechtzeitig dazu hatte sich die Sonne vorgewagt. So konnten die zahlreichen Gäste Sr. M. Johanna gratulieren und miteinander ins Gespräch kommen.

Die gebürtige Konstanzerin trat 2005 in die Gemeinschaft der Franziskanerinnen von Heiligenbronn ein. Nach einem Jahr des Mitlebens begann sie das sogenannte Noviziat. In diesen zwei Jahren Noviziatszeit lernte sie die Gemeinschaft mit ihrer franziskanischen Spiritualität näher kennen. Ihr Entschluss, sich in dieser Lebensform an Jesus Christus zu binden in dieser konkreten Gemeinschaft konnte wachsen und immer neu geprüft werden.

Am 03. Mai 2008 legte sie ihre Erstprofess ab.

In den fünf darauf folgenden Jahren - dem sogenannten Juniorat - ging es vor allem darum, Arbeit und Beruf mit dem geistlichen Leben und dem Leben in Gemeinschaft in Einklang zu bringen. So arbeitete sie mehrere Jahre im Koordinationsbüro des Klosters Heiligenbronn. Seit einem Jahr ist sie im Förder- und Betreuungsbereich der stiftung st. franziskus Heiligenbronn tätig. In diesen fünf Jahren arbeitete sie in der Jugendarbeit des Klosters. Sie begleitete mit Freude und Engagement viele Firmlingsgruppen, Ministranten und Schulklassen.

In dieser Zeit des Juniorates reifte in ihr durch die Höhen und Tiefen des Alltags der Entschluss, sich ganz auf diesen Weg der Nachfolge einzulassen.


Oktober 2013: Impressionen und Bilder von der Ewigen Profess

Die Ministranten
Die Ministranten
und die Schwestern machen sich auf den Weg
und die Schwestern machen sich auf den Weg
Einzug in die Kirche
Einzug in die Kirche
P. Jesaja Lanenbacher
P. Jesaja Lanenbacher
Befragung
Befragung
Allerheiligenlitanei
Allerheiligenlitanei
Unterschrift
Unterschrift
v.l. Generaloberin Sr. M. Agnes, Sr. M. Johanna, Formationsleiterin Sr. M. Dorothea
v.l. Generaloberin Sr. M. Agnes, Sr. M. Johanna, Formationsleiterin Sr. M. Dorothea
nach dem Gottesdienst v.l. Vikar Schmid, P. Jesaja OSB, Sr. Dorothea, Sr. Johanna, Pfr. Schitterer, Sr. Agnes, Pfr. Rudiger, Pfr. Stolle, Pfr. i.R. Oster
nach dem Gottesdienst v.l. Vikar Schmid, P. Jesaja OSB, Sr. Dorothea, Sr. Johanna, Pfr. Schitterer, Sr. Agnes, Pfr. Rudiger, Pfr. Stolle, Pfr. i.R. Oster
Gäste
Gäste
Sr. Johanna
Sr. Johanna
inmitten von
inmitten von
Gratulanten
Gratulanten
wohl der jüngste Gratulant
wohl der jüngste Gratulant

Juli 2013: Pfr. Richard Schitterer neuer Hausgeistlicher im Kloster Heiligenbronn

Die Generaloberin Sr. M. Agnes Löber mit Pfr. Richard Schitterer
Die Generaloberin Sr. M. Agnes Löber mit Pfr. Richard Schitterer

Die Schwesterngemeinschaft des Klosters Heiligenbronn hat mit Pfarrer Richard Schitterer einen neuen Hausgeistlichen, nachdem der Spiritanerpater Dieter Kurz am 30. Juni verabschiedet wurde.

Der gebürtige Stuttgarter wird sich als Pensionär im Kloster und der Wallfahrt Heiligenbronn einbringen. 
Die Generaloberin Sr. M. Agnes begrüßte Pfr. Schitterer bei seinen ersten Gottesdiensten am 13. und 14. Juli. 
Er wird die Eucharistiefeiern für die Schwesterngemeinschaft übernehmen, sowie den Wallfahrtsgottesdienst samstags immer um 9 Uhr. Auch das Beichtangebot samstags zwischen 14 und 15.30 Uhr in der Wallfahrtskirche kann aufrechterhalten werden.

Der neue Hausgeistliche betont, dass ihm die Seelsorge am Wallfahrtsort Heiligenbronn ein wichtiges Anliegen ist, neben den Angeboten für die Schwestern. 
So findet am 18. August nachmittags um 14 Uhr eine Eucharistiefeier mit Krankensalbung statt. Anschließend ist wieder Gelegenheit zu Begegnung und Austausch bei Kaffee und Hefezopf im Elisabetha-Glöckler-Saal. 
Des Weiteren hilft er auch gerne in der Seelsorgeeinheit Aichhalden aus.
Nach seiner Aussage ist er in seinem Wirken wesentlich geprägt von der Theologie und Spiritualität des Jesuitenpaters Teilhard de Chardin (1881-1955). Er lebt aus der Kraft der Eucharistie, die er als "lebensfüllend" beschreibt. 

Pfarrer Schitterer ist in dieser Gegend kein Unbekannter. Seine erste Pfarrstelle war St. Michael, Lauterbach in den Jahren 1973 bis 1987. 25 Jahre und 7 Monate war er anschließend als leitender Pfarrer tätig in St. Peter, Bad Waldsee und der Seelsorgeeinheit Bad Waldsee mit vier Pfarreien. Nach einer Ausbildung zum Mechaniker schlug er den 2. Bildungsweg über das Ambrosianum ein. Er gehörte dort zur "ersten Generation". Das Studium der Theologie in Tübingen und Bonn schloss sich an. Unter anderem war einer seiner Professoren Joseph Ratzinger - der jetzt emeritierte Papst Benedikt XVI. Nach dem Diakonat in der Dompfarrei in Rottenburg empfing er am 05. Juli die Priesterweihe. Nach nur zwei Jahren Vikarszeit in St. Paul, Esslingen kam er nach Lauterbach.

Bis heute gibt es gute Kontakte dahin. So wurde in seiner Zeit in Lauterbach eine Partnerschaft mit der südindischen Diözese Palayamkottai geschlossen. Dort wurde mit der Unterstützung aus Lauterbach Kirchen und Schulen aufgebaut, es gab Patenschaften mit Waisen- und Frauenhäusern. Diese Partnerschaft übernahm später die Pfarrei in Bad Waldsee. Lauterbach baute eine weitere Partnerschaft mit Kerala auf.


Juli 2013: Ordenstag in Beuron

Am Donnerstag, den 11.7. - dem Fest des hl. Benedikt - waren alle Ordensleute der Diözese Rottenburg Stuttgart und Erzdiözese Freiburg nach Beuron eingeladen. 
Das Kloster Beuron feiert in diesem Jahr 150 jähriges Bestehen.  
Begonnen hat der Tag mit einem feierlichen Gottesdienst in der Klosterkirche. Anschließend gab es im Klostergarten Mittagessen bei schönstem Wetter.  
Am Mittag war die Möglichkeit zu einer Tonbildschau über die Entstehung des Klosters, einer Ausstellung zum Jubiläum, Einkaufsmöglichkeit im Klosterladen und zur Begegnung und spazieren gehen.  
Vor der Vesper zeigte ein Jongleur mit Tiefgang sein Können und setzte mit seinen Künsten auch geistliche Impulse über das Mensch-Sein.  
Der Abschluss des Tages bildete die feierliche Vesper in der Klosterkirche.   
Es war ein bereichernder und schöner Tag mit vielen Eindrücken und Begegnungen.Sr. M. Johanna Konrad


Juni 2013: Generalkapitel - neue Generalleitung

Delegierte mit Frau Boxberg
Delegierte mit Frau Boxberg
die neue Leitung mit den Stiftungsvorständen
die neue Leitung mit den Stiftungsvorständen
die ehemalige und neue Leitung
die ehemalige und neue Leitung
Bekanntgabe in der Hauskapelle
Bekanntgabe in der Hauskapelle
Gratulanten im Refektor
Gratulanten im Refektor
die Vorstände gratulieren
die Vorstände gratulieren
Sr. Bernadette lädt zu einem Glas Sekt ein
Sr. Bernadette lädt zu einem Glas Sekt ein
das Glas wird erhoben
das Glas wird erhoben
Sr. Judith wird nach ihrer Amtszeit eingestimmt auf weitere Möglichkeiten
Sr. Judith wird nach ihrer Amtszeit eingestimmt auf weitere Möglichkeiten

Schramberg-Heiligenbronn. 
In ihrem einwöchigen Generalkapitel hat die franziskanische Schwesterngemeinschaft des Klosters Heiligenbronn in intensiven Beratungen Zukunftsfragen erörtert und eine neue Leitung gewählt.
Zur neuen Generaloberin wurde Schwester Agnes Löber (53) gewählt als Nachfolgerin von Schwester Judith Kaupp (67), die elf Jahre lang an der Spitze der Schwesterngemeinschaft stand. 
Unter der Leitung von Weihbischof Thomas Maria Renz aus Rottenburg wählten die von der 50-köpfigen Schwesterngemeinschaft berufenen Delegierten und die bisherige Oberin mit ihren Rätinnen die neue Leitung. 
In diesem Wahlkapitel wurde des weiteren Schwester Dorothea Thomalla (49) zur neuen Generalvikarin gewählt. Zuvor war Schwester Agnes elf Jahre lang Generalvikarin. Zu Generalrätinnen wurden Schwester Christiane Keil (64) und Schwester Magdalena Dilger (50) gewählt. Bisherige Generalrätinnen waren Schwester Maria Gratia Horn und Schwester Bernadette Gaile.

