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Viertklässler der GHWRS Calw Badstrasse verbringen vier Tage im Kloster
Klosterleben kennen lernen – und dabei mitten drin im Leben sein!
Erfahrungsbericht zu den Filmexerzitien 2010
"Ora-et-labora-Woche" im Jugendbereich
Ferienfreizeit im September 2009
Bericht aus Markgröningen
"Komm und sieh"
Projekttage vom 13.-15. März 2007 der Projektgruppe: "Stille - Meditation"
Mein Glaubensweg
Weltjugendtag in Köln .... und wir mittendrin!
Bilder vom Weltjugendtag
"Ora et labora" in Heiligenbronn
Jugend Impulse
Informationen![]()
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Unter diesem Motto erlebten 14 Firmbewerberinnen und 2 Begleitpersonen aus Ehningen vom 3.-5.6.11 ein beeindruckendes, interessantes und tolles Wochenende im Kloster Heiligenbronn bei Schramberg.
Die junge Franziskanerin Schwester Johanna nahm sich viel Zeit für uns und ermöglichte uns auf diese Weise ehrliche und persönliche Einblicke in das heutige Klosterleben.
Eine Teilnehmerin fasste ihre Erfahrungen bei der Abfahrt so zusammen:
„Jetzt weiß ich: Auch Klosterschwestern sind ganz normale Menschen!“
Jede Jugendliche konnte für sich persönlich viel mitnehmen.
Einige weitere Eindrücke der Firmlinge lesen Sie hier:
Gerne erzählen wir mehr – fragen Sie einfach bei uns nach!
Nach Oben![]() Atrium Haus Lebensquell |
Mit „Durch das Dunkel hindurch“ waren die Film-Exerzitien überschrieben, zu denen sich in der Osterwoche 6 junge Erwachsene im Kloster Heiligenbronn einfanden. Sie liesen sich von den beiden Filmen „Gran Torino“ und „Ein einziger Augenblick“ ansprechen und spürten, wie in den Filmen ihre eigenen Lebensfragen und Lebensthemen vorkamen: Sei es die Frage vom Umgang mit erlitttener oder selbst verursachter Schuld, von Hoffnung und Zweifel / Verzweiflung, von Ich-Bezogenheit und Nächsten-Liebe.
Das gemeinsame Anschauen der beiden Filme bildeten jeweils den morgendlichen Auftakt nach Morgen-Impuls und Frühstück – und mündete in ein „Film-Schweigen“, einer Zeit der Stille und des persönlichen Nachdenkens: Was beeindruckt mich am Film? Welche Situation oder Person haben eine Botschaft für mich?
Am Nachmittag tauschten sich die Teilnehmer über ihre persönlichen Fragestellungen aus, bevor dann eine biblische Erzählung „Gott ins Spiel brachte“ und so die eigenen Fragen mit der leidenschaftlichen Liebe Gottes konfrontiert wurden. Anschaulich wurde dies in der Ausstellung der Tonfiguren von Raul Castro: Zum Beispiel beim Thema Umgang mit Schuld: Jesus verhindert die Steinigung der Ehebrecherin, sie und die Schriftgelehrten bekehren sich.
Der 3. Tag diente dazu, die aufgebrochenen Fragen zu bündeln – kreative Methoden halfen dabei. Den Abschluss bildete ein meditativer Abend-Gottesdienst in der Wallfahrtskirche.
Die nächsten Film-Exerzitien für junge Erwachsene finden in der Osterwoche 2011 statt.
Eindrücke von Teilnehmer/innen:
Michael Holl
| "Ora-et-labora-Woche" im Jugendbereich Ora et labora – Woche vom 14.09.-18.09.08
Einige Tage (fast) so leben, wie immer: Und trotzdem etwas Neues erleben: Miteinander beten und arbeiten, So hatten wir unsere gemeinsamen Tage innerhalb unserer Seelsorgeeinheit für Jugendliche ab 15 Jahren ausgeschrieben gehabt. „ABENTEUER MENSCH“ Schon beim ersten Ankommen, wurde deutlich, warum sich die Einzelnen angemeldet hatten und was ihnen dabei auch wichtig war: Gemeinschaft erfahren – Glauben miteinander teilen – Gott begegnen – den Alltag mal etwas anders erleben – gute Gespräche haben - spielen – beten – singen und vieles mehr!
Morgens begann der Tag immer um 06.00 Uhr mit einem Morgengebet. Den Tag mit Gott beginnen, ihn in SEINE Hand legen und darum wissen, dass jede/r von einer Gemeinschaft mitgetragen wird, ist eine gutes Fundament für den Alltag. Wie im „ganz normalen“ Leben wurden dann die Herausforderungen des Alltages gemeistert. Dazwischen fand Begegnung statt beim gemeinsamen Mittagessen, beim Trampolinspringen auf dem Gelände, beim Musik hören, Hausaufgaben machen, ins Fußballtraining gehen, schlafen, etc. Nach dem Abendessen, das von der Gruppe selbst zubereitet wurde, trafen wir uns alle im Meditationsraum, wo wir uns mit dem Thema „Abenteuer Mensch“ beschäftigten und unser eigenes Leben auf verschiedenste Weise in den Blick genommen haben.
Ich will aufbrechen Den vielen Ungereimtheiten, Ich wende mich der Welt entgegen, wende ich mich entgegen, Dir, Gott, wende ich mich entgegen, Ich gehe das Abenteuer ein, Sr. Anna-Franziska Fehrenbacher | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nach Oben![]() im Meditationsraum | ![]() beim Essen | ![]() Begegnung mit der Gruppe Fridolin | ![]() Kutschfahrt mit Monika Schumacher | |||
![]() Lobpreis mit der Gruppe Fridolin | ![]() Monika und Sr. Agnes | ![]() Gruppenbild | ||||
Wir waren Teilnehmer der ersten Heiligenbronner Ferienfreizeit.
Nun möchten wir Euch im Folgenden einen Rückblick der Freizeit mit unseren persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen erläutern.
Als wir angekommen sind haben wir einige Kennenlernspiele gespielt.