Zur Bekanntgabe des Wahlergebnisses waren nicht nur die Schwestern, sondern auch viele Mitarbeiter, Beschäftigte und Schüler der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn in die Hauskapelle gekommen, deren Sitzplätze gar nicht ausreichten.

Großer Applaus brandete nach der Vorstellung der neuen Klosterleitung durch den Weihbischof auf. Die neue Generaloberin Schwester Agnes erhielt das Oberinnenkreuz überreicht und dankte mit einem herzlichen "Vergelt's Gott" ihren Vorgängerinnen Schwester Judith und Schwester Franziska Teufel, die von 1991 bis 2002 der Klostergemeinschaft vorstand, wie auch den bisherigen Generalrätinnen. Entsprechend der Lebensordnung des Klosters ist die neue Leitung für die Dauer von fünf Jahren gewählt.
Eine Generaloberin kann höchstens zwei Amtsperioden hintereinander gewählt werden.

Entsprechend dem "überwältigenden" Besuch zur Bekanntgabe des Wahlergebnisses bildete sich auch im Refektorium des Klosters anschließend eine nicht enden wollende Gratulationsschlange, bei dem der neuen Klosterleitung viele persönliche Glückwünsche ausgesprochen wurden. Die neue Leitung des Heiligenbronner Klosters vereinigt viele Kompetenzen und bedeutet eine deutliche Verjüngung des Generalrats.

Die neue Generaloberin Schwester Agnes ist auch in der Stiftung wohl bekannt und arbeitet seit 2005 auch im Stiftungsrat mit. Sie ist seit 2011 erste Sprecherin des Ordensrates in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der die Zusammenarbeit der Orden fördert und im Diözesanrat vertreten ist.

Schwester Agnes Löber stammt aus Jagstberg im Hohenlohekreis, ist ausgebildete Altenpflegerin, trat 1980 ins Kloster Heiligenbronn ein und legte 1984 ihre erste Profess ab. Die neue Generalvikarin Schwester Dorothea Thomalla ist Leiterin des Hauses Lebensquell und als Leiterin des Juniorats zuständig für die Begleitung von Schwestern bis Ewigen Profess. 
Schwester Christiane ist Generalökonomin des Klosters und vertritt das Kloster im Dekanatsrat. 
Schwester Magdalena ist verantwortlich für das Noviziat, leitet das Koordinationsbüro und war zuvor Mitarbeiterin im Förder- und Betreuungsbereich der Stiftung.

In ihrer ersten Ansprache als Generaloberin dankte Schwester Agnes auch Weihbischof Renz für seine Begleitung des Generalkapitels an zwei Tagen, der Moderatorin Maria Boxberg, die das Kapitel und bereits die anderthalbjährige Vorbereitung mit den gewählten Delegierten leitete, 
ihren Mitschwestern, 
der Weggemeinschaft, 
dem Wallfahrtsteam 
und der Stiftung für das gute Miteinander. 
Vorstand Hubert Bernhard und der frühere Vorstand Norbert Rapp begleiteten das Generalkapitel auch als Protokollanten.

"Von der Quelle bewegt "lebendige Hoffnung" war Thema des Generalkapitels und das dies habe sich auch ereignet, sagte die neue Oberin. Miteinander wolle man auf dem Weg bleiben, habe das Generalkapitel bestätigt.

Während des Generalkapitels feierten sowohl Weihbischof Renz, Pfarrer Thomas Fürst aus Engen wie Dekan Albrecht Zepf aus Oberndorf Gottesdienste mit den Schwestern. Pfarrer Christian Albrecht von der Seelsorgeeinheit gehörte ebenfalls zu den Gästen bei der Bekanntgabe des Wahlergebnisses.

Text und Bilder: Ewald Graf


Mai 2013: Franziskuskerze für den Papst

Stiftungs-Vorstand Michael Wollek, Generaloberin Schwester Judith, Generalvikarin Schwester Agnes, Generalrätin Schwester Bernadette, und Stiftungs-Vorstand Hubert Bernhard (von links)
Stiftungs-Vorstand Michael Wollek, Generaloberin Schwester Judith, Generalvikarin Schwester Agnes, Generalrätin Schwester Bernadette, und Stiftungs-Vorstand Hubert Bernhard (von links)
die von Sr. Bernadette gestaltete Kerz
die von Sr. Bernadette gestaltete Kerz
Papst Franziskus I.
Papst Franziskus I.

Als bei der Wahl des neuen Oberhirten der katholischen Kirche sich der neue Papst in Rom den Namen "Franziskus" gab, war die Freude auch im Kloster und der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn groß.
Doch dabei ließ man es dort nicht bewenden. 
Ganz bewusst als programmatische Aussage erwählte sich der argentinische Erzbischof Jorge Mario Bergoglio, der selbst dem Jesuitenorden angehört, Franziskus von Assisi als Namenspatron für sein Papstamt. 
Die Heiligenbronner Schwestern waren begeistert, als sie dies am Fernseher verfolgten. 
Nicht minder erfreut waren auch die Vorstände und Mitarbeiter der Stiftung St. Franziskus, für deren Arbeit und Leitbild der Heilige aus Assisi in seiner Achtung vor jedem Einzelnen und vor der Schöpfung wesentliches Vorbild ist. 
Seine franziskanische Haltung bestätigte der neue Papst auch durch zahlreiche Ansprachen, Begegnungen und Handlungen seit seinem Amtsantritt. Dies motivierte die Schwesterngemeinschaft in Heiligenbronn, ihm auch ein Zeichen der Verbundenheit in den Vatikan zu schicken. Und so verzierte Schwester Bernadette Gaile, die als Mesnerin und im Wallfahrtsladen ihre kreative Ader einbringt, eine Kerze für Papst Franziskus. Als Vorlage wählte sie passenderweise die Franziskus-Statue, die im Flur des Klosters steht und die auch im Logo der Stiftung St. Franziskus abgebildet ist. In ihrem Begleitschreiben gratulierten Generaloberin Schwester Judith Kaupp, Generalvikarin Schwester Agnes Löber und die Stiftungs-Vorstände Hubert Bernhard und Michael Wollek "Ihrer Heiligkeit Francesco" zu seiner Wahl:
"Wir haben uns über Ihre Wahl und die Wahl Ihres Namens sehr gefreut, denn in Franziskus sehen wir die Liebe zu Christus in der Liebe zu den Armen verwirklicht. Als Franziskanerinnen leben wir in Treue zu den benachteiligten Menschen. Als franziskanisch geprägte Stiftung arbeiten wir für sinnesbehinderte Menschen, für benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie für alte und pflegebedürftige Menschen."
"Als Klostergemeinschaft und Stiftung"
, so das Schreiben in die Vatikanstadt, "wollen wir in Gebet und Arbeit den franziskanischen Weg weitergehen. Ihre Namenswahl nehmen wir als Zeichen der Ermutigung und sind Ihnen dafür sehr dankbar."

Gemeinsam mit der schön verzierten Kerze als Zeichen der Verbundenheit, den Segenswünschen für Papst Franziskus und mit den Unterschriften aller Schwestern wurde das Päckchen aus Heiligenbronn in den Palazzo Apostolico des Vatikans geschickt.

Die Antwort an die "Mutter Generaloberin" ließ auch nicht lange auf sich warten. Sie kam natürlich nicht vom Papst selbst, aber in einem persönlichen Brief von Prälat Peter B. Wells aus dem Staatssekretariat des Vatikans in Rom, was in Heiligenbronn dankbar aufgenommen wurde. Prälat Wells schreibt: "Mit Freude hat Seine Heiligkeit Ihre freundlichen Zeilen und die aufmerksame Gabe entgegengenommen. Der Heilige Vater sagt Ihnen für diesen Ausdruck Ihrer Verbundenheit herzlichen Dank und bittet Sie, seinen Hirtendienst weiterhin durch Ihr Gebet zu begleiten." "Mit dem Versprechen", fährt das päpstliche Antwortschreiben fort, "auch Ihre Anliegen stets vor den Herrn zu tragen, erteilt Papst Franziskus Ihnen und Ihren Mitschwestern sowie allen, die der Gemeinschaft der Franziskanerinnen und der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn verbunden sind, gerne den Apostolischen Segen."

Die freundlichen Worte aus Rom sind in Kloster und Stiftung nicht nur gern gelesen und gehört worden, sondern werden auch mit Sicherheit noch ein ehrenvolles Plätzchen bekommen.      

Ewald Graf


Schwesternjubiläum am 08. Mai 2013

Beim Gottesdienst
Beim Gottesdienst
Aufruf durch Sr. Judith
Aufruf durch Sr. Judith
nach der Professerneuerung
nach der Professerneuerung
die Jubilarinnen mit Generaloberin Sr. Judith und P. Kurz
die Jubilarinnen mit Generaloberin Sr. Judith und P. Kurz
Sr. Augustina(li) mit Sr. Amalia
Sr. Augustina(li) mit Sr. Amalia
Sr. Mirjam (li) mit Sr. Irene
Sr. Mirjam (li) mit Sr. Irene
Sr. Severina (re) mit Sr. Johanna
Sr. Severina (re) mit Sr. Johanna
Sr. Benedikta (re) mit Sr. Margitta
Sr. Benedikta (re) mit Sr. Margitta

Mit einem feierlichen Gottesdienst begann das diesjährige Schwesternjubiläum.
Unter festlichen Orgelklängen zogen die Jubilarinnen in die Kirche ein.

Der ganze Tag stand unter dem Thema des Generalkapitels: Von der Quelle bewegt - Lebendige Hoffnung.
Die Texte der Eucharistiefeier  aus Jesaja 55 und Johannes 7 luden ein, der eigenen Sehnsucht nachzuspüren. Jede Jubilarin durfte auf sich beziehen, dass Gott mit ihr einen ewigen Bund geschlossen hat.
Jede durfte in ihrem Leben erfahren, dass ER für sie gesorgt hat - gerade auch in Zeiten der Not.

Die Generaloberin Sr. M. Judith nahm nach dem Hören des Wortes die Professerneuerung der Jubilarinnen entgegen. Als Zeichen, dass ihre Berufung Bestand hat, bekam jede einen Kranz.

Nach dem Gottesdienst ging es ins Refektor. Dort nahmen die Jubilarinnen die Gratulation ihrer Mitschwestern entgegen, bevor sich alle beim gemeinsamen Mahl stärkten.

Die Jubilarinnen gedachten nachmittags auch ihrer verstorbenen Mitschwestern. Mit Sr. Augustina und Sr. Benedikta hätte u.a. die frühere Generaloberin Sr. M. Bonaventura Hauser 60 Jahre Profess gefeiert. Jeder verstorbenen Mitschwester hatte Sr. Agnes eine Rose ans Grab gebracht.

Um 15 Uhr begann die nachmittägliche Feierstunde. Hier ging es um Rückblick, um das Nachspüren, wo die Gemeinschaft und jede Einzelne von der Quelle bewegt wurde. Dank, Freude, Klage und Bitte wurden miteinander geteilt.

Ein weiterer Höhepunkt dieses Tages bildete die Vesper - das gemeinsame Abendlob - verbunden mit einer kleinen Wallfahrt. Mit den je eigenen Anliegen gingen die Schwestern in die Kirche, wo sie mit Glockengeläut und Musik empfangen wurden. Zum Abschluss versammelten wir uns in der Gnadenkapelle, um Gottes Treue und Gnade auf die Fürsprache der Schmerzensmutter von Heiligenbronn zu danken und zu preisen

.Ausdruck dieser Treue ist das "Gnadenwasser", das an der Quelle geschöpft und jeder Schwester gereicht wurde.Bei einem gemütlichen Abendessen klang der Tag mit vielen Dankesworten aus.

auf dem Friedhof
auf dem Friedhof
Sr. M. Bonaventura
Sr. M. Bonaventura
Sr. Benedikta mit "Herz"
Sr. Benedikta mit "Herz"
Wallfahrt in die Kirche
Wallfahrt in die Kirche
in der Gnadenkapelle
in der Gnadenkapelle
frohgestimmt...
frohgestimmt...
..zum Abendessen
..zum Abendessen
Dank der Jubilarinnen
Dank der Jubilarinnen

Schwesternjubiläum 2013

Am Mittwoch, den 08. Mai feiern vier Schwestern ihr Professjubiläum. 
Sr. M. Severina feiert 65 Jahre Profess. 
Sr. M. Augustina und
Sr. M. Benedikta blicken auf 60 Jahre zurück.
Sr. M. Mirjam feiert ihr 50-jähriges Professjubiläum.

Der Festgottesdienst beginnt um 10 Uhr in der Hauskapelle des Klosters.
Um 17.30 Uhr ist die Vesper mit einer Prozession in die Kirche.

Schwesternjubiläum 2013: Sr. M. Severina Förderer - 65-jähriges Professjubiläum

Sr. M. Severina
Sr. M. Severina

Sr. M. Severina Förderer wurde in Rettigheim (Kreis Heidelberg) geboren und trat im Juli 1945 ins Kloster ein. Ihre Profess feierte sie am 21. April 1948.

Sie arbeitete bis 1954 im Mutterhaus bei gehörlosen und blinden Menschen. Von 1954 bis 1956 machte sie eine Ausbildung zur Krankenpflegerin im Elisabethenkrankenhaus in Ravensburg. Nach drei Jahren in einer Gruppe mit blinden Mädchen lebte und arbeitete sie in der Filiale auf Schloß Roseck bei Tübingen. 1969 wurde sie nach Freudenstadt versetzt und versah dort den Dienst der Oberin. Nach 14 Jahren wechselte sie wieder ins Mutterhaus und übernahm dort die Betreuung der Geistlichen und Gäste des Klosters. Seit 2006 lebt sie im Pflegekonvent St. Franziskus.

Der Ort Heiligenbronn mit Quelle und Gnadenbild prägt das Kloster und ist Auftrag für die Gemeinschaft. So antwortete sie auf die Frage, welche Bedeutung der Heilige Bronnen für sie hat.

Schwesternjubiläum 2013: Sr. M. Augustina Schwab - 60-jähriges Professjubiläum

Sr. M. Augustina
Sr. M. Augustina

Sr. M. Augustina Schwab aus Mühlenbach trat am 8. Oktober 1945 in unsere Gemeinschaft ein. 
Sie machte zunächst eine Ausbildung zur Lehrerin in Heiligenbronn und im Kloster Dillingen. 
Nach ihrer Profess am 21. April 1953 unterrichtet sie bis zu ihrer Pensionierung am 13. Juli 1990 knapp 40 Jahre an der Gehörlosenschule in Heiligenbronn. 
In den Jahren 1955-1957 stand eine Fachausbildung an zur Gehörlosen-, Schwerhörigen- und Sprachheillehrerin in Heidelberg an.

Nach ihrer Pensionierung arbeitete sie in der Klosterverwaltung mit. 
Seit 2003 lebt sie auf der Pflegstation St. Franziskus. 
Neben ihrer beruflichen Arbeit war sie viele Jahre Kantorin und Chorsängerin.

Die Quelle ist für in den Jahren wichtig geworden: 
Die Quelle war schon immer da und hat nie aufgehört zu fließen. Die Menschen, die an der Quelle Heilung erfahren haben, bezeugten es weiter und steckten so andere Menschen zum Glauben an - damals und heute.

Schwesternjubiläum 2013: Sr. M. Benedikta Halder - 60-jähriges Professjubiläum

Sr. M. Benedikta
Sr. M. Benedikta

Sr. M. Benedikta Halder kam in Mehlishofen, Kreis Ravensburg zur Welt. 
Sie trat am 14. September 1950 ins Kloster Heiligenbronn ein. 
Am 21. April legte sie ihre Profess ab. 
Nach ihrer Profess lebte und arbeitete sie acht Jahre in Freudenstadt in der Küche. 
Anschließend kam sie nach Baindt und arbeitete auch dort gut 30 Jahre in der Küche. 
1992 kam sie zurück ins Mutterhaus, war hier zunächst in der Wäscherei und danach 12 Jahre im Bügelzimmer. 
Seit dem 01. November 2012 lebt sie auf der Pflegestation St. Franziskus.

Sr. Benedikta freut sich auch heute noch über ihre Berufung an diesen Gnadenort Heiligenbronn. Ich bin froh und dankbar, dass wir jetzt eine feste Zeit haben, in der wir als Konvent gemeinsam zum Beten in die Gnadenkapelle gehen. Es ist einfach tröstlich und gut, dass wir in der Nähe einen Ort haben, wohin wir unsere Anliegen bringen können.