Sr. Johanna und Sr. Anna-Franziska (die Leiterinnen der Ferienfreizeit) verliehen uns einen Überblick über das Klostergelände,
indem sie uns in einem Spaziergang viel über den Ort Heiligenbronn erklärten.
Anschließend durften wir uns einen Platz, der auf uns beruhigend und angenehm wirkte, aussuchen.
An diesem Platz sollten wir genauer über unser bisheriges Leben nachdenken und auch unsere Erwartungen an die Ferienfreizeit notieren.
Es war einmal interessant über sein bisheriges Leben nachzudenken, da man im Alltag, durch beispielsweise Schulstress,
nie Zeit dazu findet sich Gedanken darüber zu machen.
Eine andere Aufgabe, die uns Sr. Johanna und Sr. Anna-Franziska zur Verfügung gestellt haben,
war, dass man seine eigene Vorstellung von Gott aufzeichnen sollte und sich gleichzeitig darüber Gedanken zu machen,
wo Gott uns im Alltag überall begegnet.
Zusätzlich erlebten wir einen interessanten Abend mit der Gruppe Fridolin, in der Seh- und Hörbehinderte Menschen leben.
Auch hat uns sehr fasziniert, dass diese Menschen mit Behinderung so glücklich und lebensfroh sein können.
Ein weiteres Erlebnis war der regelmäßige frühe Besuch des Gottesdienstes in der hauseigenen Hauskapelle.
So konnte man den Tag in Ruhe beginnen lassen.
Unsere Meinung über die Ferienfreizeit lautet, dass wir alle vier es dort sehr interessant fanden,
wie ein Klosterleben in der heutigen Zeit abläuft.
Zusätzlich war es, wie vorhin schon einmal kurz erwähnt, sehr spannend sich nähere Gedanken über Gott und sein eigenes Leben zu machen.
Durch die Ferienfreizeit war unser Schulstart einfacher, denn dadurch konnten wir viel Energie und Kraft sammeln.
Manuela u. Katja Mütsch, Theresa Schmitt, Lena Landwehr
Die Reise zu uns selbst
Der Reli-Kurs 13 im Kloster Heiligenbronn vom 30.01.-01.02.08
Mittwochmorgen:
Zwölf katholische Schüler des HGG und des HLG sowie deren Oberguru Herr Dr. Wehner machen sich auf eine lange Reise - auf die Reise zu sich selbst. Der Assistenzguru Herr Professor Hilbert musste, aufgrund seines Postens als Konrektor, kurzerhand eine Schule vor dem Armageddon retten und musste leider im letzen Moment absagen. Schon die Fahrt mit Herrn Wehner stimmte uns auf das ein, was uns in den nächsten zwei Tagen erwarten würde: interessante Themen und neue Erfahrungen, gepaart mit einer Prise Spaß!
In Heiligenbronn bei Rottweil angekommen, erwartete uns der erste Schock: Statt Sean Connery und einem mysteriösen Mordfall in der geheimen Bibliothek eines mit gotischen Spitzbögen übersäten Klostergebäudes wurden wir von Schwester Anna-Franziska und der Novizin Ulrike herzlich in Empfang genommen. Nachdem wir unsere Zimmer und Betten bezogen hatten, wurde unser Bild eines Klischeeklosters vollkommen zerstört: Strom und fließend Wasser - das hatten wir nicht erwartet.
Um uns aus der geistigen Krise herauszuhelfen, stärkte uns Küchenchefin Anita mit riesigen Schnitzeln und Kartoffeln aus klostereigenem Anbau. Der körperlichen Stärkung folgte die Stärkung des Geistes durch die Einweisung in den Psalmengesang. Unser Mittagsprogramm wurde durch eine Begehung des Klostergeländes abgerundet, bei der wir viel über die Arbeit mit geistig und mit körperlich Behinderten lernten. So ist die komplette Anlage mit einem besonderen Leitsystem ausgestattet, dass jedem Blinden die selbständige Orientierung gewährleistet.
Bevor wir zum Abendessen übergingen, nahmen wir an der Vesper teil und durften hier unsere am Mittag erlernten Fähigkeiten im Psalmensingen unter Beweis stellen. Es folgte ein Abendessen, das seinesgleichen sucht: Wir wurden von Anita verwöhnt mit Riesenbroten aus der Klosterbäckerei. Gegen 20.30 Uhr stand eine spirituelle Kirchbegehung an, welche die Besichtigung der berühmten Heilwasserquelle als Klimax beinhaltete. Anschließend beteten wir im Zuge einer GFS gemeinsam den Rosenkranz.
Unbemerkt war die Nacht hereingebrochen. Zeit, ins Bett zu gehen - zumindest für den Oberguru! Dieser führte uns bereits um 7.20 Uhr mit morgendlicher Frische zur Laudes, dem katholischen Kirchengebet. Der Schönheitsschlaf hatte wieder mal seinen Dienst erwiesen: Der Teint unserer Ikone strahlte eine Energie aus, die auf uns überschwappte und bei jedem auch die letzte Müdigkeit verfliegen ließ. Putzmunter gingen wir zum Frühstück, wo bereits Anita mit einem riesigen Teesortiment auf uns wartete. Das ließen sich auch die restlichen 90 Prozent der HLG-Schüler, die jetzt erst aus Markgröningen anreisten, nicht nehmen. Hier bestätigte sich -wie so oft in den letzten zwei Jahren - das Klischee, dass HLG-Schüler des diesjährigen Abijahrgangs kommen (und gegebenenfalls auch gehen), wie es ihnen beliebt.
Der Tag war dem autogenen Training gewidmet, zu welchem wir uns im Anschluss ans Früchstück im Meditationsraum trafen. Ziel dieses Trainings war es, somatische Marker, die Vorboten und Auslöser unserer negativen Angewohnheiten und Probleme, frühzeitig zu erkennen und diese somit abzuschaffen bzw. zu lösen. Bis zum Mittagessen wurde uns die Aufgabe auferlegt, unser persönliches Problem nach und nach auf einen Satz zu fixieren.