Schwesternjubiläum 2013: Sr. M. Mirjam Zeller - 50-jähriges Professjubiläum

Sr. M. Mirjam
Sr. M. Mirjam

Sr. M. Mirjam Zeller wurde in Schwenningen geboren und lebte als Kind und Jugendliche in Tuttlingen. Am 25. März 1961 trat sie ins Kloster Heiligenbronn ein. 
Nach ihrer Profess am 09. Mai 1963 absolvierte sie eine Ausbildung im Strickerhandwerk, legte 1964 ihre Gesellenprüfung ab. 1970 folgte die Meisterprüfung im Strickerhandwerk. Viele Jahre arbeitete sie in der Strickerei.
Zwischen 1983 und 1985 folgte eine Weiterbildung: Sonderpädagogische Zusatzqualifikation für Mitarbeiter in Werkstätten für Behinderte. 
Nach der Auflösung der Strickerei arbeitete sie acht Jahre in der Bürstenwerkstätte und im Arbeitstherapeutischen Bereich. In den Jahren 1998-2003 versah sie ihren Dienst als Konventoberin in Baindt.
Nach ihrer Rückkehr aus Baindt war sie in verschiedenen Bereichen im Mutterhaus unterstützend tätig. Ein wichtiger Bereich war u. a. die Wallfahrtsführungen, für die sie sich zur Verfügung stellte. 
Aufgrund ihrer Erkrankungen lebt sie seit Februar 2012 im Konvent St. Franziskus.

Ich bin froh, dass es die Gnadenmutter und die Quelle gibt, weil viele Menschen kommen und hier am Wallfahrtsort Trost und Kraft holen. Ich habe sehr gerne Führungen gemacht und ich trinke gern von dem wunderbaren Wasser. Ich habe eine starke Christusbeziehung und ehre dementsprechend seine heilige Mutter besonders im Rosenkranz.


Januar 2013: Gemeinschaftstag am 14. Januar

Offene Räume
Offene Räume
laden ein
laden ein
zum Entdecken
zum Entdecken
zum Schauen
zum Schauen
zum genau Hinschauen
zum genau Hinschauen
zum Blättern
zum Blättern
zum Lesen
zum Lesen
zum Reden
zum Reden

Der diesjährige Gemeinschaftstag am Montag, den 14. Januar stand unter der Überschrift "Unser Apostolat".

Dazu wurden die verschiedenen Bereiche mit viel Liebe "in Szene gesetzt".

  • Haus Lebensquell mit Wallfahrtsladen, Weggemeinschaft und Familienkreis
  • Kirche und Wallfahrt mit Wallfahrtsteam
  • Jugendarbeit
  • Unser Leben in der stiftung st.franziskus heiligenbronn
  • Apostolatsort St. Antonius, Waldachtal
  • Apostolatsort St. Josef, Baindt
  • Apostolatsort St. Antonius, Rottweil

Nach einer Einführung und Bibelarbeit hatten die Schwestern die Möglichkeit,  die einzelnen Räume zu begehen. Es gab viel zu schauen, zu lesen. Vieles wurde nachgefragt, erklärt, angesprochen. So wurde von einer 84-jährigen Mitschwester genau nachgefragt, was es mit Internet und Homepage so auf sich hat. Für viele war es sehr hilfreich zu erfahren, was alles an "Hintergrundarbeit" zu tun ist, bis z. B. ein Kurs in Haus Lebensquell stattfindet oder eine Gruppe in der Kirche oder in der Ausstellung "Leben Jesu" geführt wird. Nicht unerwähnt blieb das Gebetsapostolat der Schwestern gerade auf der Pflegestation. Sie begleiten in einer großen Treue die vielen Gäste, Besucher, Kursteilnehmer, Wallfahrer im Gebet und tragen sie vor Gott hin.

Insgesamt war das Staunen  groß, was alles geschieht und trotz der Altersstruktur noch möglich ist. Es wurde - wieder einmal - deutlich, wie sehr wir auch von der stiftung unterstützt werden in unserem Wirken nach außen. So wurden auch die MitarbeiterInnen der stiftung, die zufällig vorbei kamen, eingeladen zu schauen, ins Gespräch zu kommen...Deutlich wurde, wie viele Menschen mit uns auf dem Weg sind, uns unterstützen, sei es das Wallfahrtsteam, der Familienkreis oder die Weggemeinschaft.

Nachmittags bestand die Möglichkeit in Gruppen der Frage nachzugehen, was mein konkreter Beitrag im Apostolat der Gemeinschaft sein kann.

Die Lebendigkeit dieses Tages mit vielen zwanglosen und spontanen Gesprächen und Begegnungen untereinander klang aus im Vespergebet. 
So legten wir den Tag in die Hand Gottes zurück, verbunden mit dem Dank für Seine Gegenwart und Sein Wirken.

Dieser Tag wurde begleitet von Maria Boxberg aus Augsburg, die Mitglied der GCL (Gemeinschaft Christlichen Lebens) ist. Sie begleitet die Delegiertentage, sowie das Generalkapitel im Juni diesen Jahres.


Januar 2013: Impressionen vom Gemeinschaftstag


'Oktober 2012: Transitus

Chorraum
Chorraum
Gemeinde versammelt sich
Gemeinde versammelt sich
Mahlgemeinschaft
Mahlgemeinschaft
es gibt Platz für alle
es gibt Platz für alle
Sr. Margittta und Sr. Praxedis

Sr. Margittta und Sr. Praxedis
Sr. Corona und Sr. Ferdinanda
Sr. Corona und Sr. Ferdinanda
Jubilarinnen mit Rose
Jubilarinnen mit Rose
die Küche beim wohlverdienten Essen
die Küche beim wohlverdienten Essen
Jubilarinnen mit Sr. Judith und P. Kurz
Jubilarinnen mit Sr. Judith und P. Kurz
Feierstunde am Nachmittag
Feierstunde am Nachmittag
Überreichung der Rose
Überreichung der Rose
Wallfahrt zur Kirche
Wallfahrt zur Kirche

Schwesternjubiläum 2012: Sr. M. Corona Schmid - 60-jähriges Professjubiläum

Sr. M. Corona Schmidt wurde 1926 in Stuttgart geboren. Sie wuchs in Ahldorf, Kreis Horb am Neckar auf. Dort kam sie auch in Kontakt mit Schwestern von Heiligenbronn, die in Ahldorf eine kleine Station hatten.
Mit einem Leuchten in den Augen erzählt sie, wie diese Schwestern ihr ein gutes Beispiel gaben, ihr Vorbild waren und den Wunsch in ihr weckten, ebenfalls diesen Weg zu gehen.

In der Nachkriegszeit 1949 trat sie in Heiligenbronn ein und legte drei Jahre später ihre Profess ab.

30 Jahre lang war sie als Handarbeitslehrerin in der Mädchenschule und im Dorf tätig. Sie erzählt, dass sie auch in den Gruppen mitgearbeitet hat. Diese Zeit beschreibt sie als eine große Herausforderung, da die Gruppen manchmal recht groß waren. 1982 kam sie an die Klosterpforte und versah dort den Dienst bis zum Jahr 2000. Sie erlebte in diesen Jahren drei Renovationen. Es gab damals ein Zimmer für Durchreisende und Obdachlose. Sr. Corona erzählt schmunzelnd, dass anfangs viel Betrieb war. Erst als es kein Geld mehr gab für die Gäste, sondern nur noch  Essen, ließ die Belegung stark nach. Großen Einsatz zeigte sie für das Eine Welt Projekt der Münstergemeinde Rottweil.

Ein großer Trost war für sie immer, dass sich die Pforte gegenüber der Kirche befand. So konnte sie ein Stoßgebet in die Richtung schicken, wenn ihr das Vielerlei manchmal über den Kopf wuchs. 
2000 bis 2008 erledigte sie Näharbeiten im Mutterhaus. 
Seit 2008 lebt sie auf der Pflegestation St. Franziskus. Diesen Schritt sieht sie als einen der wichtigsten in ihrem Ordensleben. Sie musste ihre eigenen Grenzen akzeptieren lernen und Hilfe annehmen.

Ihre Mitschwestern heute möchte sie daran erinnern, welch große Kraft im geistlichen Leben steckt. Das Gebet  alleine und in Gemeinschaft  ist die Kraft, die verändert, nicht so sehr die Arbeit und der Erfolg. 

Deshalb wundert es auch nicht, welche Worte sie in ihren 60 Jahren Ordensprofess begleiten: 
Gott ist die Liebe! ER ist meine Kraft!


Schwesternjubiläum 2012: Sr. M. Margitta Pitz - 50-jähriges Professjubiläum

Sr. M. Margitta Pitz wurde 1938 in Ungarn geboren und trat 1960 in unsere Gemeinschaft ein, legte ihre Profess 1962 ab.

Nach einer einjährigen Fortbildung war sie sieben Jahr in Baindt in der Kinder- und Säuglingspflege. Diese Jahre bezeichnet sie als ihre schönsten Jahre. Die Kinder lagen ihr sehr am Herzen und sie sorgte gern für sie. 
Im Mutterhaus war sie anschließend je zwei Jahre im Mädchenheim und bei blinden Jungen, bevor sie eine Ausbildung als Jugend- und Heimerzieherin absolvierte. 
12 Jahre arbeitete sie bei blinden Kindern, ehe sie Erwachsenengruppen übernahm zunächst blinde Frauen und von 1992 bis 2002 blinde Männer.
Seither lebt und arbeitet sie auf der Pflegestation St. Franziskus, seit 2008 als Konventoberin.