Zum Mittagessen überraschte uns Anita mit riesigen Käse-Makkaroni-Portionen. Im Anschluss daran und an die folgende Mittagspause, die unter anderem zum Shopping im ortsansässigen Textil-Discount genutzt wurde, ging es mit dem autogenen Training weiter. Schritt für Schritt suchten wir uns unter der Anleitung unseres Mentors die Lösung für unser Problem. Eine der letzten Aufgaben bestand zum Beispiel darin, sich die Situation bildlich vorzustellen und auszumalen, in der wir unsere Angewohnheit abgelegt bzw. unser Problem gelöst haben. Dazu legten wir uns auf den Boden, schlossen die Augen und „beobachteten“ die Antworten auf die Fragen, die uns Herr Wehner stellte und welche vor unserem inneren Auge erschienen. Unterbrochen wurde dieses intensive Training nur durch die Kaffee- und Kuchenpause, an welche die Beendigung des Trainings anschloss.
Mit dem positiven Gefühl, etwas erreicht zu haben, machten wir uns zur Vesper auf, an welche erneut das Abendessen anschloss. Schwester Anna-Franziska und Ulrike hatten es sich nicht nehmen lassen, Raclette für insgesamt 20 Leute vorzubereiten, welches von Anita mit einem riesigen Weinsortiment abgerundet wurde. Es war erneut Nacht geworden, und während unser Vorzeigepädagoge mit den Schwestern im Essensraum verweilte, zogen sich die Schüler auf ihre Etage zurück - vielleicht ein Fehler, denn so verpassten sie den Auftritt der Band (Tobias an der Gitarre, Manuel an der Muntermonika und Sebastian an der Tür) , welcher von Experten des Showbiz eine goldene Zukunft und viele Nummer-Eins-Hits prophezeit werden: ProChromatic,! Etwas Mystisches lag in der Luft, als die drei Jungs ihr Können zum Besten gaben und nicht nur die mitgereisten Fans verzauberten, man möchte beinahe sagen: musikalisch verführten. Nach etlichen Zugaben und dem sich dem Konzert anschließenden „Meet and Greet“ war es Zeit, ins Bett zu gehen - zumindest für den Oberguru.
Dieser erwartete uns am darauf folgenden Freitagmorgen gewohnt erholt und gut gelaunt. Zielsicher geleitete er uns zur Laudes, an deren Gestaltung wir als mittlerweile erfahrene Psalmensänger und -sängerinnen souverän mitwirken konnten. Nach dem sich der Laudes anschließenden Frühstück versammelten wir uns erneut im Meditationsraum. Zwar war das autogene Training vorüber, doch Herr Wehner hatte auch weiterhin für ein interessantes Programm gesorgt. Anna-Franziska und Ulrike erzählten uns, wie sie zu ihrer Entscheidung kamen, in ein Kloster einzutreten, welche Folgen diese Entscheidung mit sich brachte und was man als (angehende) Ordensschwester für Aufgaben hat. Zusätzlich beantworteten sie jede Frage, die von uns gestellt wurde, ausführlich, sodass die Zeit bis zum gemeinsamen Mittagessen schnell vorüber ging. Im Anschluss daran schlüpften wir in Schuhe und Jacke und machten uns auf die Heimfahrt, während welcher wir über das Kloster sprachen, im Stau standen und interessante Musik hörten.
Wir danken Herrn Wehner für diese zwei Tage, welche sicher jedem von uns in Erinnerung bleiben werden, dafür, dass er uns das Bild eines mittelalterlichen Klosters (siehe „Im Namen der Rose“) genommen hat und dafür, dass er es auf sich genommen hat, das autogene Training vorzubereiten und durchzuführen.
Tobias Großmann, Manuel Neuberger, HGG
Am 16. Mai fand im Gemeindehaus Lützenhardt eine Jugendaktion statt mit ca. 20 Jugendlichen. Sieben Schwestern aus dem Kloster Heiligenbronn erzählten von ihrem Weg, ihrem Leben, ihrem Alltag im Kloster.
Gegen 19 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Heiligenbronn bei Waldachtal mit Impulsen für den Weg. Es begleitete uns die Zusage Gottes: "Du bist mein geliebter Sohn/meine geliebte Tochter"
In Heiligenbronn wurden wir von Sr. Reinholda mit Wasser und frischen Wecken empfangen und konnten uns stärken.
Um 20 Uhr feierten wir in der Kirche einen Lobpreisgottesdienst, mit einem kl. Ritus zur Erinnerung an die Taufe, vielen Liedern und die Möglichkeit, Bitten, Anliegen mit einem Weihrauchkorn vor den Herrn zu bringen.
Gegen 21.30 Uhr gingen die ca. 30 Mitfeiernden zufrieden nach Hause und zurück in ihren Alltag.
Walter-Erbe-Realschule
Tage der Orientierung 2007
Bericht vom Aufenthalt im Kloster Heiligenbronn vom 20.-21.03. 2007 im Haus St. Anton von Sr. Anna-Franziska
Es ist schon mindestens 7 Jahre her, seit sich jeweils eine der 8. Klassen im Fach Religion, zusammen mit Herrn Rudolf Renner, auf den Weg nach Heiligenbronn macht, um sich das Klosterleben vor Ort einmal anzuschauen. Nachdem die Gruppe vormittags mit dem Bus anreiste, und die Zimmer bezogen waren, begannen wir die gemeinsame Zeit mit einer Kennenlernrunde.
Da die SchülerInnen die beiden Tage über an den Stundengebeten der Schwestern teilnehmen, haben wir dieses Mal den Psalm 146, der am nächsten Tag in der Laudes u.a. gebetet wurde, auf unterschiedliche Weise betrachtet.
Es sind dabei auch tolle Bilder entstanden.
Nachmittags recherchierte die Gruppe erst einmal auf eigene Faust die Besonderheiten des Ortes, die wir anschließend zusammengetragen haben.
Dann machten wir uns nochmals gemeinsam auf einen Rundgang durch das Gelände, wobei der Start natürlich an der Gnadenquelle war, dem Ursprung des Ortes.
Anschließend haben wir uns nochmals näher mit dem Stundengebet beschäftigt, zu dem wir uns drei mal am Tag in der Schwesterngemeinschaft in der Kapelle zusammenfinden.
Abends nach der Vesper fand ein richtiges Vesper in der Gruppe Fridolin statt. Die Begegnung mit blinden oder sehbehinderten jungen Menschen war für alle sehr eindrücklich.
Am nächsten Morgen nach der Laudes und dem gemeinsamen Frühstück war die alljährliche FrageRunde dran, in der die Jugendlichen den Schwestern sämtliche Löcher in den Bauch fragen konnten, die einem eben so einfallen, wenn es die Möglichkeit gibt, einer Ordensfrau zu begegnen. Ob alle Fragen auch beantwortet werden können, ist nochmals eine andere Sache. Dieses Mal waren auf alle Fälle sehr ernsthafte Fragen dabei, wodurch ich diese Runde sehr ernsthaft und intensiv empfunden habe.
Anschließend machten wir uns auf den Weg zu den peruanischen Tonfiguren von Raul Castro, der für Heiligenbronn das Leben Jesus dargestellt hat. Nachdem wir uns im Einzelnen verschiedene Szenen vom „öffentlichen Wirken Jesu“ gemeinsam betrachtet haben, konnte jede/r noch einen ganz persönlichen Brief an Jesus schreiben, mit allen Wünschen, die ein junger Mensch an Gott, an sich selber, an die Zukunft, für das eigene Leben hat. Der Besuch im Wallfahrtsladen, in den Blindenwerkstätten, in denen Bürsten und Körbe jeglicher Art hergestellt werden, und die blinden und sehbehinderten Menschen sich über die Schulter „gucken“ lassen, ist ebenfalls immer mit dabei.
Nach dem Mittagessen und einer abschließenden Runde im Meditationsraum ist die gemeinsame Zeit auch schon wieder vorbei – das geht immer schneller, als man denkt!
Hier noch abschließend ein paar Rückmeldungen der Jugendlichen aus der Abschlußrunde:
Was hat mir gefallen, fand ich positiv?
Nette Leute – neue Erfahrungen – Reliunterricht über das Kloster – Tonfiguren – Gemeinschaft – es war interessant – gute Kommunkation – Bild malen – mal sehen können, wie so ein Tag im Kloster aussieht – Begegnung im Haus Fridolin und den Werkstätten – …
Was hat mir nicht gefallen?
Zu früh ins Bett – Gebete/Sprechgesang mit den Schwestern – Gesang zu hoch – wenig Schlaf – wenig Freizeit – ein bisschen zu viel Programm - …
![]() beim Ankommen | ![]() bei der Fragerunde | ![]() beim Austausch | ||
![]() Führung vor der Kirche | ![]() in der Kirche | ![]() im Atrium Haus Lebensquell | ||
![]() in der Korbmacherei | ![]() in der Küche | ![]() bei St. Konrad | ||
Keplergymnasium Freudenstadt
Projekttage 2007 Projektgruppe „Stille – Meditation“
Bericht vom Aufenthalt im Kloster Heiligenbronn vom 13. 03. – 15. 03. 2007
Haus St. Anton
Tag 1:
Angekommen an der Bushaltestelle wurden wir von Schwester Anna Franziska abgeholt, die uns dann zum Kloster brachte. Sie war während der Dauer unseres Aufenthalts für uns zuständig und wirkte auch an unserem Programm mit. Schon beim ersten Blick auf das Klostergelände fiel uns auf, dass dieses viel moderner und auch größer war als wir es uns vorgestellt hatten.
Natürlich machten wir uns sofort ans Einrichten. Viel Zeit hatten wir dazu jedoch nicht, denn es ging bald auch schon zur „Vesper“. Einige von uns waren etwas irritiert: unter „Vesper“ hatten wir uns etwas Anderes vorgestellt. Denn es gab nichts zu essen - stattdessen nahmen wir an einer von den täglichen Gebetsstunden teil. Anfangs hatten wir einige Schwierigkeiten mitzukommen und die Texte in dem dicken Stundengebetsbüchern zu finden, aber mit der Zeit kamen wir immer mehr dahinter, nicht zuletzt auch durch die Hilfe der Schwestern, die sich öfter auch einmal umdrehten um uns zu zeigen wo wir gerade waren.
Nach der Vesper erzählte uns Schwester Anna Franziska einige interessante Dinge über die Geschichte des Klosters.
Und dann begannen wir schließlich mit der stillen Meditation. Wir besprachen was Stille überhaupt ist und begannen dann auch mit den praktischen Übungen- zunächst mit fünf Minuten Stille zu Eingewöhnung, aber auch das bereitete Manchen schon Schwierigkeiten. Trotzdem konnten wir beim folgenden Abendessen schon die Auswirkungen der Stille auf uns erkennen: auch wenn wir jetzt wieder reden durften, herrschte trotzdem totale Stille!
Nach dem Essen meditierten wir dann eine weitere halbe Stunde und sprachen danach über unsere Empfindungen. Danach hatten wir freie Zeit, die wir selbst gestalten konnten. Um 22.00 Uhr war dann Nachtruhe.
Tag 2:
Um 7 Uhr hieß für alle aufstehen und fertig machen zur Laudes, dem Morgengebet. Nach dem Frühstück begannen wir wieder mit der Meditation. Zum Wachwerden mit einer viertel Stunde Stille. Danach bearbeiteten wir in Gruppen einige Aufgaben.
Nach einer kurzen Pause nahmen wir an der Mittagshore teil und gingen anschließend zum Mittagessen. Danach trafen wir uns wieder im Gruppenraum um zu meditieren. Dieses Mal machten wir einen „Gang durch die Natur“ bei dem wir bewusst auf die Natur achten sollten.
Da alle hungrig geworden waren, gab es anschließend Kaffee und Kuchen.