In ihrem Ordensleben erfuhr sie oft die Hilfe und das Wirken des Herrn. Dies vor allem in schwierigen, sie überfordernden Situationen. 
Seine Zusage: Ich bin da, ich bin bei Dir, fürchte Dich nicht, ich lasse Dich nicht fallen, trug sie wirklich durch alle Zeiten und Phasen ihres Ordenslebens. 
Ihre Antwort versucht sie in Verbindung mit Maria und ihrer Bereitschaft zu leben: Siehe, ich bin die Magd des Herrn. Im Blick auf die Gemeinschaft wünscht sie sich vor allem junge Mitschwestern, die sich für ein Leben in Heiligenbronn entscheiden.


Schwesternjubiläum 2012: Sr. M. Hildegardis Blersch - 50-jähriges Professjubiläum

Sr. M. Hildegardis Blersch wurde 1937 in Emerkingen, Kreis Ehingen geboren. Sie trat im Jahre 1960 in das Kloster Heiligenbronn ab und legte am 7. Mai 1962 ihre Profess ab. 
Ausschlaggebend für ihren Weg in die Gemeinschaft waren Menschen, die ihr Vorbild waren  zum einen ihre Klostertanten in der Familie und zum andern die selige Sr. Ulrika Nisch von Hegne, deren Spiritualität sie sehr schätzt. In einigen Begegnungen sprachen unterschiedliche Menschen ihr diese Berufung zu. Ihr Gebet in dieser Zeit: Herr, zeige mir den Weg, den ich gehen soll! wurde so ganz konkret.

Als "Highlights" ihres Klosterlebens bezeichnete sie die Ewige Profess 1968: "da gehörte ich ganz zur Gemeinschaft". Die Feier ihres 25-jährigen Jubiläums mit der ganzen Familie war für sie eine "große innere Freude". 
Ihr erster Besuch mit Mitschwestern in Assisi ist für sie ein weiterer Höhepunkt gewesen.

Sr. Hildegardis arbeitete nach ihrer Profess über 30 Jahre in Freudenstadt im Kurhaus St. Elisabeth. Sie betreute die Gäste und sorgte für deren Wohlergehen.
Im Jahre 1993 kam sie zurück ins Mutterhaus und arbeitete bis 2008 im Pflegstock St. Franziskus bei ihren alten und kranken Mitschwestern, später auch als Konventoberin. 
Seit 2008 lebt sie im Konvent St. Klara. 
Sie ist sozusagen "Mädchen für alles"-  ob es Briefe oder Geschenke für die Stiftung zu verpacken gilt, ob die Schwesterküche für große Feste Hilfe braucht, ob Tee geschnitten werden muss für die besondere Teemischung von Sr. Bonifatia, ob im Haus Lebensquell die Pflanzen versorgt werden müssen, ob es im Pflegestock einen Engpass gibt, für alles ist Sr. Hildegardis ansprechbar und hilfsbereit. 
In all den Jahren übte sie sich in der Haltung des "Bereit sein" und des "Dienens".
Deshalb verwundert es auch nicht, wenn folgende Worte für sie Wirkworte waren und sind: Alles vermag ich in dem, der mir Kraft gibt Gott ist die Liebe. Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.

In schwierigen Zeiten war das Wort wichtig: Wenn ich es Dir zutraue, dann kannst Du es schaffen!

Im Blick auf die Gemeinschaft und die Zukunft wünscht sie sich vor allem den inneren Zusammenhalt der Schwestern im Bewusstsein, dass Jesus Christus die Mitte ist, dass ER für uns sorgt. Die Einzelnen brauchen gerade im "Alter und weniger werden" nicht auf ihre eigene Kraft zu setzen, sondern zu leben im Vertrauen auf die Kraft des Herrn.


Januar 2012: Kloster startet Vorbereitung auf Generalkapitel

Generaloberin Schwester Judith Kaupp (rechts) gibt bei der Delegiertenwahl des Klosters Heiligenbronn für das nächste Generalkapitel 2013 ihre Stimme ab. Die ganze Schwesterngemeinschaft der Franziskanerinnen war zur Wahl aufgerufen. Die Wahlleitung hatten die beiden Generalrätinnen Schwester Maria Gratia Horn (links) und Schwester Bernadette Gaile (am Tisch), dahinter Schwester Edelberta Schrieder.

Am Montag, 23. Januar war Wahltag im Kloster Heiligenbronn: 
Die Schwesterngemeinschaft "von der Buße und der christlichen Liebe von Heiligenbronn" schritt zur Wahlurne und wählte ihre Delegierten für das Generalkapitel 2013, der obersten Entscheidungsinstanz der franziskanischen Ordensgemeinschaft.

Im Juni 2013 wird unter Aufsicht von Weihbischof Thomas Maria Renz aus Rottenburg das Generalkapitel mit der Wahl der neuen Generalleitung abgehalten. Dies ist  satzungsgemäß alle fünf Jahre vorgesehen. Der Vorbereitungsprozess wurde schon jetzt gestartet, um die Entscheidungen gründlich anzugehen und die ganze 55-köpfige Schwesterngemeinschaft einzubinden, die übrigens, wie eine Schwester ausrechnete, zusammengezählt auf eine Lebenserfahrung von über 4000 Jahren kommt."
Wir hatten jetzt einen guten Start", berichtet Generaloberin Schwester Judith Kaupp. Erster Schritt war eine Gemeinschaftstag, zu dem alle Schwestern eingeladen waren  und bis auf eine bettlägerige Mitschwester auch alle erschienen. Hierbei wurde vom Generalrat Rückblick gehalten auf die vergangenen Jahre, wobei es schon viele Aspekte zu beleuchten gab: die veränderte Seelsorgesituation in Heiligenbronn, die Erfahrungen mit dem Apostolat nach innen und außen, den Berufungsweg der älteren Schwestern, die Vernetzung mit anderen Ordensgemeinschaften oder das Miteinander mit der Stiftung St. Franziskus in Heiligenbronn.
Aber auch erste Fragestellungen und Themenvorschläge für das Kapitel wurden beim Gemeinschaftstag schon gesammelt. Bereits dieser Tag stand unter der Moderation von Maria Boxberg von der Gemeinschaft Christliches Leben Augsburg, mit der die Schwestern schon langjährige Kontakte haben. Sie wird auch die Delegiertentreffen und das Kapitel moderieren und Impulse geben. Eine solche externe Begleitung sei "sehr hilfreich" für den Diskussionsprozess, befindet Generalvikarin Schwester Agnes Löber.

Nächster Schritt war die Delegiertenwahl für das Generalkapitel. Dabei ging es streng demokratisch zu. Jede Schwester wählte dazu in geheimer Wahl bis zu zehn Schwestern und gab ihre Stimme per Briefwahl oder zur Wahlzeit im Vortragssaal ab. Gewählt sind die zehn, die die meisten Stimmen erhielten und die Wahl annahmen. Die Stimmenzahlen werden den Schwestern übrigens nicht bekannt gegeben, nur die gewählten Mitschwestern in alphabetischer Reihenfolge.

Beim Generalkapitel entscheiden die amtierende Ordensleitung mit Generaloberin, Generalvikarin und den beiden Generalrätinnen gemeinsam mit den zehn gewählten Delegierten über alle Fragen der Gemeinschaft. Dazu treffen sich die Delegierten und die Ordensleitung bereits jetzt etwa einmal im Monat, um unter der Gesprächsleitung von Maria Boxberg alle Themen anzusprechen und vorzubereiten sowie dem Kapitel ein Thema zu geben. 

Dabei wird auch immer wieder die Rückbindung an die ganze Gemeinschaft gesucht. "Das Thema wird nicht einfach vorgegeben, sondern gemeinsam gefunden", betont Generaloberin Schwester Judith den demokratischen Prozess. Wie es einer geistlichen Gemeinschaft gehört, ist diese Vorbereitung nicht nur von Diskussionen geprägt, sondern auch von spiritueller Besinnung.

Ewald Graf


Dezember 2011: Segnung des restaurierten Bildstöckchens

bei Wind und Wetter
bei Wind und Wetter
Pfr. Fürst und Hr. Schuhmacher
Pfr. Fürst und Hr. Schuhmacher
Schwestern und Stiftungsrat
Schwestern und Stiftungsrat
Zaungäste
Zaungäste
Segnung
Segnung
Bildstöckchen(1734)
Bildstöckchen(1734)

Im Zusammenhang mit der Sanierung des Klosterhofs wurde das alte Bildstöckchen mit der Pieta restauriert. 

Unter Beteiligung der Schwestern und des Stiftungsrates segnete Pfr. Thomas Fürst am 09. Dezember das Bildstöckchen. Es ist im Klosterhof aufgestellt. Bei der Feier erinnerte Pfr. Fürst daran, dass die Segnung den Menschen gilt, die dieses Bild betrachten.

Zur Entstehung dieser Pieta lesen wir in der Chronik:

Im Zeitalter des Barocks nahm der Marienkult in Heiligenbronn verwilderte, sonderbare Formen an. Das liebe Wunderbildnis wurde zur Seite gestellt und vergessen. Eine moderne frisierte, in feinen Stoff gekleidete Mutter Gottes Statue bildete den Gegenstand der Verehrung. Bei den Prozessionen entfaltete sich viel farbenreicher Pomp in Fahnen und dergleichen. In der Bittwoche 1734 kamen einmal 14 "Kreuze" zusammen, sodass in dem Gedränge eine Person, wahrscheinlich ein Kind, erdrückt wurde. Daran mag das Bildstöckchen im Hof vor dem Kloster erinnern.


Juli 2011: Verabschiedung von Superior und Pfarrer Rolf Oster am 17. Juli

Einzug in die Kirche
Einzug in die Kirche
Chor
Chor
im Gottesdienst
im Gottesdienst
Dank vor dem Segen
Dank vor dem Segen
vor dem Regen flüchte
vor dem Regen flüchte
in die historische Ausstellung
in die historische Ausstellung
ins Oratorium
ins Oratorium
und "Danke" sagen
und "Danke" sagen

In der Begrüßung zum Gottesdienst sagte Superior Rolf Oster: "Es ist ein festlicher und wehmütiger Tag. Der Himmel weint auch schon und wahrscheinlich weints in mir auch ein wenig. Aber wir sind heute zusammengekommen, um Danke zu sagen!"

Zu diesem "festlichen und wehmütigen" Tag bot der Ort Heiligenbronn nochmals alles auf. 
Der Chor, unter der Leitung von Sr. M. Magdalena Dilger wurde durch weitere Sänger und Sängerinnen verstärkt und studierte eigens ein neues Lied ein. 
Sr. M. Anna-Franziska ließ die neu renovierten Orgel festlich erklingen. 
Alle Ministranten der St. Gallusgemeinde kamen zum Gottesdienst. 
Der neu geweihte Diakon Christian Erath tat seinen Dienst. 
Superior Franz Xaver Weber aus Sießen war als Konzelebrant mit dabei.

In seiner Ansprache stand das Evangelium (Matthäus 13,24-30) des 16. Sonntages im Jahreskreis im Mittelpunkt: Vom Unkraut und Weizen, die gemeinsam wachsen bis zur Ernte. Superior Rolf Oster zitierte dazu einen Text von Adalbert Ludwig Balling: 
Ein Wort der Ermunterung kann Oasen schaffen. 
Ein Wort der Hoffnung kann Wüsten zum Grünen bringen. 
Ein Wort des Verzeihens kann neues Leben wecken. 
Ein Wort der Liebe kann Berge versetzen. 
Worte vermögen beinahe alles, wenn sie aus dem Herzen kommen und zu Herzen gehen."

Sein Dank an Gott für Worte der Ermunterung, der Hoffnung, des Verzeihens, der Liebe in den gut 12 Jahren seines Dienstes in Heiligenbronn äußerte er ganz konkret an einigen Beispielen. 
Er erinnerte an Sr. Euphemia, die JA sagte vor 23 Jahren zum Dienst der Mesnerin und dadurch in der Kirche viel an Aussaat und Ernte erleben durfte. 
Er dankte für das JA von Sr. Bernadette zu diesem Dienst in der Wallfahrtskirche. 
Als weiteres Beispiel nannte er Diakon Christian Erath, der am 2. Juli diesen Jahres in Hechingen zum Diakon geweiht wurde. 
Er erzählte von der mehrfach behinderten Natascha, die ihn nach zwei Begegnungen in Baindt in Heiligenbronn wieder erkannte - was Natascha auch sofort deutlich bestätigte. 
Wichtige und schöne Erfahrungen seiner Zeit in Heiligenbronn: Menschen, die sich im Sakrament der Versöhnung das Wort des "Verzeihens" schenken ließen und so neues Leben geweckt wurden. Schwestern, die ihm bei Exerzitien nach dem Impuls zur Hochzeit zu Kana mit einem Fläschchen Wein beschenkten
"Aber auch der Feind ließ das Unkraut kräftig wachsen (wobei Unkraut ja auch Heilkraut sein kann). Wenn zum Beispiel alles andere wichtiger wird als Glaube und Gebet, dann hilft ihm die Erinnerung an das Wort des Herrn: "Lass beides wachsen bis zur Ernte".
Seine Bitte an die Versammelten am Ende der Ansprache war, dem treu zu bleiben, was Gott an Samen in sie ausgestreut hat.

Nach dem Gottesdienst gab es die Möglichkeit, persönlich ein Wort des Dankes, der Ermutigung, der guten Wünsche zu sagen. Da der Regen eine Begegnung im Freien völlig unmöglich machte, wurde das Oratorium, die historische Ausstellung und die Gänge als Ort der Begegnung und Stärkung genutzt.


Juli 2011: Verabschiedung von Superior Rolf Oster Teil 2

beim Mittagessen
beim Mittagessen
im Elisabetha-Glöckler-Saal
im Elisabetha-Glöckler-Saal
Chor "InTakt"
Chor "InTakt"
Kindergarten "Hände sind wie Brücken"
Kindergarten "Hände sind wie Brücken"
Ministranten sagen "Danke"
Ministranten sagen "Danke"
die Geschichte vom Regenbogen
die Geschichte vom Regenbogen
gebannte ZuhörerInnen
gebannte ZuhörerInnen
Sr. Agnes überreicht Geschenk des Klosters
Sr. Agnes überreicht Geschenk des Klosters
Frau Pfundstein überreicht Geschenk der Gemeinde
Frau Pfundstein überreicht Geschenk der Gemeinde
Superior und Pfarrer Oster sagt "Danke"
Superior und Pfarrer Oster sagt "Danke"
der Schwesternchor
der Schwesternchor
mit guten Wünschen
mit guten Wünschen

Zum Mittagessen in der Schwesterngemeinschaft begrüßte Sr. Judith die Verwandtschaft von Superior Oster.Sr. Paulin Link mit Superior Martin Saier aus Reute, Sr. Anna-Franziska Kindermann mit Superior Franz Xaver Weber aus Sießen als Vertretung der Ordensgemeinschaften ("die einen Superior haben"). 

Weiterhin begrüßte sie die beiden Stiftungsvorstände Herr Rapp mit Frau und Herrn Bernhard, sowie den Vorsitzenden des Stiftungsrates Herrn Dlugosch mit Frau. 
Pater Matthias Hierlinger mit Frau Schaufler waren eigens zu diesem Tag gekommen und wurden freudig begrüßt. Pfr. Eisele als stellvertretender Dekan, Frau Haaser, Sr. Celsa und Armella waren ebenfalls unter den Gästen.


Gestärkt durch dieses festliche Menü ging dieser Tag im Elisabetha-Glöckler-Saal weiter. Hier versammelte sich schon die Gemeinde St. Gallus, Heiligenbronn, Vertreter der Seelsorgeeinheit - unter ihnen Pfarrer Albrecht und Gemeinderferentin Catarina Wetter.

Der Chor "InTakt" machte den Auftakt mit dem Lied "Tausend Jahre wie ein Tag". Im Grußwort der stiftung st. franziskus zählte Herr Rapp verschiedene Tätigkeiten von Superior Rolf Oster auf u.a. Geistlicher Begleiter für Bewohner, Gruppen, MitarbeiterInnen, Mitglied im Stiftungsrat, manch beratendes und stärkendes Wort für die beiden Vorstände. Wichtige Ereignisse, die in seine Zeit fielen:

  • Der Abschied von P. Matthias im Jahre 2000
  • Assisifahrt mit der stiftung im Jahr 2001
  • Neugestaltung von Kirche und Quelle in den Jahren 2002-2003
  • Das 150-jährige Jubiläum von Kloster und Einrichtung im Jahre 2007
  • Renovierung der Orgel im Jahr 2011

Fr die Bewohner und Bewohnerinnen sei dieser Abschied ein großer Verlust. Es fehle ein "Ansprechpartner, der mich versteht", die "schönen Gottesdienste" werden vermisst. Die hörgeschädigten Bewohner erzählten von schönen und interessanten Gottesdiensten, er habe feinfühlig Menschen charakterisiert z. B. bei Trauerfeiern. Bei vielen schwinge die Sorge mit, wie es seelsorgerlich weitergehen soll. Da wurden schon gute Absprachen getroffen mit Frau Graf und den hauptamtlichen MitarbeiterInnen der Seelsorgeeinheit. Das alles zeige, wie wertvoll das Wirken von Superior Oster gewesen sei. Deshalb kommt der Dank aus ganzem Herzen. "Sie nehmen Vieles mit und lassen vieles zurück. Wir wurden ein Teil Ihrer Biographie und sie ein Teil der Heiligenbronner Geschichte" - so Herr Rapp, der mutmachend anfügt, dass im Leitbild der Stadt Heidenheim auf das Potential der älteren Menschen gesetzt wird.