Danach führte uns Schwester Anna Franziska durch das Klostergelände und erklärte uns die Funktion sämtlicher Einrichtungen. Die Klostergemeinschaft hat sich darauf spezialisiert Menschen mit Behinderungen zu helfen. Es wurden mehrere Schulen und auch Berufschulen gebaut und auch Zentren in denen Mehrfachbehinderte leben. Von diesem selbstverständlichen Zusammenleben der behinderten Menschen, der Schwestern, aber auch von den ca. 1200 Mitarbeitern und der uneingeschränkten Lebensfreude die diese Leute ausstrahlten waren wir alle schwer beeindruckt.
Abends nahmen wir wieder an der Vesper und danach noch an einem Gottesdienst teil, bevor wir dann zu Abend aßen. Danach hatten wir dann wieder freie Zeit.
Tag 3:
Auch am 3.Tag nahmen wir wieder an der Laudes teil. Wir begaben uns wieder in das tolle Gebetshaus.
Danach gab es dann wieder Frühstück, bevor wir wieder einige Zeit meditierten. Als letzte Meditationsrunde wurden wir noch durch eine Figurenausstellung eines peruanischen Künstlers über das Wirken Jesu geführt. Nach dem Mittagessen wurde auf den Zimmern gepackt, bis wir dann schließlich um 15.00Uhr abreisten.
Die Zeit, die wir im Kloster verbringen durften war leider viel zu kurz, trotzdem nahmen wir viele neue Eindrücke mit und sammelten viele Erfahrungen. Diese schöne Zeit werden wir wohl nie vergessen! Alles war einfach so beeindruckend.
Ein Bericht über das Projekt im Kloster. Von Ann-Katrin Röller
![]() Sr. M. Anna-Franziska Fehrenbacher |
Gott nimmt mich ernst, ER möchte etwas mit meinem Leben zu tun haben – ER kennt mich.
Als Jugendliche war mir davon wenig bewusst. Ich bin in die Kirche gegangen, weil das von unserer Familie her eben so üblich war – es hat zum Sonntag dazugehört. Aufgewachsen bin ich mit 5 älteren Brüdern und 2 Schwestern (als 2.jüngste), ich habe den Realschulabschluss gemacht und wurde in einem Autohaus zur Bürokauffrau ausgebildet.
In meiner Freizeit habe ich aktiv Fußball gespielt und war begeisterte Akkordeonspielerin in einem Akkordeonorchester und auch sonst bin ich immer sehr gerne mit anderen zusammen gewesen. Eigentlich nichts Außergewöhnliches, sondern eher ganz normal alles!
Parallel zu meiner beruflichen Ausbildung ist mir auf der Ebene des Glaubens vieles zugewachsen. Wir hier in Heiligenbronn haben begonnen, mit einem kleinen Jugendgottesdienstteam immer wieder Sonntagsgottesdienste zu gestalten (was in unserer Gemeinde damals fast revolutionär war – übrigens bin ich hier in Heiligenbronn auch aufgewachsen).
In der Jugendgottesdienstgruppe zu sein, hat Spaß gemacht und es waren Beziehungen, Freundschaften, die mir sehr viel persönlich gebracht haben. Menschen zu begegnen, die mich ernst nehmen, die mir zuhören und sich für mich wirklich interessieren, begegnen einem nicht immer. Dass wir über unseren Glauben, über Gott sprechen konnten und IHN auch dabei erfahren durften, war mir wichtig und auch etwas Besonderes.
Ich durfte Menschen erleben, die mir Vorbild waren, die für mich überzeugend ihren Glauben leben und daraus auch ihre Kraft schöpfen. Das hat mich immer mehr fasziniert und ermutigt.
Im Miteinander hat sich für mich eine ganz neue Qualität von Leben, von Gemeinschaft angebahnt und ich habe Gott nochmals ganz neu kennen gelernt. Glaube wurde für mich immer konkreter und lebendiger.
Es waren viele kleine Schritte, auch mit vielen Zweifeln, mit viel Suchen, wo es bei mir hingeht, mit Angst, ob ich überhaupt meinen Platz auf der Welt finde, an dem ich glücklich werden kann. Ich suchte irgendwo Halt und Geborgenheit und damals hätte ich das vielleicht nicht einmal so ausdrücken können. Es war oft mehr ein Gefühl, eine Sehnsucht, ein Wunsch nach mehr, ein Suchen nach dem Sinn des Lebens ...
Schlüsselerfahrung – einschneidende Lebensentscheidung
Irgendwann ist mir ein Text begegnet, damals war ich 22 Jahre alt, der mir an einer Stelle meines Weges geschenkt worden ist, wo ich im nachhinein sagen kann, dass Gott mich damals sehr konkret angesprochen und auch angefragt hat, ob ich mich für ihn entscheiden und mit IHM meinen Weg gehen will... und ich habe damals JA gesagt. Gott hat mich an dieser Stelle meines Lebens sehr konkret angesprochen und an die Hand genommen.
Dieser besagte Text aus Jesaja war ab da mein ständiger Begleiter. Bei jedem Wohnortswechsel zum Studium, zu einem halbjährlichen Auslandspraktikum in England, zu einem einjährigen Aufenthalt in Chemnitz, hatte ich den Text in Gestalt einer einfachen Postkarte mit dabei.
Es war ein einziger Satz, der mir aus dem Mund des Propheten Jesaia zugesagt wurde:
„Fürchte dich nicht, ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen – Du gehörst mir!“
Während meines Betriebswirtschaftsstudiums wurde mir immer mehr klar, was mir wichtig ist, was in meinem Leben Priorität hat. Alleine den Glauben zu leben, geht nicht. Christ sein lebt aus der Gemeinschaft.
Geld verdienen, einen guten Job haben, ist nichts Schlechtes, aber es war bei weitem nicht alles, was mir im Leben wichtig war. Die Einsamkeit, das anders sein, das anders denken, habe ich in der Zeit sehr deutlich gespürt und mir war klar, dass Gott seine Hand auf mich gelegt hat.
Keine Berufsentscheidung – sondern Lebensentscheidung auf Gott hinNach meinem Studium wollte ich dann eine weitere Ausbildung zur Gemeindereferentin beginnen, doch so kurz nach meiner Diplom-Arbeit stand auf einmal, fast schon unvermittelt, in einem Gespräch der Gedanke an Kloster im Raum. Niemals vorher wäre ich auf diesen Gedanken gekommen. An dem Tag war mir klar, dass es bei mir nicht um eine neue Berufsentscheidung geht, sondern um eine Lebensentscheidung.
Es war so klar, dass sich eine mir bis dahin ungeahnte Freude aufgetan hat und es kam mir vor, als ob ich auf einem ganz langen Weg meiner Suche an einem Ziel angelangt wäre. Es war unbeschreiblich.
Natürlich war dieser ganze Weg auch verbunden mit ganz vielen Zweifeln und Ängsten. Vieles, was in mir an Gefühlen da war, konnte ich oft nicht in Worte fassen. Manchmal war mir so, als ob ich keinen Schritt vorwärts kommen würde. Ängstliches Fragen, Zweifel, begleiten mich auch heute immer wieder.
Aber die Gelassenheit und das Vertrauen wird stärker und je mehr ich Erfahrungen mit Gottes Treue und seinem Mitgehen mache, desto besser kann ich auch mit Situationen umgehen, wo es auch mal dunkle und schwierige Wegstrecken und Durststrecken zu meistern gibt. Jede neue Entscheidung, jede Hürde, jede Krise, die ich aktiv angegangen bin, haben mich wachsen lassen.
Mittlerweile weiß ich, dass Gott mich gerufen hat. In einer Klostergemeinschaft zu leben, ist nicht nur einfach, aber ich werde mitgetragen und meine Berufung darf sich darin entfalten und wachsen.
Im Gehen, in den vielen Entscheidungen, die ich getroffen habe, darf ich auch immer klarer meinen eigenen Weg entdecken, darf ich Gott als einen wirklichen Partner an meiner Seite erfahren.
Ich werde immer wieder neu aufbrechen, auf dem Weg bleiben, neu um Antworten ringen. Doch die Beziehung zu Gott, zu diesem DU, das in Jesus Christus für mich sehr konkret sichtbar und erfahrbar geworden ist, wird stärker und führt mich in eine immer größere Freiheit hinein.
Und so wiederhole ich es zum Schluss noch einmal:
Es ist und bleibt absolut spannend!
Ich möchte Sie ermutigen, mit mir und allen, die sich auf den Weg des Glaubens eingelassen haben, unser Christsein zu leben und einander immer wieder zu bezeugen. Ich bitte Sie, mit zu beten für die Glaubenserneuerung in unseren Gemeinden und junge Menschen daraufhin anzusprechen, zu ermutigen und zu begleiten. Wir alle sind getauft und haben den Hl. Geist in uns und es gibt auch keine besseren oder frömmeren Christen. Jede und jeder von uns wird von Gott ganz persönlich begleitet und angefragt, mitzugehen und mitzuwirken am Aufbau SEINES Reiches unter uns. Wir sind alle berufen!
Sr. M. Anna-Franziska Fehrenbacher
Mit einer Gruppe Blinder, Seh- und Körperbehinderten jungen Erwachsenen machten wir uns am Montag mit drei Fahrzeugen auf den Weg nach Köln. Schon 200 km vor Köln wurden wir auf einer Autobahnraststätte durch singende, tanzende Pilger, die sich alle auf die Woche in Köln freuten, in das Weltjugendtagsflair eingestimmt. Da konnte uns nichts mehr aufhalten.
Tag für Tag machten wir uns nach unseren Möglichkeiten auf den Weg zu einzelnen Veranstaltungen. Schon der Auftakt in der Düsseldorfer LTU-Halle (die wohlgemerkt um die 50.500 Personen fasst) gaben uns einen Eindruck über die bunte Vielfalt von Kirche - und wir ließen uns begeistert mitreißen. Sowohl überschwängliche, jubelnde Freude, als auch gesammelte Atmosphäre fanden in dieser Woche ihren Platz.
Auch wir fanden überall Orte, die uns als Gruppe mit behinderten Menschen entsprachen. So konnten wir die Domwallfahrt in unserem Tempo gestalten und waren fasziniert von vielen Gruppen, die singend und betend an uns vorbeizogen. Es war ein tolles Erleben, wie viele tausend andere auch ankommen zu dürfen am Schrein der Heiligen Drei Könige und wie sie zu sagen:
"Venimus adorare eum"
Dass wir vom Papst am Rheinufer begrüßt wurden, war etwas Besonderes, auch wenn er von unserem Platz aus nur ca. 2 cm groß zu sehen war - aber wir waren dabei!
Immer wieder wurden wir unverhofft an Orte geführt, die in uns einen bleibenden Eindruck hinterließen. Viele gute Engel in Gestalt von hilfsbereiten Menschen begleiteten uns die ganze Woche hindurch beim Überwinden von Bahnhofstreppen oder beim Durchkommen durch Menschenmassen. Nachdem wir schon fast alle Hoffnung begraben hatten, zum Abschlußgottesdienst auf das Marienfeld zu kommen, kreuzte zu guter Letzt ein Busfahrer unseren Weg, der uns pünktlich zu unserem Platz brachte - das war für uns ein wirkliches Geschenk, eigentlich ein Wunder.
So war der Abschluß dieser Tage wirklich ein weiterer Höhepunkt.
Dass wir bei diesem Weltjugendtag dabei sein konnten, war für uns ein einmaliges Erlebnis, das noch lange nachklingen wird.
Es ging auf die Sommerzeit zu und die Urlaubsplanungen waren in vollem Gange. Tja, wohin sollte es gehen? So erkundigte man sich zum Beispiel bei Freunden, wo denn diese so hinreisen. Die einen wollten mit der Familie nach Frankreich, die anderen an den Strand usw. Bis ich dann auf Gabriele traf. Ganz locker meinte sie: "Ich möchte ein paar Tage ins Kloster fahren, um zur Ruhe zu kommen!" Aber ins Kloster? Ja wie? Einfach so? Kann man das?- KLAR!