Nach einem weiteren Lied des Chores "InTakt" und der Kaffeepause, sprach Sr. Judith ihr Grußwort. Sie lud die Besucher ein, auf eine "Meeresfrucht" einen guten Wunsch für Superior Rolf Oster zu schreiben und diesen ins Netz zu werfen. So könne er im Ruhestand reichen Fischfang halten. Sie dankte ihm für sein Wirken am Wallfahrtsort Heiligenbronn, für sein offenes Ohr und offenes Herz, sein Mitwirken bei der neuen Lebensordnung sowie bei zwei Generalkapiteln. Kloster, stiftung und Gemeinde seien in den Jahren seines Wirken zusammengewachsen. Auch in schwierigen Zeiten sei er unbeirrt seinen Weg gegangen. Sie dankte vor allem auch Frau Lydia Raith für ihren treuen und stillen Dienst.

Der Kindergarten baute mit ihrem Pfarrer eine Brücke aus Händen.

Marianne Pfundstein dankte im Namen der Kirchengemeinde für seinen treuen Dienst in den Jahren. Sie überreichte Pfarrer Oster und Lydia Raith einen Gutschein für ein Wohlfühlwochenende - als Erholung vom Umzugsstress!

Die Ministranten drehten einen Film und erkundeten den Ort Heiligenbronn mit seinen Besonderheiten wie Feuerwehr, Bürstenmacherei, Hofladen, Wallfahrtsladen etc., dazu gab es allerhand erheiternde Details aus dem konkreten Alltag eines Ministranten - wirklich nicht so einfach, dieser Dienst.

Die Gruppen Fridolin, Pirmin und Haus Marienberg erzählten und sangen bewegend die Geschichte vom Regenbogen und seinen Farben.

Der Schwesternchor gab ein Lied der Hoffnung mit auf den Weg. "Wer vertraut, hat Zukunft, wer vertraut, steht fest, weil der Herr des Lebens ihn nicht fallen lässt - Lass dich nicht entmutigen, fürchte dich nicht, Gott macht deine Zukunft hell, Jesus ist dein Licht."

Das Schlusswort vor dem Segenslied der Schwestern und den Segenswünschen von Vertretern der verschiedenen Bereiche hatte Superior und Pfarrer Rolf Oster selbst. 
Er dankte allen für ihr Da sein und mitgehen, für die vielen berührenden Momente des Tages, für das Zeugnis von Frau Raith.
Zum Schlusspunkt dieses bewegenden Tages versammelten sich viele Gäste in der Kirche. Das Sinfonieorchester der Musikschule Schramberg unter der Leitung von Meinrad Löffler spielte in ergreifender Weise drei Werke:
Die Orchestersuite Nr. 3 D-Dur von Johann Sebastian Bach. Das Präludium in G-Dur von Johann Sebastian Bach mit  Linus Witz an der Orgel.
Das Cello Konzert in C-Dur von Joseph Haydn mit dem Solist am Cello Frank Hafner. 
Dazwischen wurde der uralte Text der Berufung des Propheten Jesaja (6,1-8) vorgetragen, das Loblied auf Christus aus dem Brief des Paulus an die Kolosser (1,12-20), sowie ein Gebet des sel. John Henry Newman.

Die Spende dieses Konzertes kommt einem Projekt in Somalia zugute.


Februar 2011: Letzter Klosterzivi beendet Dienst

Männer tauchen in Frauenklöstern naturgemäß seltener auf. Doch hat es sie immer gegeben, auch im Franziskanerinnenkloster Heiligenbronn, vor allem in der Landwirtschaft und im handwerklichen Bereich. Zuletzt waren, vom Superior abgesehen, die Zivildienstleistenden noch die einzigen Vertreter ihres Geschlechts, doch damit geht es diesen Monat zu Ende.

Kai Brunnenkant (22) ist der vorläufig letzte Zivildienstleistende, der im Kloster seinen Dienst absolvierte und diesen noch durch ein Praktikum verlängerte. Ende Februar beendet der ausgebildete Kfz-Mechatroniker aus Lauterbach seinen "Ersatzdienst" und damit eine kleine Ära. 

Die Zivis waren zwar in der Schwesterngemeinschaft "männliche Exote", allerdings hatten sie stets engen Kontakt zu ihren Zivi-Kollegen in der Stiftung St. Franziskus, wo derzeit in Heiligenbronn immer noch zwölf junge Männer ihren Dienst in den Betrieben und Einrichtungen leisten. 
Die Stiftungs-Zivis halfen schon in früheren Zeiten immer auch im Kloster aus und umgekehrt. Der erste Kloster-Zivi kam 1995, damals noch für 13 Monate. Gerade für Fahrdienste oder Hilfsarbeiten im handwerklichen Bereich konnten die jungen Männer von den Schwestern gut gebraucht werden, wie Schwester Karolina Maier und Schwester Christiane Keil, die für die Betreuung der Zivis zuständig sind, berichten.

Insgesamt waren es in diesen 15 Jahren19 Zivildienstleistende, die im Kloster Dienst taten und dabei quasi zum Schramberger Stadtbild gehörten. Die morgendliche Fahrt mit Schwestern in die Stadt vor allem zu Ärzten sowie die Erledigungen in Geschäften, Märkten, Apotheken oder auf der Bank gehörten zu den festen Pflichten des Kloster-Zivis. 
Für Kai Brunnenkant wie seine Vorgänger selbstverständlich war nicht nur der Fahrdienst, sondern auch die Pflege aller Kloster-Autos, für den Mechatroniker natürlich ein Heimspiel. 3 Pkw und das Busle wurden von ihm gereinigt und gerichtet, wo nötig. Nicht nur Räder wechseln, sondern auch mal Rost entfernen oder frisch lackieren gehörte zu seinen Aufgaben.Die Schwestern waren stets froh um den Fahrer: "Wir sind alte Leute", gibt Schwester Karolina zu bedenken. Viele Schwestern haben auch keinen Führerschein. Doch damit endete die Aufgabenpalette nicht. Glühbirnen auswechseln, Fenster putzen, Schlösser reparieren oder Möbel transportieren gehörten zu den anderen Arbeiten, bei denen die jungen Männer willkommen waren. Oder auch wiederum größere Fahrten mit Schwestern in den Urlaubsort, in Kliniken oder zum Flughafen beispielsweise. Als sehr abwechslungsreich schildert Kai Brunnenkant seinen Dienst. Dabei lernte er auch die Klosterräumlichkeiten vom Keller bis zum Speicher bestens kennen.

Generalökonomin Schwester Christiane, die die Fahrten des Zivis koordiniert, weiß auch zu erzählen, dass zu vielen "Ehemaligen" immer noch Kontakt besteht: "Die kommen immer wieder". 
Bei einzelnen hat der Dienst im Kloster sogar Studium oder ehrenamtliches Engagement beeinflusst. Für Kai Brunnenkant fährt der Weg an die Hochschule Esslingen, wo er Fahrzeugtechnik studieren wird.
Zu Heiligenbronn hatte der letzte Kloster-Zivi schon zuvor eine besondere Beziehung: sein Großvater und seine Großmutter besuchten beide die damals noch vom Kloster betriebene Gehörlosenschule.
Schwester Karolina unterrichtete sogar noch als Junglehrerin Großvater Kurt Brunnenkant 1952/53 in seinem letzten Schuljahr.

Ewald Graf


Dezember 2010: 125. Todestag von David Fuchs

Friedhof - Grabstein links
Friedhof - Grabstein links
an der Kirche
an der Kirche
am Grab
am Grab
am Grab
am Grab
Sr. Judith stellt ein Licht aufs Grab
Sr. Judith stellt ein Licht aufs Grab
persönliches Gedenken
persönliches Gedenken

Am Sonntag, den 05. Dezember gedachte das Kloster während der Eucharistiefeier ihres Gründers David Fuchs an seinem 125. Todestag.

Am 02. April 1825 wurde David Fuchs geboren und kam 1855 als Vikar nach Heiligenbronn. 1857 gründete er das Kloster der Franziskanerinnen von Heiligenbronn, sowie eine soziale Einrichtung für Waisenkinder - heute die stiftung st. franziskus heiligenbronn. In diese Einrichtung kamen 1860 die ersten gehörlosen Kinder - die Gehörlosenschule feierte 2010 ihr 150 - jähriges Bestehen - und 1868 die ersten blinden Kinder.

Ganz im Vertrauen auf Gottes Schutz und Fürsorge begann David Fuchs 1857 in Heiligenbronn zusammen mit fünf jungen Frauen, die seine Vision teilten. Aus den bescheidenen Anfängen wuchs eine große soziale Einrichtung für sinnesbehinderte Menschen, die 1993 vom Kloster in die stiftung st.franziskus heiligenbronn übergeben wurde. Inzwischen ist die stiftung u.a.Träger des Kinder- und Familienzentrums in Villingen-Schwenningen und von insgesamt 11 Altenzentren.