Die Vorbereitungen begannen: Zuerst machten wir uns im Internet schlau, wer denn so was anbietet. Als nützlich erwies sich hier die Seite www.orden.de, wo man einiges über Klöster in Deutschland erfahren kann und auch Informationen zum "Kloster auf Zeit" fand. Denn das hatten wir vor: Einige Tage in einer Gemeinschaft verbringen, mit den Schwestern zusammen leben, arbeiten und beten. Als wir die uns wichtigen Kriterien in eine Suchmaske eingegeben hatten, erschien unter anderen Gemeinschaften das Kloster Heiligenbronn.
Klingt gut, dachten wir uns, und so wurde eine E-Mail geschickt, ob wir vielleicht in der ersten Augustwoche kommen könnten. Die Spannung stieg von Tag zu Tag... und dann die ersehnte Antwort: "Ja, Sie sind gerne Willkommen!"
Jetzt wurde es richtig spannend! Durch das Internet holten wir uns wieder neue Informationen, wo das überhaupt liegt, was für ein Konvent dort lebt usw. Was nimmt man denn so in ein Kloster mit? Sollte der CD-Player vielleicht doch zuhause bleiben? Und was zum Anziehen einpacken? Bettwäsche war von uns mitzubringen, ebenso die Handtücher. Und dann ging´s los!
Am 2.8. fuhren wir von Konstanz Richtung Heiligenbronn. Über die Autobahn und viele kleine Landsträsschen zuckelten wir Richtung Schramberg. Dann erreichten wir die Ortschaft und hätten doch fast noch die Einfahrt verpaßt. Aber zwischen den Bäumen tauchte doch ein Schild auf. Wir sind richtig! Gegen 11.00 Uhr kamen wir an der Pforte an (die wir auf dem weitläufigen Gelände erstmal suchen mussten), und wurden gleich von einer netten Dame empfangen, die zwar zuerst nicht so recht wusste, wer wir nun sind, aber dann doch "oben" anrief. Etwas schüchtern standen wir um Flur und warteten bis die zuständige Schwester uns "abholte". Sr. Anna-Franziska nahm uns gleich sehr herzlich in Empfang.
Zuerst wurde uns das Klostergelände gezeigt. Dann konnten wir unser freundlich eingerichtetes Zimmer beziehen. Um 12 Uhr trafen wir uns dann gleich zum ersten Gebet in der Kirche. Die Schwestern nickten uns freundlich und neugierig zu. Nach der Sext gab es das erste Mittagessen, das wir im Konvent Klara im Jugendhaus einnahmen. Denn anders als in manchen Klöstern leben die Schwestern in Heiligenbronn in Kleinkonventen zusammen. Ungewohnt, beim Essen zunächst zu schweigen, ließen wir es uns schmecken. Als das Schweigen dann aber aufgehoben wurde, waren die Gespräche umso lustiger. Nach dem Essen ging's zum Spüldienst. Den Mittag hatten wir frei. Wir nutzten die Gelegenheit, uns bei einem Kaffee näher mit den Schwestern zu unterhalten. Der Tagesablauf und unsere Aufgaben wurde besprochen, Räumlichkeiten gezeigt und so weiter und so fort. Wenn andere Schwestern Sr. Anna-Franziska, die uns den Tag über begleitete, neugierig fragten, wer wir sind, kam die Antwort: "Das sind unsere OEL-Gäste." Wir schauten uns fragend an, und überlegten was das wohl bedeuten mag. Die Antwort kam bald: Wir waren Ora-Et-Labora-Gäste! Schon war es Zeit zum Abendessen und zur Vesper. Anschließend hatten wir wieder freie Zeit bis zum nächsten Morgen. Müde schlummerten wir ein. Es war ein aufregender Tag!
Am nächsten Morgen riss uns die Kapellenglocke aus dem Schlaf. Das Aufstehen war gar nicht so einfach. Aber uns erwartete ja ein voller Tag:
Morgens 06.30 Uhr Frühgebet
Anschl. 07.00 Uhr Frühstück
07.30 Uhr Laudes
ca. 08.30 Uhr Arbeitszeit
12.00 Uhr Mittagsgebet, anschl. Mittagessen
ab 13.30/14.00 Uhr Freizeit
17.00 Uhr Abendessen
18.00 Uhr Vesper, anschl. Freizeit
Unsere Aufgaben in dieser Woche waren sehr vielseitig. So durften wir die Autos waschen, was wir mit diebischer Freude erledigten (Gabriele wusch
Sr. Anna-Franziska gleich mit), die Kirche auf Hochglanz putzen ("Wer ist denn der Typ in dem Sarkophag? Cool...") und Johannisbeeren ("Träuble") zupfen. Mittags waren wir immer zum Küchendienst eingeteilt. Und immer fanden sich die Schwestern zu einem Schwätzchen bereit. Manchmal wurde uns dann auch der Putzlappen aus der Hand genommen und eine Kaffeetasse, bzw. Eis oder Kuchen hineingedrückt. Denn die Mädle sollten ja auch nicht so hart "schaffe". Dabei machten alle Aufgaben sehr viel Spass und wir haben von den Schwestern viel gelernt und gute Freunde gefunden. In den freien Stunden fanden wir in den Gebeten und bei langen Spaziergängen viel Ruhe und Zeit für uns selbst. Am letzten Tag war dann unser eigenes Zimmer dran, das wir auf Hochglanz polierten und traurig verließen. Der Abschied fiel allen schwer und wir durften uns nicht nur kanisterweise das Quellwasser mitnehmen, sondern bekamen von den Schwestern auch noch kleine Geschenke.
So eine Woche bei den Heiligenbronner Schwestern ist nur zu empfehlen. Wir kommen auf alle Fälle wieder!
Nach ObenAm Sonntag, den 25.07.04, gestalteten wir, die Gruppe Emmaus den Jugendgottesdienst.
Der Text aus dem Lukasevangelium (Lk 11,1-13), der an diesem Tag vorgetragen
wurde, hat uns dabei sehr angesprochen.