In seiner Predigt schilderte Superior Oster den Weg von David Fuchs, seine eigene Heimatlosigkeit, die ihn motiviert hat, für Waisenkinder einzutreten - ihnen Heimat und Bildung zu geben. Ohne David Fuchs wäre Heiligenbronn heute nicht, was es ist. Ohne die Wallfahrt zum Heiligen Bronnen mit der Schmerzensmutter wäre David Fuchs nicht nach Heiligenbronn gekommen. 1873 baute er die heutige Kirche St. Gallus. Immer fehlten ihm vorab die nötigen finanziellen Mittel und doch konnten seine baulichen Vorhaben durchgeführt werden mit Spenden, die zur rechten Zeit kamen. In der Chronik wird sein "unverschämtes Gottvertrauen" an verschiedenen Stellen besonders hervorgehoben.
Mit 60 Jahren verstarb David Fuchs. Er hatte sich vollständig verausgabt und sein Leben ganz in den Dienst der Wallfahrt und der Kinder gestellt.

Nach der Eucharistiefeier gingen die Schwestern und weitere Gottesdienstbesucher in einer Prozession ans Grab von David Fuchs zu einer kleinen Gebetsfeier. Superior Oster, Generaloberin Sr. Judith Kaupp und die Schwestern vom Generalrat stellten ein Licht aufs schneebedeckte Grab als Dank für seinen Glauben und seinen Mut, sich der Not der Zeit zu stellen und zu handeln. So ist er heute für uns ein Vorbild und eine Herausforderung.


April 2010: Verleihung der Klosterladen-Awards

Frau Gruber und Sr. Bernadette
Frau Gruber und Sr. Bernadette
Schaufenster Wallfahrtsladen
Schaufenster Wallfahrtsladen

In  der Abtei Frauenwörth (Chiemsee) fand vom 19. - 21. April das 2. Klosterladen-Symposium  statt. Am 20. April wurden bei einem Festabend die begehrten Preise für Innovationen im Bereich der Klosterläden vergeben.

In sieben Kategorien traten etwa 50 Vertreterinnen und Vertreter von Klosterläden aus ganz Deutschland an: "Das überzeugendste Klosterprodukt", "Die beste Umsatzentwicklung 2009", "Die originellste Aktion 2009", "Der beste Internetauftritt", "Das schönste Schaufenster", "Der interessanteste Ladenhüter und seine Geschichte" und "Der schönste Klosterladen" sollten ausgezeichnet werden. Die Trophäe, ein gotisches Fenster in Schiefer, Glas und Bronze, wurde insgesamt sieben Mal vergeben.

Und dann kann selbst der Heilige Josef schon mal ungestraft zum Ladenüter werden. Im Karmel in Berlin jedenfalls stand die geschnitzte Heiligenfigur seit vielen Jahren wie Blei in den Regalen, nachdem ihm ein Kunde Frau und Kind entführt hatte. Doch den Josef wollte niemand haben, und so wartet er dort weiterhin auf neue Adoptiveltern. Auf der Fraueninsel kam der Weitgereiste - er wurde eigens mit auf die Insel gebracht - zu neuen Ehren.

In der Rubrik "Der interessanteste Ladenhüter und seine Geschichte" wurde er mit einem Klosterladen-Award auszeichnet. Als überzeugendstes Klosterprodukt konnte die Abtei Frauenwörth mit ihrem Kaffeekonfekt aufwarten. Die Marzipanspezialität gehört zum klostereigenen Leckereiensortiment, das seit Jahrzehnten von den Schwestern in Handarbeit hergestellt wird.

Den Preis für "Die originellste Aktion 2009" sicherte sich der Klosterladen Windberg, der seit vergangenem Herbst im niederbayerischen Lokalradio mit großem Erfolg originelle Radiospots für den Laden schaltet. Und auch die Vier-Türme-Buchhandlung der Abtei Münsterschwarzach weist mit ihrem Internetauftritt und dem angegliederten Online-Shop in Richtung Zukunft.

Gleich zwei Preise konnte sich die kleine Klosterbuchhandlung Haus Lebensquell im Kloster Heiligenbronn sichern: den Preis für das schönste Schaufenster erhielten die Schwestern für ihre Erstkommuniondekoration. Und außerdem konnte für 2009 ein Rekordergebnis gemeldet werden, was einen Award für "Die beste Umsatzentwicklung 2009" einbrachte.

Bei der Verleihung des Haupt-Awards des Abends gab es allerdings eine Überraschung: Nicht ein, sondern zwei schönste Klosterl, den gibt es dieses Jahr! Beide ein gelungenes Beispiel, wie Läden für religiöse Literatur, Devotionalien und andere schöne Dinge im Jahr 2010 aussehen können: Zum einen wurde der Karmeliten Klosterladen in Bamberg, der dort im vergangenen Jahr neu gegründet wurde, zum "schönsten Klosterladen" gekürt. In hellen Holztönen erstrahlt dieser etwa 100 qm große Laden in dem alten Gewölbe und bezaubert Bewohner und Touristen der Stadt. Zusätzlich wurde die ars liturgica Buchhandlung der Abtei Maria Laach in der Eifel mit einem Sonderpreis als schönster Klosterladen ausgezeichnet. Ein Sonderpreis deshalb, weil dieser Laden, der seine Fläche mit einem - nicht nur architektonisch - gelungenen Rundbau im vergangenen Jahr mehr als verdoppelte auf nun 450 qm, sowohl von den Besucherzahlen als auch vom Umsatz schon jeher in anderen Kategorien läuft. Nun stellt er auch optisch ein Aushängeschild für den gesamten religiösen Buchhandel dar.

Neben den Award-Trophäen konnten alle Preisträger Sachpreise entgegen nehmen, die von den Sponsoren KM. katholischermedienverband e. V., Butzon & Bercker GmbH, borro medien GmbH sowie den Verlagen Kunst & Reise, Pattloch, Don Bosco sowie dem Beuroner Kunstverlag gestiftet wurden.

Die Klosterladen-Awards wurden im Rahmen des 2. Klosterladen-Symposiums vergeben, das erstmalig vor drei Jahren in Altenberg stattfand. Auf Initiative der MDG Medien-Dienstleistung GmbH soll hiermit der Austausch und die Zusammenarbeit von Klosterläden im gesamten deutschsprachigen Raum gefördert werden.Die MDG Medien-Dienstleistung GmbH ist eine Unternehmensberatung der katholischen Kirche. Seit mehr als 30 Jahren berät die MDG konfessionelle Medienunternehmen.

Für Kloster Buch- und Kunsthandlungen wurden in den vergangenen Jahren insgesamt drei Erfahrungsaustausch-Gruppen etabliert, die von Beratern der MDG moderiert und begleitet werden.


April 2010: Pressebericht (Ewald Graf) zum Klosterladen Award

Der Wallfahrtsladen des Klosters Heiligenbronn im Haus St. Konrad gewann im Rahmen des Klosterladen-Symposiums am Chiemsee zwei Preise für das schönste Schaufenster und die beste Umsatzentwicklung. 
Bei dem zweiten bundesdeutschen Klosterladen-Symposium in der Abtei Frauenwörth im Chiemsee waren in sieben Kategorien Preise ausgelobt. Der kleine Wallfahrtsladen in Heiligenbronn erhielt zweimal den ersten Preis zuerkannt: für die beste Umsatzentwicklung 2009 und für das schönste Schaufenster, dekoriert für die Erstkommunion. Schwester Bernadette Gaile und Mitarbeiterin Daniela Gruber, die den Heiligenbronner Wallfahrtsladen führen und die Preise entgegennahmen, waren schon ein wenig stolz, dass sie sich gegen wesentlich größere Konkurrenz durchsetzen konnten. 
Zu den anderen Preisträgern gehörten etwa die Klosterläden in Bamberg, in der Abtei Münsterschwarzach oder in Maria Laach in der Eifel. Neben zwei Trophäen, die ein gotisches Fenster in Schiefer, Glas und Bronze darstellen, erhielt der Wallfahrtsladen auch einen Geldpreis von 500 Euro und einen Kartenständer als Auszeichnung. 
Der Klosterladen-Wettbewerb wird von der Medien-Dienstleistungs GmbH, einer Beratungsfirma der Deutschen Bischofskonferenz, und Sponsoren ausgerichtet. "Die Preise sind für uns alle", betonte Schwester Bernadette bei einer kleinen Feier, die anlässlich dieser Auszeichnungen nach der Rückkehr in Heiligenbronn veranstaltet wurde. Sie bedankte sich für die Unterstützung, die der Wallfahrtsladen von Kloster und Stiftung St. Franziskus erhalte. Sie habe auf dem Symposium vielen erst erklären müssen, wo Heiligenbronn liege, berichtete die Ordensschwester. 
Daniela Gruber berichtete vom Symposium, das unter dem Motto stand: "Ein Stück Himmel auf Erden " Was Klosterläden so besonders macht". Gemeinsam wurden die Trends und Herausforderungen der Zeit besprochen wie etwa eine diffuse Spiritualität und oft fehlendes Glaubenswissen. 
Den Heiligenbronner Wallfahrtsladen zeichneten viele eigene Produkte aus wie die von Schwestern verzierten Kerzen, die Produkte zur Ausstellung "Leben Jesu", aber auch etwa die Artikel des Künstlers Egino Weinert. Sie achteten darauf, bekundete Daniela Gruber, dass auch Jugendliche, die oft unter den Kunden seien, günstige Angebote fänden.