Die Jünger Jesu suchten, so wie wir, eine Form fürs Sprechen mit Gott, dem Vater. Jesus lehrte ihnen daraufhin das Vater unser. Auch heute ist das "Vater unser" für die meisten Christen das wichtigste Gebet. Viele Bitten, die uns auf dem Herzen liegen, sind darin enthalten.
Wir wollen dazu einladen, sich hineinnehmen zu lassen in das Gebet eines jungen Menschen,
der mit einem hörenden Herzen mit Gott spricht:
VATER unser - Dialog
Jugendlicher: "Vater unser im Himmel..."
Gott: "Ja bitte?"
Jugendlicher: "Wer stört mich hier denn beim Gebet?"
Gott: "Was heisst stören, du hast mich doch gerade angesprochen!?"
Jugendlicher: "Ich habe nur gebetet, so wie ich das immer mache.
Bisher wurde ich dabei von niemandem gestört. Das mache ich morgens immer so!"
Gott: "Ja - soll ich dich lieber in Ruhe lassen?"
Jugendlicher: "Hm, ich weiss auch nicht, was ich jetzt sagen soll - vielleicht mache einfach mal weiter."
Jugendlicher: "...geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden."
Gott: "Wenn ich dich noch mal unterbrechen darf: Was stellst du dir darunter vor - dein Wille geschehe usw.?"
Jugendlicher: "So richtig nachgedacht habe ich eigentlich noch nicht darüber.
Aber wenn du so fragst, dann wäre es schön, wenn dein Wille geschehen könnte.
Ich habe nämlich schon öfters gehört, dass du willst, dass es uns Menschen gut geht
und dass du ein Gott der Liebe und des Friedens bist."
Gott: "Das stimmt schon. Aber hast du mich schon mal ernsthaft gefragt, was mein Wille, z.B. für dich und dein Leben ist?"
Jugendlicher: "Wieso ich? Ich bin doch ganz friedlich und ausserdem habe ich das Gefühl, dass es mir gut geht."
Gott: "Ja schon - aber eigentlich würde ich gerne mehr für dich da sein, natürlich nur wenn du das willst.
Es interessiert mich wirklich, wie es dir geht und wie du dir dein Leben vorstellst.
Jugendlicher: "Wenn das so ist, dann werde ich mir das ernsthaft überlegen. Jetzt möchte ich aber doch weiterbeten:
Jugendlicher: "Unser tägliches Brot gib uns heute! - Moment mal, darf ich dich jetzt mal etwas fragen?"
Gott: "Nur zu!"
Jugendlicher: "Diese Bitte kommt mir immer etwas komisch vor, wenn ich sie bete.
Wir hier haben doch überhaupt kein Problem, an Brot zu kommen. Da muss ich doch nicht extra darum bitten.
Und ausserdem frage ich mich dann auch öfters, was wohl die Menschen an der Stelle beten, die wirklich nichts zu essen haben? Meinst du, Jesus hat daran gedacht, als er den Jüngern dieses Gebet lehrte?"
Gott: "Das ist eine gute Frage. Was denkst du darüber?"
Jugendlicher: "Das habe ich doch gerade gesagt, mehr fällt mir nicht dazu ein."
Gott: "Dann versuche ich mal eine Erklärung oder noch besser, versuche doch du einmal zu überlegen, was du zum Leben brauchst, damit es dir gut geht?"
Jugendlicher: "Na ja - wichtig ist mir schon, dass ich gute Freunde habe, mit denen ich Spass habe und auch mal ein gutes Gespräch
führen kann. Musik hören und weggehen ist mir wichtig. Ich tanze unheimlich gerne. Ich hoffe, z.B. dass ich einen Ausbildungsplatz bekomme, damit ich in eine gute Zukunft gehen kann. Ich merke gerade, dass mir da einiges einfällt und ich könnte noch viel mehr dazu sagen."
Gott: "Dann schreibe es dir doch einfach auf und wir können immer wieder über dein "täglich Brot" reden, das du zum Leben brauchst."
Jugendlicher: "Das ist gar keine schlechte Idee."
Gott: "Und wie geht's jetzt mit dem Vater unser weiter?"
Jugendlicher: "Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern und führe uns nicht in...."
Gott: "Halt mal! Das klingt aber nicht besonders begeistert?!"
Jugendlicher: "Na ja, Schuld, Vergebung, Versuchung - damit kann ich wenig anfangen. So vieles habe ich mir doch noch gar nicht zu Schulden kommen lassen. Und zum Vergeben habe ich auch nicht so viel Lust, vor allem wenn ich wirklich ungerecht behandelt worden bin. Und was meinst du mit Versuchung: Schokolade etwa?"
Gott: "Das was du gerade gesagt hast ist nur ein Teil! Aber schau es dir doch mal von einem anderen Blickwinkel aus an. Meinst du nicht, dass das eine schöne Erfahrung sein könnte, wenn z.B. du selber irgendetwas gemacht hättest, wo dir dann jemand anderer vergeben würde?"
Jugendlicher: "Ach so!"
Gott: "Ja natürlich. Du darfst dabei nicht vergessen, dass es mir dabei immer um dich geht. Und so ist es auch mit der Versuchung gemeint. Alles soll dir helfen, damit du gut leben kannst."
Jugendlicher: "Das leuchtet mir irgendwie ein. Dann bete ich es noch einmal.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen!
Jugendlicher: "Und jetzt noch der Schluss:
Denn dein ist das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen! - Der letzte Satz gefällt mir jetzt noch viel besser, nachdem wir miteinander gesprochen haben. Und ich glaube, dass wenn ich öfters mit dir rede, ich immer mehr erfahren darf, dass du mich persönlich meinst und nicht nur die Menschen allgemein. Danke, du wirst bestimmt wieder von mir hören!"
Gott: "Darauf freue ich mich. Ich bin immer erreichbar!"
Nach ObenWenn Sie nähere Informationen wünschen bzw. bei Anfragen wenden Sie sich bitte an:
Schwester Anna-Franziska Fehrenbacher
Kloster Heiligenbronn
78713 Schramberg-Heiligenbronn
Telefon: 0 74 22 / 569-402
E-Mail:jugendarbeit@kloster-heiligenbronn.de